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Vintage-Uhren als Geldanlage

Edle Uhren: Zeitlos schön und wertvoll

17.01.2013, 17:24 Uhr | Frank Lansky, wanted.de

Vintage-Uhren als Geldanlage. Zeitmesser von Patek Philippe verlieren meist kaum an Wert. (Quelle: Hersteller)

Zeitmesser von Patek Philippe verlieren meist kaum an Wert. (Quelle: Hersteller)

Jede Geldanlage birgt natürlich Gefahren, manche sind aber wenigstens sehr schön anzusehen: Edle Zeitmesser. Bereits bei der Baselworld 2012 und auf dem letzten Genfer Uhrensalon waren Chronografen im Retro-Chic die absoluten Renner. Übertroffen werden diese Stücke nur von einem antiken Original. Doch welcher Klassiker lohnt den Kauf und hat das Zeug zu einer Wertanlage? wanted.de hat sich umgehört.

Der aktuelle Uhren-Trend ist geprägt von einer neuen Bescheidenheit: "Die gefragtesten Uhren sind elegant, flach, edel, chic und rund", konstatiert Stefan Muser, Inhaber des Aukiontshauses Dr. H. Crott in Mannheim, im Gespräch mit wanted.de.

Gute Uhren können innerhalb weniger Jahre eine Wertsteigerung von mehreren hundert Prozent erzielen. Gerade jetzt könnte der Kauf lohnen: "Seit der Finanzkrise 2009 hat sich der Markt normalisiert", erläutert Muser im Gespräch mit wanted.de weiter. Bis dahin seien beispielsweise die Preise von Rolex-Uhren stets nur gestiegen.

Für Verkäufer sei zurzeit der chinesische Markt besonders interessant, betont der Auktionator kurz vor einer Reise nach Hongkong. Während in Europa vor allem weiße Metalle gefragt seien, setzten die Chinesen vor allem auf gelbes und rotes Gold. >>

Die neue chinesische Mittelschicht holt also das nach, was sie unter dem Kommunismus vermisst hatte: Zurückhaltenden Luxus als Zeichen des Erfolges.

Nur Klassiker bringen Rendite

Anleger und Sammler sollten sich auf die klassischen Marken konzentrieren, rät der Experte. Schnäppchen und Geheimtipps gebe es wegen des Internets nicht mehr. Und neue Uhrenmarken werden laut Muser spätestens mit der Messe Baselworld dem Massenmarkt bekannt.

Muser muss es wissen: Der Experte übernahm im Jahr 1993 das 1975 in Aachen gegründete Auktionshaus Dr. Crott und hängte deswegen sein Wirtschaftsstudium an den Nagel.

Die Liebe zum Metier wurde ihm schon in der Familie in die Wiege gelegt, sein Vater war ein leidenschaftlicher Uhren-Fan. >>

Die Firma am Mannheimer Wasserturm streicht eine Courtage von 14 Prozent plus Mehrwertsteuer bei den Auktionen ein. Das teuerste Stück, das Muser je versteigerte, war eine Patek Philippe, Referenz 1518 im Stahlgehäuse aus den Vierziger Jahren – davon wurden weltweit nur fünf Stück hergestellt. Musers Lieblingsstück aus der persönlichen Sammlung ist ein Patek Philippe Tourbillon – "die Präzision ist das höchste aller Gefühle". Letzteres ist die hohe Kunst der Uhrmacher-Zunft: Tourbillon ist das französische Wort für "Wirbelwind" und bezeichnet einen Käfig, der den Gangfehler in Folge der Schwerkraft ausgleichen soll.

Marken von Weltrang dominieren

Folgend die 14 wichtigsten Fakten für die Wertsteigerung einer Uhr: 1.    Die Marke muss international bekannt sein. Und sie sollte schon einen Mythos aufgebaut haben. Es bringt nichts, die Fabrikation einer kleinen Nischen-Manufaktur zu kaufen, die vielleicht bald schließen muss. 2.    Immer wieder erzielen bei Auktionen die gleichen Marken hohe Preise. Dazu gehören Panerai, Rolex, Jaeger-LeCoultre, IWC, Patek Philippe, und Audemars Piguet. Aber auch Breitling, Blancpain, Breguet, Vacheron Constantin, Girard-Perregaux, Glashütte, Omega, Hublot und A. Lange& Söhne verkaufen sich bestens.

3.    Schlaue Sammler setzen also auf Klassiker. Modische Trends sind selten bis nie sammelwürdig, denn die Geschmäcker ändern sich zu schnell. Weiße oder rosafarbene Uhren, übergroße Modelle oder punkige Verzierungen mögen für wenige Jahre gefragt sein. Doch sie verschwinden genauso schnell wieder, wie ausgefallene Modetrends in der Boutique.
4.    Papiere und Original-Box sind idealerweise vorhanden. Nur der nachgewiesene Originalkauf schließt aus, dass es sich um eine Fälschung handelt.
5.    Die Uhr muss eine ganz persönliche Historie besitzen. Je geheimnisvoller und interessanter die Herkunft – am besten mit einem prominenten Vorbesitzer – desto besser. >>

6.    Sammelwürdig sind alleine mechanische Uhren, nicht aber Quarzwerke. Den batteriebetriebenen Werken haftet zu Recht der Malus der Massenfabrikation an.
7.    Eine wertvolle Sammler-Uhr enthält ein Manufaktur-Kaliber, nicht aber ein standardisiertes Werk. Damit fallen die meisten Uhren im Markt schon weg: Fast alle Einsteiger-Modelle beinhalten heutzutage ETA-Werke. Dieser zur Swatch-Group gehörende Hersteller verfügt quasi über ein Monopol. Der Name stammt übrigens von Eterna ab, daher das Kürzel ETA (ETernA).
8.    Das Werk ist besonders modifiziert und verziert.
9.    Je seltener, desto besser. Besonders wertvoll wird eine Uhr, wenn ihre Auflage limitiert ist. Sammler lieben begrenzte Stückzahlen.
10.  Je komplizierter, desto wertvoller. Komplikationen machen die Uhr sammelwürdig. Dazu gehören Mondphasen, eine zweite oder mehrere Zeitzonen, ein ewiger Kalender, ein Wecker oder ein Tourbillon.
11.  Das Zifferblatt ist besonders dekoriert und enthält beispielsweise eine Guillochierung. Der Streifenschliff macht die Uhr begehrt.
12.  Gehäuse und Armband sind aus hochwertigem Material gefertigt. Doch Ausnahmen bestätigen die Regel: Stahl war in den 40er bis 60er Jahren extrem selten. Ansonsten liegt Gold in allen Variationen gut im Rennen – also Weißgold, Rotgold und gehärtete Gelbgold-Legierungen – sowie Platin. Und bei Armbändern Krokoleder, Rochen und edle Rindleder.
13.  Die Uhr wurde selten bis nie getragen – und sie ist weder zerkratzt noch abgerieben. Wenn schon außen an dem Zeitmesser Spuren zu sehen sind, dann kann es innen kaum besser aussehen. „Schon einmaliges Tragen mindert den Wert der Uhr erheblich“, warnt Muser.
14.  Die Uhr wurde regelmäßig von einem Profi gewartet – und es gibt Belege darüber.

Die außergewöhnlichsten Stücke der Mannheimer Mai-Auktion stellten wir Ihnen in unserer Foto-Show vor.

Alles in allem ist das Sammeln von alten Uhren also kein billiges Hobby. Doch wer richtig kauft, der kann auch eine prima Rendite erzielen. Stefan Muser ist überzeugt, dass ihm sein Geschäft noch lange Freude bereiten wird, denn „alte Uhren sind einfach schön – und deswegen werden sie immer gefragt sein.“

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