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Boing-747-Hotel: Nächte wie im Flug

Boing-747-Hotel: Nächte wie im Flug

25.04.2012, 15:19 Uhr | jb (CF)

Einmal im Cockpit eines Jumbojets sitzen – der Traum vieler Männer. Im Boing-747-Hotel können Sie sogar darin schlafen. Ein Schwede hat das ausgemusterte Flugzeug in eine einmalige Schlafstätte verwandelt, in der Nächte wie im Flug vergehen.

Es gehört wohl zu den exklusivsten Hotels der Welt – das Boing-747-Hotel. Dabei sind es gar nicht unbedingt die Preise, die für diesen Status verantwortlich sind. Vielmehr ist es das Hotel selbst, das so einzigartig ist. Bis zu 76 Gäste können in 27 Zimmern in dem ausrangierten riesigen Metallvogel in unmittelbarer Nachbarschaft zum Stockholmer Flughafen Arlanda nächtigen. Herr dieser Idee ist der Schwede Oscar Diös, der eigentlich ein ganz normales Hotel bauen wollte, aber keine Baumgenehmigung bekam. Gegen ein Flugzeug als Hotel sprach aber offenbar nichts. Und da die Flughafenbehörde ein Modell loswerden wollte, das ohnehin nur Platz wegnahm, wurde man sich schnell einig. Das Ergebnis ist ein außergewöhnliches Hotel, das zwar nicht viel Luxus bietet, aber dafür allen Flugzeugfans die Möglichkeit bietet, ihrer Leidenschaft selbst im Schlaf nachzugehen, ohne dafür eine weite Reise machen zu müssen. Schon beim betreten des Boing-747-Hotels wird klar, dass einem hier keine dekadente Luxusherberge erwartet. Stattdessen heißt es erst einmal "Schuhe ausziehen". Im Flugzeug tragen alle Gäste blaue Frotteelatschen. In der Lounge erwartet Sie auch keine Bar mit Cocktails und Barkeeper. Nein, hier gilt das Prinzip Selbstbedienung.

Auf Sie warten Kühlschränke mit Snacks und Getränken sowie ein Kaffeeautomat und zwei Mikrowellenherde. Auch auf den Zimmern heißt die Devise "Praktisch muss es sein". Hier steht nur das Nötigste, was Sie für die Nacht brauchen. Kiefernbetten im Ikea-Stil, manchmal sogar als Hochbetten. Ein Flachbildfernseher hängt an der Wand, und der Kleiderschrank besteht aus einem Handgepäckfach aus der Zeit, in der das riesige Flugzeug die Passagiere noch um die ganze Welt beförderte. Auch ein eigenes Badezimmer gibt es nicht. Alle Gäste teilen sich insgesamt acht Nasszellen wie in einer Jugendherberge. Günstig ist eine Übernachtung im Boing-747-Hotel trotzdem nicht – nur wer sich mit mehreren Gästen ein Vierbett-Zimmer teilt, kommt mit rund 40 Euro recht günstig davon. Für ein Doppelzimmer werden hingegen mehr als 100 Euro fällig, ein Frühstück bekommen Sie dafür aber nicht. Wer sich für die Suite im ehemaligen Cockpit entscheidet, zahlt sogar knapp 400 Euro. Dafür kommen Sie Ihrem Traum, einmal Herr über einen echten Jumbojet zu sein, besonders nahe. Sogar Teile der alten Technik hat man zur Freude der Gäste erhalten. Das Zimmer hat bezeichnenderweise die Nummer 747. Aber auch hier ist besonderer Komfort Mangelware.

Boing-747-Hotel: Exklusivität ohne Luxus

Kein Tisch, kein Stuhl und bloß zwei schmale Betten – dafür lassen sich die Steuerknüppel noch bewegen. Das scheint auch das eigentliche Prinzip des Boing-747-Hotels zu sein: Der Gast soll merken, dass er sich in einem alten Flugzeug befindet. Sonst könnte er ja auch in jedem beliebigen anderen Hotel einchecken. So laden die Zimmer auch nicht zum langen Verweilen in den Abendstunden ein. Gemütlicher ist es hingegen auf dem Oberdeck, wo es acht alte Ledersessel der ehemaligen ersten Klasse geschafft haben, den Umbau zum Hotel zu überdauern. Der Rest der rund 500 Sitze wurde entsorgt und musste den Zimmern weichen. Das Bier zum Abend müssen Sie sich selbst mitbringen. Wer das vergessen hat, kommt so aber vielleicht mit den übrigen Gästen ins Gespräch und lässt sich eines ausgeben. Sie sollten die Zeit nutzen, denn in der Regel bleibt man nur für eine Nacht, um am nächsten Morgen seinen Flieger zu erwischen. Viel länger hält man es vielleicht auch nicht aus. Immerhin beeinträchtigen die nebenan startenden und landenden Flugzeuge die Nachtruhe nicht spürbar. Im Boing-747-Hotel wecken Sie eher die Frühaufsteher, die den ersten Flug erwischen müssen – und so vergeht die Nacht tatsächlich wie im Flug.

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