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International Watch Company

IWC – Die Uhren-Legende aus Schaffhausen

01.02.2013, 08:08 Uhr | Frank Lansky, wanted.de

International Watch Company. Seit 1868 stellt die International Watch Company, kurz IWC, Uhren her. (Quelle: Hersteller)

Seit 1868 stellt die International Watch Company, kurz IWC, Uhren her. (Quelle: Hersteller)

Sie ist eine der Top-Marken in der Uhrenwelt: IWC lässt seit Jahrzehnten die Herzen von Männern höher schlagen. Der Konzern an den Rheinfällen von Schaffhausen entstand aus der Export-Idee eines Amerikaners. wanted.de hat sich die Meilensteine in der Geschichte von IWC genauer angeschaut.

Schaffhausen, 1868. Die Schweiz ist ein rückständiges Agrarland, der Bankensektor und der heute boomende Tourismus stecken bestenfalls in den Kinderschuhen. Die Bauern-Familien sind arm und schlagen sich im Winter in den meterhoch eingeschneiten Höfen mit der Produktion von Uhrwerken durch. Die werden im Frühjahr an die Manufakturen im Tal geliefert. Damit ist die Alpenrepublik dank ihrer günstigen Herstellungskosten ein ideales Exportland. Die Vereinigten Staaten dagegen entwickeln nach dem blutigen Bürgerkrieg rasant ihre Industrie. Die Eroberung des Westens geht voran, der Dollar gewinnt ständig an Wert.

Schweizer Uhren für die USA

Genau das reizt den Amerikaner Florentine Ariosto Jones. Der stellvertretende Leiter der US-Firma E. Howard Watch and Clock Co. in Boston gründet die International Watch Company mit dem Ziel,

Taschenuhrwerke von hoher Qualität in großer Stückzahl für den nordamerikanischen Markt zu fertigen. Genau deswegen auch der englische Name.

Die verschiedenen Werke haben anfangs stets einen Durchmesser von 44 Millimetern und können damit als Standardware in verschiedenste Uhren eingesetzt werden. Dass Jones ausgerechnet nach Schaffhausen geht hat den gleichen Grund: Ein neues Wasserkraftwerk am Rhein versorgte seine Maschinen mit günstiger Energie für die Massenproduktion. Vom hohen Anspruch zeugt das auf den Uhren verewigte Motto "Probus Scafusia" – Wertarbeit aus Schaffhausen.

Jones scheitert jedoch an den hohen Einfuhrzöllen, mit denen sich die USA vor der internationalen Konkurrenz abschotten. IWC geht mehrfach pleite und landet über diverse Irrungen und Wirrungen nach der großen Quarz-Krise schließlich im Jahr 1978 bei der deutschen VDO Adolf Schindling AG, der außerdem die traditionsreiche Manufaktur Jaeger-LeCoultre gehörte. >>

Beide Uhrenmarken kommen 1991 zu Mannesmann und gehen 2000 mit der Firmenmutter an die britische Vodafone mit anschließender Übernahme durch den südafrikanischen Richemont-Konzern. Heute wie damals ist die Marke wegen ihrer Qualität und Präzision bei Sammlern begehrt.

Flieger und Portugieser

Bekannt ist IWC vor allem für seine Fliegeruhren. Ende der 1930er Jahre entwickelt der Hersteller für die deutsche Luftwaffe einen professionellen Zeitmesser mit mattiertem Stahlgehäuse von 55 Millimeter Durchmesser. Die Uhr ist leicht abzulesen, die große Zwiebelkrone auch mit Handschuhen leicht zu bedienen. Einen Paukenschlag präsentiert IWC zudem in den Dreißigern mit den Portugieser-Uhren. Zu einer Zeit, als Armbanduhren noch klein und zierlich sind, setzt diese elegante Linie durch ihre Größe neue Maßstäbe. Gefertigt wird die Uhr nach dem Wunsch der beiden portugiesischen Uhren-Importeure Rodriguez und Teixeira, die leider in der Literatur nie mit Vornamen genannt werden.

Zu den absoluten Klassikern von IWC gehört zudem die Fliegeruhr "Mark XI", die 1948 vorgestellt wird. Sie war 25 Jahre lang die Dienstuhr der britischen Luftwaffe und enthält einen Weicheisenkern als Magnetschutz. Die Serie der Fliegeruhren wird ständig erweitert und erfreut sich auch heute größter Beliebtheit.

Zu den weiteren absoluten Highlights gehört der erste Titan-Chronograf aus dem Jahr 1981. Das leichte Material ist enorm schwierig zu bearbeiten. Rund um ein Standard-Kaliber Valjoux 7750 baut IWC zusammen mit Porsche Design ein minimalistisches Meisterwerk.

Ebenfalls ein Meilenstein ist die 1985 vorgestellte "Da Vinci": Der hochkomplizierte und patentierte Chronograf mit Mondphasenanzeige setzte auch mit seinem edlen Design Standards. >>

Auch diese Uhr wurde um das Valjoux 7750 herum gebaut, hat aber nicht mehr viel mit der Basis gemeinsam: Der ewige Kalender und die vierstellige Jahresanzeige werden begleitet von einer Mondphasenanzeige, die erst nach 122 Jahren um einen Tag abweicht.

Komplizierter geht es immer

Diese Uhr wird weiterentwickelt und im Jahr 1990 als "Grande Complication" zur Krönung der Kollektion – hier werden die wichtigsten Komplikationen verbaut. Es geht noch komplizierter. Für Aufsehen sorgt im Jahr 1993 die "Destriero Scafusia" - auf deutsch: Schaffhausener Schlachtross. Die Uhr vereint 22 Komplikationen und ist damit die damals weltweit komplizierteste in Serie gebaute Armbanduhr. Eingebaut sind beispielsweise Tourbillon, Rattrapante und Minutenrepetition. Der Zeitmesser ist auf 125 Stück limitiert. Im Jahr 2002 liefert der Hersteller mit der "Großen Fliegeruhr" sein neues Flaggschiff. Die Uhr, die alte Elemente der ersten Fliegeruhren aufnimmt, ist mit mehr als 46 Millimetern Durchmesser ein absoluter Hingucker. Das IWC-Manufakturkaliber 51111 ist eines der größten Automatikwerke der Welt und verfügt über eine Gangreserve von achteinhalb Tagen.

Außerdem setzt IWC mit der jüngst vorgestellten "Sidérale Scafusia" in Sachen Komplexität noch einen drauf: Sie ist die komplizierteste Armbanduhr, die je in Schaffhausen konstruiert und gebaut wurde. Die Sternenzeit aus Schaffhausen liefert eine top-individuelle Sternkarte und Horizontlinie auf der Rückseite, die für den vom Besitzer definierten Ort gedruckt wird. Das kann man auch erwarten für eine einjährige Wartezeit und rund 560.000 Euro.
Unser Fazit lautet, IWC baut einerseits klare und übersichtliche Uhren – andererseits auch komplizierte Super-Stücke.

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