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Sommermode: Die Männermode bleibt im Sommer bunt

Die Männermode bleibt im Sommer bunt

08.04.2013, 14:25 Uhr | Philipp Laage, dpa, wanted.de

Sommermode: Die Männermode bleibt im Sommer bunt. Sommermode für den Mann: Die Sommermode wird für Männer 2013 wieder bunt.  (Quelle: Alberto)

Auch kommenden Sommer sind der Mode farblich keine Grenzen gesetzt. (Quelle: Alberto)

Der Mann hat seine modischen Grenzen in den vergangenen Jahren immer wieder überschritten und neu abgesteckt. Ob Farben oder Stoffe - nichts scheint mehr wirklich unmöglich zu sein. Mit Blick auf den Sommer stellt sich nun die Frage: Kann der Mann seinen Look noch neu erfinden? Die aktuelle Sommermode 2016 finden Sie hier.

Foto-Serie mit 7 Bildern

Glaubt man dem Trendbericht des Deutschen Mode-Instituts (DMI) in Köln, befindet sich die Herrenmode im Frühjahr und Sommer 2013 in einer Test- und Übergangsphase. Geschäftsführer Gerd Müller-Thomkins erklärt: "Es gibt keinen Umbruch in eine ganz neue Richtung, eher Feintuning." An den großen Trends ändere sich nicht viel, bestätigt auch der Berliner Modekritiker und Buchautor Bernhard Roetzel. Allein: "Es wird wieder etwas reduzierter und dezenter."

Die Experten sind sich einig, dass der Mann im Frühjahr und Sommer weiter knallige Farben bevorzugt - schließlich habe er erst vergangenen Sommer so richtig Freude daran gefunden, sagt Roetzel. Das wissen auch die Designer. Cinque zeigt zum Beispiel ein pinkfarbenes Hemd zur himmelblauen Hose - farbfreudiger geht es kaum.

"Farbe ist nach wie vor wichtig, aber auch Grau ist wieder angesagt", hat Roetzel beobachtet. "Oft sieht man Grau abgesetzt gegen Farbe." >>

Das kann Dunkelrot sein - für den Experten die Farbe des Sommers. Auch Müller-Thomkins sieht Rottöne im Kommen, inspiriert von der beliebten Farbpalette in Fernost. "Das liegt daran, dass die Hersteller vor allem die Bedürfnislage in Asien abtasten."

Gleich einige Unternehmen zeigen im Frühjahr und Sommer zum Beispiel grelle Hosen in Rot- und Rosatönen. H&M und Alberto haben kurze Modelle, die sie mit einem blauen Sakko und Streifenshirt oder einem beigen Pullover kombinieren. Digel zeigt eine lange Hose zu einer Jacke im trendigen Grau. Grüntöne sind ebenfalls hoch im Kurs, etwa United Colors of Benetton setzt auf die Naturfarbe. Marc O'Polo kleidet den Mann in eine hellgrüne Weste und gleichfarbige Schuhe.

Was die Schnitte angeht, bleiben schmale Formen beliebt - sowohl in der klassischen Herrenmode bei Anzügen und Zweiknopf-Sakkos, als auch im Freizeitbereich. "Der Mann fühlt sich wohl in der schlanken Linie", sagt Roetzel. "Für ältere und kräftigere Herren ist das manchmal etwas schwierig." >>

Vor allem die Hosen sind weiterhin schmal. Die nach unten enger werdenden Chinos dominieren im Sommer erneut die Fußgängerzonen. "Aber der Gipfel der Chino-Euphorie ist erreicht", sagt der Modeberater. In der warmen Jahreszeit werde zudem die graue Stoffhose gefragt sein, gerade zusammen mit Kleidungsstücken in Rottönen. "Man muss aber schauen, wie das in den Läden ankommt."

Es gibt aber so etwas wie einen kleinen Gegentrend: Obenrum trägt der Mann oversized. Weite Oberteile würden oftmals abgesetzt gegen schmale Hosen, sagt Roetzel. Da ist es wenig verwunderlich, dass auch der Blouson ein kleines Revival feiert. "Wir hatten im Winter eher lange Jacken, jetzt kommen eher breite und flächige Oberteile." Der Modeexperte glaubt ebenfalls an eine Rückkehr der Zip-Jacke und des Wildlederblouson. Die Stoffe orientieren sich laut dem Deutschen Mode-Institut an den Materialien der Sportswear, die beim Mann vor allem durch den weiter sehr beliebten Sneaker seinen Ausdruck findet. Außerdem werden in diesem Sommer Wolle und Wollmischformen gefragt sein, vor allem in Form von Pullovern. Bernhard Roetzel sieht zudem glänzende Stoffe im Kommen. In diesem Jahr ebenfalls gefragt: feminine Blumenmuster. Im Freizeitbereich verzieren darüber hinaus Fotodrucke, Embleme und generell große, bildhafte Motive die Kleidungsstücke.

Weg von "Monokulturen"

Kann der Mann sich aus diesen modischen Versatzstücken ein stimmiges Gesamtbild zusammenstellen? Danielle de Bie von der Berliner Modemesse Bread & Butter hält das gar nicht für nötig. Die Männermode bewege sich weg von "Monokulturen", also von eindeutig klassischen, sportlichen oder dandyhaften Outfits. Es werden zunehmend individuelle Looks aus unterschiedlichen Segmenten zusammengestellt, erläutert die Modekennerin. Da trifft eine Chino auf Sportswear und ein elegantes Sakko auf Streetwear. "Der Mann lässt sich seinen Look nicht mehr so stark durch eine Marke vorgeben."

Die Bread & Butter-Expertin hat außerdem einen wachsenden Trend zu nachhaltiger Herrenmode beobachtet. Das Deutsche Mode-Institut sieht das ähnlich: "Die Auffassung von Billigmode und Massenkonsum wird das Zeitige segnen", prophezeit Müller-Thomkins. "Das Bewusstsein gegenüber Kleidung verändert sich."

Nachhaltig produzierte Stoffe

Verbraucher setzen zunehmend auf Labels und Designer, die zu nachhaltig produzierten Stoffen greifen und diese auch so verarbeiten.

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