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Uhr nach Maßanfertigung

Eine Uhr wie ein Massanzug

01.10.2014, 16:33 Uhr | Frank Lansky, wanted.de

Uhr nach Maßanfertigung . Fischer & Cie. erfüllen den Wunsch nach einer individuellen Uhr. (Quelle: Hersteller)

Fischer & Cie. erfüllen den Wunsch nach einer individuellen Uhr. (Quelle: Hersteller)

Können Sie im stetig wachsenden Uhren-Markt einfach nicht das Richtige finden? Wollen Sie partout keinen Zeitmesser, den jeder Geschäftsmann im Flug von London nach Frankfurt am Handgelenk trägt? Und bestehen Sie darauf, dass kein Zweiter jemals Ihr Uhrenmodell besitzen soll? Dann sollten Sie sich schleunigst Ihre eigene Uhr bauen lassen. Den Wunsch erfüllt die kleine Hamburger Firma Fischer & Cie. wanted.de hat sich die Manufaktur genauer angeschaut, die bereits ab 2000 Euro Unikate anbietet.

Foto-Serie mit 12 Bildern

Fischer & Cie. macht Träume wahr und baut Uhren, die es so sonst nirgends gibt. Der Zeitmesser wird fast komplett nach Ihren Wünschen gefertigt. Allerdings nicht zu 100 Prozent: Denn das Unternehmen aus der Hamburger HafenCity verbaut mit dem Unitas Handaufzugswerk, dem Automatikwerk ETA 2824 und dem Chronografen-Kaliber Valjoux 7750 Standardwerke, die auch in den meisten Prestige-Marken ticken. Das bringt immerhin den Vorteil, dass jeder Uhrmacher überall auf der Welt die kleinen Kraftwerke reparieren kann.

Fischer stellt aber keine eigenen Kaliber her. Das wäre so, als ob das Rad neu erfunden würde und ist zudem unbezahlbar – die Entwicklung eines komplett neuen Werkes kostet mehrere hunderttausend Euro. De facto liefert Fischer also das, was beim Schneider ein Made-to-Measure-Anzug wäre. >>

Solche Teile werden aus vorgefertigten Komponenten – also Arme, Beine, Rumpf – an den Körper des Kunden angepasst. Die echte Maßanfertigung wäre Bespoke – hier wird der Stoff von Anfang an auf den Leib des Käufers geschneidert, so wie es zwischen Schneider und Kunde besprochen wurde.

Eine Maßuhr ab 2000 Euro

Trotzdem lässt die Firma aus dem Hamburger Hafen Uhrenfreunden eine Menge Freiraum zur Selbstverwirklichung: Zunächst darf der Kunde entscheiden, ob er eine sportliche oder elegante Uhr will, einen Chronografen, eine Zweizeigeruhr oder vielleicht gar eine futuristisch-minimalistische Einzeiger-Uhr. Die Preise für ein Unikat von Fischer & Cie. beginnen bei rund 2000 Euro, dafür bekommt der Kunde eine mechanische Dreizeiger-Uhr, die er Schritt für Schritt gemeinsam mit dem Designer entwirft. Der Käufer wählt als Grundlage zunächst ein Gehäuse aus, dann dessen Verarbeitung:

poliert, gebürstet, perlgestrahlt oder eine Kombination davon. Danach folgen die Krone, die Lünette und ein individuell gestaltetes Zifferblatt und letztlich das Armband. Der Kunde kann sich auch ein eigenes Blatt designen lassen. Dies ist der wichtigste Teil der Individualisierung, das Zifferblatt wird als Schaufenster am Armgelenk mit Bildern, Texten und Grafiken geschmückt.
Die Werke können mit Dreiviertelplatine, einer Schwanenhals-Feinregulierung oder einer Guillochierung verfeinert werden. Die Firma gibt für die Produktionszeit einen Richtwert von vier bis sechs Wochen an. Natürlich sind Quarzwerke ebenso tabu wie Uhrwerke aus Asien. Der Preis nach oben ist offen – vor allem, wenn Edelmetalle oder Werkveredelungen mit im Spiel sind.

Die perfekte Uhr für den Vater Die Fischer-Story begann im Jahr 2009: "Die Idee zu Fischer&Cie. ist alleine meiner Leidenschaft für schöne Armbanduhren zu verdanken, die ich mit meinem Vater teile," erläutert Max Fischer auf Anfrage von wanted.de. Der Unternehmer moniert, dass selbst teuerste Luxusuhren im Grunde Massenartikel sind, die überall auf der Welt in identischer Form bei Juwelieren millionenfach verkauft werden. Und weiter: "Als mein Vater 60 wurde, wollte ich ihm zum Geburtstag eine kompromisslos hochwertige Uhr schenken, die es aber wirklich nur ein einziges Mal gibt. Also habe ich mich auf die Suche nach einem Hersteller gemacht, der mir diese Uhr bauen kann; aber ich habe keinen gefunden, der das Projekt so umsetzen konnte oder wollte, wie ich mir das vorgestellt habe, also musste ich es selber machen. Das war der Anfang von Fischer & Cie." Heute ist der promovierte Jurist und Unternehmensberater nach wie vor Teil des Unternehmens, allerdings nicht operativ sondern beratend im Hintergrund. DAX-Vorstände, Fußballer, Funktionäre

Der Kundenkreis der Firma kann sich inzwischen sehen lassen, wie Fischer beteuert: "Bei Unikaten haben wir einen sehr hochkarätigen Kundenkreis aufgebaut, der von Bundesliga-Fußballern über DAX-Vorständen bis hin zum Hochadel reicht; allerdings können wir hier keine Namen nennen."

Und Geschäftsführer Axel Kmonitzek ergänzt: "Es gibt viele Führungskräfte, die sich wegen ihrer Position keine Prestige-Marke leisten wollen – etwa in Krankenkassen." Diese Leute wollen eine edle, aber trotzdem unauffällige Uhr. Auch für Firmen-Jubiläen oder besondere Anlässe bieten sich die Eigenkreationen an.
Und welche Modelle hat Fischer schon gefertigt? Ein Unternehmer wünschte sich beispielsweise eine Dreizeigeruhr, die Elemente des BMW-Oldtimers 628 CSI aufnimmt. Für die Mitglieder des Mercedes 300SL-Clubs baute das Unternehmen die Uhr zum Traumauto, die vom Armaturenbrett des Oldtimers inspiriert wurde. Außerdem fertigte Fischer & Cie. in Kooperation mit dem Hamburger Abendblatt eine Hamburg-Kollektion, bestehend aus 15 Chronografen, zwei goldenen Dreizeiger-Uhren und 50 Handaufzugsuhren, bei denen innen das Motto steht, das über dem Eingangsportal des Hamburger Rathauses prangt: "Libertatem quam peperere maiores digne studeat servare posteritas" ("Die Freiheit, die die Vorfahren errungen haben, möge die Nachwelt würdig bewahren").
Die Firma legt nun die nächste Etappe beim Thema Individualisierung ein und widmet sich verstärkt den Uhrwerken – bald verbaut die Manufaktur wohl zusätzlich andere Werksvarianten als ETA und Unitas: "Zurzeit laufen Gespräche mit einem kleinen Hersteller hochwertiger Schweizer Kaliber. Wir hoffen, wir können die Kooperation in den kommenden Wochen abschließen," erläutert Geschäftsführer Kmonitzek abschließend im Gespräch mit wanted.de.

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