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Doppelkinn einfach wegspritzen?

Schönheitskorrektur  

Forscher entwickeln Spritze gegen Doppelkinn

28.10.2013, 17:50 Uhr | hut

Doppelkinn einfach wegspritzen?. Doppelkinn: Vor allem im zunehmenden Alter plagt Frauen oft ein Doppelkinn. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Vor allem im zunehmenden Alter plagt Frauen oft ein Doppelkinn. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Es ist nur ein wenig Haut und Fett, doch an der falschen Stelle können diese ein schönes Gesicht aufgedunsen und rundlich aussehen lassen: Das Doppelkinn ist eine schwierige Problemzone. Selbst so manche schlanke Frau leidet an der erschlafften Gesichtskontur, die im Alter immer mehr hervortritt. Ein internationales Dermatologen-Team hat nun eine neue Methode entwickelt, die das Doppelkinn schmerzfrei und ohne Diät beseitigen soll: Sie wollen die Speckfalte einfach wegspritzen.

Chemikalie soll Fettzellen zerstören

Dermatologen der Universität von Manchester, der McDiarmid-Hall Klinik für Schönheitschirurgie in Plymouth sowie zahlreicher Institute in Deutschland, Frankreich, Belgien und Spanien haben eine Chemikalie entwickelt, die gezielt die Fettzellen unterhalb des Kinns zerstört. Die Substanz trägt den Namen ATX-101 und soll mit einer Spritze direkt in das Fettgewebe unterhalb des Kinns injiziert werden.

Erste Studien erfolgreich

Knapp 400 Menschen nahmen bereits an einer ersten klinischen Studie teil. Die Probanden wurden dabei in drei Gruppen unterteilt: Die erste erhielt über zwölf Wochen hinweg vier ATX-101-Injektionen mit einer geringen Dosis, die zweite erhielt die Injektionen mit einer höheren Dosis und die dritte Gruppe erhielt ein Placebo. Nach den Behandlungen bewerteten sowohl die Dermatologen als auch die Patienten selbst den Erfolg der Therapie.

Dabei bestätigte sich die Wirksamkeit der Methode: Nach zwölf Wochen waren signifikant mehr Menschen aus den ATX-101-Gruppen mit dem Ergebnis der Behandlung zufrieden. Über die Hälfte der Niedrig-Dosis-Gruppe und Zweidrittel der Hoch-Dosis-Gruppe beurteilten das Ergebnis als sehr positiv. Messungen zeigten außerdem, dass das Fettgewebe bei beiden Experimentalgruppen - anders als bei der Placebo-Gruppe - deutlich zurückgegangen war. Auch die Straffheit der Haut litt nicht unter der Fettreduktion. Die Ergebnisse der Studie wurden im Fachmagazin "British Journal of Dermatology" veröffentlicht.

Zulassung durch Behörden steht noch aus

Bei einigen Patienten traten infolge der Behandlung Nebenwirkungen wie Schmerzen, Schwellungen und Taubheitsgefühle auf. Da sämtliche Beschwerden jedoch innerhalb des ersten Monats abklangen, sind die Forscher zuversichtlich, die Methode bald frei zugänglich zu machen. Dazu will das internationale Team in einem nächsten Schritt die Gesundheitsbehörden der verschiedenen Länder kontaktieren, um ihre Behandlung offiziell zulassen zu können.

Günstiger und weniger riskant als Fettabsaugung

Derzeit wird ein Doppelkinn vorwiegend durch Fettabsaugung behandelt. Diese ist aber kostspielig, mit Risiken verbunden und zudem nicht für jeden Menschen geeignet. Hier soll die Spritz-Methode eine Alternative bieten. Studienleiter Professor Berthold Rzany ist von der Fett-weg-Spritze überzeugt: "Unsere Studie zeigt, dass Hautunterspritzungen mit ATX-101 die Fettdepots unter dem Kinn signifikant reduzieren können. Damit mildern sie auch die negativen psychologischen Folgen, die mit dem unerwünschten Fett einhergehen können, ab", erklärt er gegenüber der englischen Zeitschrift "The Telegraph". "Außerdem wird die Methode meist gut vertragen."

"Die neue Studie ist ein großer Schritt in Richtung einer sicheren, nicht-operativen Lösung des unerwünschten Kinnfetts", fügt Matt Gass vom Britischen Dermatologen-Verband hinzu. "Dieses Verfahren könnte neue Möglichkeiten des minimal-invasiven Eingriffs mit erwiesener Wirksamkeit eröffnen." Zunächst bleibt jedoch das Urteil der Gesundheitsbehörden abzuwarten.

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