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Nomos Glashütte: edler Minimalismus

Edler Minimalismus von Nomos

04.11.2013, 15:31 Uhr | Frank Lansky, wanted.de

Nomos Glashütte: edler Minimalismus. Nomos ist eine waschechte Manufaktur. (Quelle: Hersteller)

Nomos ist eine waschechte Manufaktur. (Quelle: Hersteller)

Minimalismus-Fans unter den Uhren-Freunden horchen auf: Der auf stilvolle Reduktion programmierte Hersteller Nomos Glashütte stellt zwei interessante neue Modelle vor. Mit der Lux und der Lambda zeigen die Sachsen, was sie können – die Zeitmesser verdeutlichen den anhaltenden Trend zu bescheidenen und dennoch höher preisigen Modellen. wanted.de hat sich informiert.

Foto-Serie mit 8 Bildern

Wer in der Architektur den schlichten Bauhaus-Stil liebt und auch am Handgelenk das gepflegte Understatement bevorzugt, der kommt an Nomos nicht vorbei. Die Uhren aus der sächsischen Uhren-Metropole Glashütte sind flach, elegant, edel, weisen einen hohen Wiedererkennungswert auf und sind mit Preisen von meist knapp über 1000 Euro auch bezahlbar – der Hersteller nennt dies „demokratischen Luxus“. Üppiger Prunk ist hier Fehlanzeige, die Objekte sind cool bis zum Frösteln.

Nomos ist seit der Vorstellung des Epsilon-Kalibers im Jahr 2005 eine Manufaktur; das heißt, es werden heute keine vorgefertigten Massenwerke mehr verwendet. Der wichtigste Markt für die Firma ist noch immer Deutschland, hier werden 60 Prozent des Absatzes erzielt. Als inhabergeführtes Unternehmen hat der Hersteller auch nur begrenzte Kapazitäten für die Expansion. Dennoch hat Nomos Großbritannien und die USA, aber auch Japan und China ins Visier genommen. >>

Vor allem im Reich der Mitte ist Luxus gefragt – vielleicht auch ein Grund, warum Nomos nun die Manufaktur-Muskeln spielen lässt.

Anfang November stellte Nomos auf der Munichtime im Bayerischen Hof in München die neuen Modelle in je zwei Varianten vor. Ein kluger Schachzug: Diese noch recht kleine Publikumsmesse läuft vor den überlaufenen Super-Shows Baselworld und SIHH, wo die Schweizer Konkurrenz im Frühjahr mit Macht zeigt, was sie kann.

Statt des üblichen Stahlgehäuses darf es jetzt Gold sein: Die Lambda Roségold kostet 12.800 Euro, die Lambda Weißgold 13.800 Euro. Die Lux Weißgold (mit hellblau abgesetztem Zifferblatt) und Lux Weißgold Hell sind für jeweils 14.800 Euro zu haben. Die neuen Top-Modelle bedeuten nicht, dass Nomos die bestehenden günstigeren Linien aufgibt. „Das ist für uns eine Art uhrmacherische Leistungsschau – wir wollen zeigen, was möglich ist“, erläutert Sprecherin Ute Fischer-Graf auf Anfrage von wanted.de: >>

„Diese Uhren sind Haute Horlogerie, ganz besondere Einzelstücke, quasi Sonntagsuhren.“

Konsequente Handarbeit von Nomos

Das erschließt sich auf den ersten Blick nicht, die beiden Modelle sind wie gewohnt spartanisch – das versilberte Zifferblatt könnte kaum schlichter sein. Lambda ist rund, der Durchmesser beträgt 42 Millimeter, die Uhr ist 8,9 Millimeter hoch. Lux ist ein Tonneau, die Maße betragen 40,5 Millimeter mal 36 Millimeter bei ebenfalls 8,95 Millimetern Höhe. Doch innen steckt eine feine Ausstattung mit einigen Spielereien.

Beim Blick ins Uhrwerk durch den Glasboden zeigen sich die Kaliber DUW 1001 (Lambda) und DUW 2002 (Lux), die komplett von der eigenen Forschungs- und Entwicklungsabteilung entwickelt wurden. Beide funktionieren per Handaufzug; genau wie in den Zeiten vor Erfindung der Automatik-Werke müssen sich die Besitzer also ab und an um die Uhren kümmern und sie aufziehen. Doch das nur zwei Mal pro Woche: Beide Werke verfügen über eine stattliche Gangreserve von 84 Stunden, die bei der Lambda auch auf dem Zifferblatt angezeigt werden.

Das Kürzel DUW steht für „Deutsche Uhrenwerke Nomos Glashütte“ – mit diesem neuen Namen will die Firma ihren Anspruch als Hersteller eigener Werke deutlicher nach außen tragen. Verbaut wurden unter anderem eine Schwanenhalsfeinregulierung, das ist vereinfacht ausgedrückt eine Vorrichtung, die für mehr Stabilität in der Unruh sorgt, weil sie diese im Gang fein justiert. Auffällig ist noch der Unruhkloben, das ist das Teil, welches die sich drehende Unruh trägt. Hier ist per Hand eingraviert: „Mit Liebe in Glashütte gefertigt“

Ferner fällt die rhodinierte Dreiviertelplatine mit Sonnenstrahlenschliff auf. Einige Rubine – auf ihnen laufen die Wellen der Zahnräder, synthetische Edelsteine werden deswegen verwendet, weil sie kaum Abrieb haben – sind in verschraubten Goldchatons festgehalten – ein Chaton ist einfach das französische Wort für eine Fassung. >>

Der Design-Prozess für die beiden neuen Uhren erstreckte sich über drei Jahre, doch der Kunde fragt sich wofür, da am Ende doch wieder die bekannte Nomos-Linie heraus kommt: Bei einem schnelleren Denkprozess hätte der Preis bestimmt etwas günstiger ausfallen können. Das Zürcher Studio Hannes Wettstein entwarf die flachen Goldgehäuse; Professor Axel Kufus, Michael Paul und das Nomos-Gestaltungsbüro Berlinerblau in Berlin zeichneten die bleistiftfeinen Zifferblätter, die Zeiger sowie die Armbänder aus feinem, handgenähten Horween Genuine Shell Cordovan – das Band ist also aus nahezu unzerstörbarem Pferdeleder gefertigt.

Die beiden neuen Modelle erreichen in diesen Tagen die Vitrinen der Händler. Die feinen Objekte dürften durchaus auf Zustimmung stoßen, denn sie bedienen die wachsende Nachfrage nach individuellen Meisterwerken von Kunden, die darauf setzen, dass weniger eben mehr ist. Ob Fans edler Uhren aber unbedingt Goldchatons brauchen, die mit Holundermark poliert wurden, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Nicht für jede Situation geeignet

Fazit: Athleten und Menschen mit harten Outdoor-Berufen brauchen sich die neue Linie gar nicht erst anschauen – für sie sind die neuen Uhren viel zu filigran. Doch Männern mit schmalen Handgelenken und auch Frauen dürften die neuen Luxus-Objekte gefallen. Die neuen Zeitmesser passen jedenfalls bestens unter ein feines Hemd und prima zu feinem Zwirn und zum Smoking.

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