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Luxuriös Abschalten im Tempel der Zeit

Luxuriös Abschalten im Tempel der Zeit

23.12.2013, 07:43 Uhr | Frank Lansky

Luxuriös Abschalten im Tempel der Zeit. Im Hotel L'Orologio in Florenz ist teilweise sogar der Fußboden mit Uhren designt. (Quelle: whythebesthotels.eu)

Im Hotel L'Orologio in Florenz ist teilweise sogar der Fußboden mit Uhren designt. (Quelle: whythebesthotels.eu)

Die Auszeit vom Stress ist der höchste Luxus schlechthin. Umso besser, wenn der Abschied vom Alltag in einer der schönsten Städte Europas abläuft - etwa in Florenz. Perfekt wird die Sache in einem Design-Hotel, das den edelsten Uhren der Welt huldigt. Gesagt, getan: Der erfolgreiche italienische Unternehmer Sandro Fratini hat in seiner Herberge L’Orologio den besten Zeitmessern der Welt einen außergewöhnlichen Tempel gebaut. wanted.de hat sich über den stilvollen Palazzo in der Toskana-Metropole informiert.

Foto-Serie mit 15 Bildern

Sie schlugen sich und sie schlachteten sich regelrecht ab: In Florenz bekämpften sich bis zur Renaissance die diversen adligen Familien, ergo verschanzten sie sich in den Geschlechtertürmen. Und als es ihnen zu bunt wurde, sich in den Clan-Burgen zu verstecken, erfanden die Patrizier das blutige Calcio, um sich zu messen. Das brutale Vorläufer-Spiel des Fußballs ist wohl der Grund dafür, warum der vom Catenaccio – dem Mauern – geprägte italienische Fußball auch heute noch so unattraktiv ist. Doch die uralte Medici-Kapitale hat mehr zu bieten - vor allem Kultur.

Hier steht die Zeit still

Firenze erfüllt somit die höchsten touristischen Ansprüche. Und so wundert es nicht, dass sich in dieser uralten Stadt das Hotel L’Orologio dem Thema Zeit widmet – das Haus begeistert Uhren-Fans aus aller Welt.

Die Herberge liegt sehr zentral, direkt gegenüber der berühmten Kirche Santa Maria Novella. Touristen erreichen Dom und Campanile zu Fuß in weniger als fünf Minuten, der Hauptbahnhof ist in der Nähe.

Kleine Ausstellung in der Lobby

Im L’Orologio – das ist das italienische Wort für die Uhr – dreht sich alles um den edlen Zeitmesser am Handgelenk. Vor allem zu den drei Luxus-Marken Rolex, Patek Philippe und Vacheron-Constantin finden sich ständige Referenzen im Hotel – das beginnt bei den Tellern im Restaurant und geht hin bis zu den Wasserhähnen auf den Zimmern, die in der Form von Uhrenkronen der Marke Rolex gestaltet sind.

Die Türdrücker sind in Form der Mercedes-Zeiger von Rolex gehalten, die an den Stern der Automarke erinnern. In der Lobby werden viele alte Modelle und Uhren-Werkzeuge ausgestellt. >>

In der Bar und Smoking-Lounge, die durch den von unten beleuchteten Boden überzeugt, sind Ölgemälde von Uhren aus der Kollektion des Eigentümers ausgestellt – einige seiner Stücke stammen aus den Zwanziger Jahren.

Von der Rifle-Jeans zu Patek Philippe

Hinter dem Projekt steckt ein Mann, der sich alle seine Träume im Leben erfüllt hat: Sandro Fratini steht an der Spitze des Familien-Unternehmens Super Rifle, das sein Geld mit Textilien verdient. Genauer gesagt mit Rifle-Jeans, die dem einen oder anderen Leser auch in Deutschland bekannt sein dürften. Außerdem gehört Fratini die Themenhotel-Gruppe Whythebest. “Unsere Erfahrungen sind sehr positiv”, erläutert Fratini auf Anfrage von wanted.de zum Uhren-Hotel. Seine Passion für Chronografen begann, als der heute Sechzigjährige im Alter von acht Jahren zur Kommunion eine Longines aus Stahl geschenkt bekam. Das war Liebe auf den ersten Blick – und von da an begann Fratini mit dem Sammeln.

Bis heute hat der Unternehmer und Hotelier rund 2000 Uhren gehortet, die Sammlung dürfte mehrere Millionen Euro wert sein. Und den edelsten Stücken huldigt er in seinem mittelalterlichen Palast in Florenz: „Meine Lieblingsmarken sind Patek Philippe, Rolex und Vacheron-Constantin. Besonders bevorzuge ich Patek Philippe, da die Marke das Top-Level der Haute Horlogerie und unerreichte Handwerkskunst repräsentiert”, erläutert Fratini. Und weiter: „Rolex zeigt ein hohes Level an Uhrmacherkunst, auch in der Industrialisierung. Letztlich ist Vacheron-Constantin in Sachen der Herstellungsweise fast vergleichbar mit Patek Philippe.“

Fratini bleibt auch im Palast der Zeit seinen drei Lieblingsmarken treu: Das erste Stockwerk ist Vacheron-Constantin gewidmet, das zweite Rolex und im dritten und vierten Stockwerk erfreut Patek Philippe die staunenden Gäste. Jedes einzelne der 54 Hotelzimmer ist auf ein bestimmtes Modell ausgerichtet. Zimmer 213 beispielsweise ist für die Rolex Dragon Cloisonné aus dem Jahr 1954 reserviert >>

und Raum 301 gehört einer Sonderedition von Patek Philippe, einer Uhr mit Keramik-Zifferblatt und Rubinen mit dem Portrait von König Abdul Aziz al-Saud von Saudi-Arabien.

Tempus fugit – die Zeit eilt

Besondere Ironie: Der Gast wird ständig mit der Uhrzeit konfrontiert, was ihn aber nicht zur Eile antreibt, sondern ihn ganz im Gegenteil dazu bringt, den verbleibenden Aufenthalt besonders sinnvoll zu genießen. Uhren-Fans können sich sogar ein Stück des Flairs mitnehmen und sich im Shop des Hotels auch mit Accessoires eindecken, etwa mit Schals mit dem Aufdruck von Vintage-Uhren oder mit der von Fratini entworfenen Uhr namens L’O, die von der Ore del Mondo von Patek Philippe inspiriert wurde, welche in den Fünfzigern in kleiner Serie gebaut wurde. Die L’O kostet rund 500 Euro. Im Angebot steht außerdem handgefertigte Schokolade in Form von berühmten Uhren-Modellen. Das Konzept geht auf, wie die Bewertung bei Booking.com zeigt: Das rund zwei Jahre alte Hotel erreicht in 290 Stimmabgaben einen Schnitt von 9,1 Punkten – 10 ist der Maximalwert. Das Verdikt heißt also nichts anderes als: „Hervorragend“. Die Preise im Themenhotel, das in den dunklen Erdtönen der Toskana und in Marmor gehalten ist, liegen je nach Saison bei rund 180 Euro pro Zimmer inklusive Frühstück. Nun denkt der Hotel-Pionier, der schon sechs luxuriöse Boutique-Hotels in Florenz betreibt, an die Expansion: Bis Ende 2014 soll ein neuer Tempel der Zeit in Venedig eröffnen. Außerdem hat er ein Haus in Rom an der Piazza Navona geplant, das ist eine ehemalige Arena und einer der schönsten Orte der Jahrtausende alten Metropole. Wo sonst als im ewigen Rom würde ein luxuriöser Tempel der Zeit besser passen…

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