Die klassischen Sportler der Baselworld

01.04.2014, 13:34 Uhr | Frank Lansky, wanted.de

Baselworld 2014. Die Bentley GMT Light Body B04 - groß, aber leicht. (Quelle: Hersteller)

Die Bentley GMT Light Body B04 - groß, aber leicht. (Quelle: Hersteller)

Endlich: Fans von sportlichen Uhren finden immer mehr neue Zeitmesser, die auch zum Anzug passen. Flieger-, Auto- und Taucheruhren werden klassischer. wanted.de hat sich in Basel die interessantesten Modelle angeschaut und mit Marken-Chefs geplaudert. Die Neuheiten der Baselworld 2016 finden Sie hier.

Downsizing ist Trumpf: Zwar geht wegen der Anti-Korruptionskampagne in Peking die Nachfrage zurück; doch Asien im Generellen und China im Besonderen dominiert weiter den Uhrenmarkt. Der buhlt verstärkt um die Kunden dort, denn andernorts scheint die Nachfrage zu sinken.

Gegenwind für die Branche

Presseberichte kursieren über einen krassen Einbruch von über 50 Prozent bei den Stellenangeboten in der Schweizer Uhrenbranche. Zudem wirbt Apple zurzeit offenbar in großem Stil Fachkräfte aus der Schweiz ab, was auf einen in Kürze bevor stehenden Angriff durch Smartwatches schließen lässt. Alles gute Gründe, mit zeitlosen Modellen mehr neue Kunden zu gewinnen. Denn eine Fusion aus Sport und Klassik schont die Geldbeutel der Kunden, die nun nur eine statt zwei Uhren brauchen.

TAG Heuer beispielsweise beschreitet diesen Weg mit der Carrera Calibre 5. Die Uhr ist inzwischen so sparsam und reduziert, dass sie mit ihrer Eleganz kaum noch als Sportuhr durchgeht.

Vintage-Klassik für Sportler

Auch arbeitet die Manufaktur gerade an einem neuen, flacheren Werk namens CH 80, das Kürzel steht für den Ort Chevenez, das Werk verfügt über eine Gangreserve von satten 80 Stunden. Es misst nur 6,5 Millimeter in der Höhe und spart damit etwa drei Millimeter ein. Somit wird auch der Chronograf insgesamt flacher und passt unter das Hemd. Der Name: Carrera Calibre CH80 Chronograph 41 Millimeter. Die ersten Uhren zeigte uns Denis Quimbrot, Vice President für Marketing und Kommunikation, exklusiv im Hinterzimmer.

Tudor, die kleine Schwester von Rolex zeigt auf der Baselworld die Heritage Black Bay. Die Taucheruhr ist mit 41 Millimetern Durchmesser ebenfalls Business-kompatibel. Das Modell geht zurück auf das Jahr 1954. >>

Ebenfalls moderat proportioniert ist die Neuauflage der Omega Seamaster 300 Co-Axial, die uns Präsident Stephen Urquhart im Omega-Pavillon vorstellte. Die Taucheruhr ist viel zu schade zum Tauchen. Das Kaliber 8400 ist antimagnetisch. Der Preis für die Stahl-Version beginnt bei 5500 Franken, die Top-Version in Platin kostet 60.000 Franken.

Weltneuheit von Omega

Und dann überraschte uns der Konzernchef mit einer Top-Neuheit: Die Speedmaster Lunar Dust zog uns sofort in ihren Bann. Denn sie bildet eine famose Kombination aus grauer Keramik für Gehäuse und Lünette und einem Zifferblatt in Platin. Womit Omega genau den Nerv der Zeit trifft, denn sehr viele neue Uhren auf der Baselworld zeigen sich in der gesetzten Farbfamilie Silber – also in Stahl, Carbon, Platin oder Titan. Eine weitere gelungene Fusion aus Sport und Klassik ist die Bentley GMT Light Body B04. Britischer Chic für Menschen die viel Reisen und eine zweite Zeitzone benötigen. Der drehbare Höhenring trägt die Namen von 24 Städten. Die Einstellung der Zeitzone lässt sich über einen Zug der Krone verändern, so kann die angezeigte  Zeit in Stundenschritten vor- oder zurückgedreht werden, ohne die präzise Minuteneinstellung zu beeinträchtigen.

Breitling-Vize-Chef Jean-Paul Girardin stellte uns einen neu interpretierten Klassiker vor, der sich wieder stärker an die Anfänge anlehnt – doch bei der Größe geht er gegen den Trend. Die neue Navitimer 01 hat statt einem 43 Millimeter großen nun ein 46 Millimeter großes Edelstahlgehäuse, in dessen Innerem das Automatikkaliber B01 den Takt angibt. Auf der Rehaut befindet sich der Rechenschieber, der geriffelte Rand der Lünette lässt eine Bedienung in Pilotenhandschuhen zu.

Bei Breitling bekamen wir außerdem eine Weltneuheit zu Gesicht. Während unseres Interviews fiel uns eine ganz neue Uhr am Arm von Girardin auf – ein brandneuer Prototyp. >>

Der Name Cockpit B 50 – und die ist wirklich futuristisch. "Die Uhr wird vom ersten inhouse entwickelten Breitling Elektronik-Werk angetrieben, im dunkelgrauen Gehäuse blinken die Ziffern jedesmal dann auf, wenn sich die Uhr im Winkel von 30 Grad neigt", erläuterte Girardin.

Retro-Flieger von Zenith

Auch Zenith bleibt den Flieger-Uhren treu, setzt aber ebenfalls gegen den Größen-Trend. Wir sind begeistert von der Pilot Montre d’Aéronef Type 20 GMT 1903. Im Pavillon erläuterte Konzernchef Jean-Frédéric Dufour im Gespräch mit wanted.de die Details: "Die 1903 besitzt ein Band aus geöltem Leder, wird es zerkratzt, lässt sich der Makel ganz leicht wieder heraus polieren. Auf der Rückseite ist der erste Flug der Wright-Brüder eingestanzt – und zwar in enorm hoher Auflösung." Die Uhr ist also eine Hommage an die Brüder Wilbur und Orville Wright aus Dayton in Ohio, denen am 17. Dezember 1903 der erste Flug gelang. Zenith war übrigens als Instrumenten-Hersteller stets der Fliegerei verbunden. Das Gehäuse besteht aus einem Carbon-beschichteten Titan-Gehäuse und misst 48 Millimeter Durchmesser. Der Contograf von Eberhard & Co. weist ebenfalls zurück in die Zukunft: Das Ur-Modell wurde 1960 vorgestellt, worauf die Bicompax-Anordnung noch hindeutet. Auch diese Uhr eignet sich sowohl für den Sport als auch für das Büro. Fazit: Die wichtigsten Kunden für die Schweizer Uhrenbranche bleiben Käufer aus Nippon, Indien oder aus dem Reich der Mitte. Und die wissen genau, was sie wollen: Kleinere Uhren. Eine neue Bescheidenheit wurde auch schon auf der SIHH konstatiert. Die westliche Welt bevorzugt weiter den Vintage-Trend. Darauf haben sich die Hersteller eingestellt, sie fusionieren beides und rücken mit Sportmodellen in Richtung zeitlose Klassik. Die interessantesten Uhren haben wir für Sie in unserer Fotoshow zusammengestellt.

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