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Rasante Uhren im Herbst

Rasante Uhren im Herbst

10.09.2014, 19:37 Uhr | wanted.de - Frank Lansky

Rasante Uhren im Herbst. Sportlich präsentiert sich die El Primero Stratos Flyback Rainbow von Zenith. (Quelle: Hersteller)

Sportlich präsentiert sich die El Primero Stratos Flyback Rainbow von Zenith. (Quelle: Hersteller)

Aufregend und auch elegant – so sportlich sind die neuen Zeitmesser. Während einige Hersteller schnittige Auto- und Flieger-Uhren anbieten, setzen andere auf Modelle, die jederzeit passen und mixen die Stile.

Die kühle und graue Jahreszeit steht vor der Tür – wie wunderbar, denn damit passen viele der neuen Uhren-Modelle, die in diesen Tagen in die Läden kommen, avisiert wurden oder gerade eingetroffen sind, bestens. Denn die Neuen sind grau oder schwarz, machen aber auch an sonnigen Tagen eine gute Figur. Was sich auf der SIHH im Januar und auf der Baselworld im März angekündigt hat, wird nun in den Schaufenstern wahr: Bling-Bling bleibt zum Glück out, edles Understatement ist Pflicht für den Gentleman. Nur wenige sind super-sportlich.

Die Uhr zum Rennwagen

Dazu gehört beispielsweise Chopard: Im Sommer vorgestellt und im Oktober mit Spannung im Handel erwartet ist die Chopard Superfast Chrono Porsche 919 Edition. Im Juni kehrte Porsche nach längerer Abwesenheit zu den "24 Stunden von Le Mans" zurück. Trotz eines engen Rennens landeten die Zuffenhausener am Ende nur auf dem 4. Platz.

Chopard widmete Porsche eine eigene Uhr – sie soll an den Porsche 919 Hybrid erinnern und natürlich wird die recht große Serie in einer Menge von 919 Exemplaren aufgelegt. Der Preis für die Uhr liegt inoffiziellen Marktschätzungen zufolge bei knapp 10.000 Euro. 

Nicht nur für Flieger geeignet

Die sportlichste aller aktuellen Neuerscheinungen ist die El Primero Stratos Flyback Rainbow, sie ist schon seit Mai erhältlich. Der Urahn stammt aus dem Jahr 1997, als die Manufaktur eine Armbanduhr für die französische Luftwaffe entwarf. Das französische Verteidigungsministerium hatte hohe Anforderungen gestellt: Die Neuentwicklung musste Beschleunigungen von 9 bis 11 G aushalten sowie plötzliche Druck- und Temperaturschwankungen, Erschütterungen und Magnetfelder. Außerdem mussten die Piloten die Uhr natürlich leicht ablesen können. Die neue Stratos Flyback Rainbow bietet zum einen die schon im Namen enthaltene Flyback-Funktion: Das heißt, dass der Sekundenzeiger in der Zeitmessung mit nur einem Druck auf Null

zurückgestellt werden kann; beim Loslassen beginnt sofort eine neue Zeitmessung. Bei herkömmlichen Uhren muss erst die Messung gestoppt und dann der Zeiger über einen zweiten Druck zurückgestellt werden, mit einem dritten Druck beginnt die neue Messung. Der Preis: 6100 Euro.

Futuristisch und Retro zugleich

Gehen wir zu den Uhren über, die auf die Fusion der Stile setzen. Da der Uhrenmarkt in China durch die anhaltende Anti-Korruptionskampagne der Regierung in Peking weiter gebremst wird und weil inzwischen viele Russen aus Protest gegen die Ukraine-Sanktionen des Westens weniger Uhren aus dem Westen kaufen, setzen viele Hersteller auf eine Uhr, die für alles passt.

Einen interessanten Spagat zwischen futuristischem Design und Vintage-Stil wagt die seit 2006 bestehende kleine Manufaktur Mecchaniche Veloci mit ihrem Chrono-Driver. Das Gehäuse der Uhr ist für sich genommen eine Retro-Produktion, die an Zeitmesser aus den 50ern erinnert: Aufgeräumt, übersichtlich und dank der Tricompax-Anordnung der Totalisatoren auf 3, 6 und 9 auch in sich stimmig. Sehr auffällig ist die Anordnung der Drücker oben über der 12 – im Uhren-Jargon haben wir es also mit einer Bullhead zu tun. Die Preisspanne für die Uhr bewegt sich zwischen rund 3900 und 4700 Euro.

Sportlich auf Reisen

Reise-Uhren sind normalerweise besonders zurückhaltend, weil sie zum einen an eine kaufkräftige Klientel veräußert werden, die normalerweise Business Class fliegt; zum anderen müssen solche Uhren eine Menge Zeitzonen auf dem kleinen Zifferblatt unterbringen. Anders die Girard-Perregaux Traveller WW.TC Titanium DLC. Die monochrome, tiefschwarze Uhr – auch hier wurde das diamantharte Carbon aufgedampft – könnte auf den ersten Blick für eine Rennfahrer-Uhr durchgehen.

Der mit sechs Schrauben fixierte Boden ist mit einem Safirglasfenster ausgestattet, das den Blick auf das Automatikkaliber GP03300 freigibt, eine komplette Inhouse-Produktion von Girard-Perregaux. Das Uhrwerk besteht aus 476 Komponenten und bietet 46 Stunden Gangreserve. Für diese Uhr dürfen Sie rund 17.000 Euro investieren.

Understatement plus Sport

Ist das jetzt eine sportliche Uhr? Natürlich nicht - die Omega Speedmaster Mark II Rio 2016 Limited Edition ist elegant durch und durch. Oder doch: Dieser Nachfahre der legendären "Speedy", die als erste und bislang einzige Uhr auf dem Mond war, ist natürlich hart im Nehmen. Egal: Die Sonderausgabe der Speedmaster Mark II erinnert mit den Ringen ihrer Totalisatoren an den Geist von Olympia – sie sind in Gold, Silber und Bronze gehalten. Zudem wurde das Logo Rio 2016 auf dem Boden eingeprägt. Und passenderweise wird es genau 2016 Stück von der Uhr geben. Interessierte Olympioniken können sich die Uhr für 4800 Euro zulegen.

Reduktion in Anthrazit

Noch schlichter geht es weiter: Die Jean Richard Aeroscope hat uns durch ihre Größe und Übersichtlichkeit, aber auch durch ihre Sachlichkeit überzeugt. Die Manufaktur hat die Linie mit dem neuen Zeitmesser mit großem Sekundenzeiger ergänzt. Die neue Aeroscope ist  in zwei Gehäuse-Varianten und fünf Zifferblattausführungen erhältlich. Das Gehäuse ist aus Titan gefertigt und dadurch extrem leicht, die Uhr ist entweder mit sandgestrahltem Titan oder DLC-beschichtet zu haben, die Abkürzung steht für Diamond-Like Carbon. Diese Uhr ist mit 3750 Euro gepreist. Fazit: Der Uhren-Herbst wird grau, schwarz oder stählern, auf jeden Fall schnittig. Einen Überblick über die rasantesten neuen Zeitmesser finden Sie in unserer Fotoshow.

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