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Der Fight Club zum Nachmachen


Fight Club - Frust abbauen mit Anstand und Respekt

Marc Reisner - wanted.de

06.01.2015Lesedauer: 4 Min.
Qualitativ geprüfter Inhalt
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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Kampfsportarten mit Anstand und Respekt vor dem Gegner helfen beim Frustabbau.
Kampfsportarten mit Anstand und Respekt vor dem Gegner helfen beim Frustabbau. (Quelle: stroopsmma/Flickr)
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Frust und Aggressionen abbauen im Ring – machen es möglich. Vor allem Mixed Martial Arts (MMA) sind das optimale Ventil für aufgestautes Testosteron. Nach dem Kinofilm "Fight Club" folgten TV- und Hallenverbote – jetzt etabliert sich MMA als seriöser Sport. wanted.de. erklärt, wie auch Sie in den Kampfkäfig kommen.

Ein Satz aus dem Kodex des "Fight Club" sagt eigentlich alles: "Die Kämpfe dauern, so lange sie dauern müssen." Im Klartext: Es geht nicht um Sieg oder Niederlage, sondern um den Kampf an sich, um die kathartische Wirkung. Gibt’s das auch in Deutschland? Logisch – allerdings nicht im Fernsehen, die TV-Ausstrahlungen wurden 2010 verboten. "Zu brutal", hieß es. Doch für die Veranstaltungsreihe "We love MMA" stehen die Termine bis Ende 2015 fest, die Konkurrenz startet am 30. Januar 2015 mit "Age of Cage 4" ins neue Kampfjahr.

Shorts und dünne Handschuhe

MMA steht für Mixed Martial Arts, einem Kampfstil, der Elemente aus Boxen, Jiu-Jitsu, Judo, Karate, Ringen, Kickboxen und Taekwondo vereint. Selbst wenn der Gegner schon am Boden liegt, darf er noch getreten und geschlagen werden. Die Kämpfer tragen Shorts und dünne Handschuhe, die die Finger frei lassen. So können die Kontrahenten im Ring sich greifen. >>


Der Fight Club zum Nachmachen

Der Ring, aus dem die Träume sind: In solchen Käfigen treten zum Beispiel die Kämpfer in den USA an. Termine auf www.mixedmartialarts.com.
Der Film "Fight Club" von 1999 mit Brad Pitt und Edward Norton spielte weltweit rund 100 Millionen US-Dollar ein. Auf Blu-ray kostet er rund neun Euro, freigegeben ist er ab 18 Jahren.
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Klingt brutal? So schlimm es manchmal aussieht – schließlich fließt nicht selten Blut -, richtig übel geht es selten ab. Schwere Verletzungen sind die Ausnahme. Außerdem bekommen die Fighter weniger Kopftreffer ab. Und wer einmal vor jubelnden Zuschauern in den Käfig geklettert ist und den enormen Adrenalinschub spürt, der kommt wieder.

Doch der Beginn einer Kämpfer-Karriere ist weniger spektakulär. "Anfänger schaue ich mir genau an, um ihnen den besten Weg in den Kampfsport aufzuzeigen", sagt Marco Knöbel. Der 31-Jährige ist erfahrener Sportler und Trainer und besitzt die Kampfsportschule MFFC in Donaueschingen.

Kämpfen mit Anstand

Wer neu ist, muss zunächst Grundsätze verinnerlichen, in denen es auch darum geht, mit Anstand und Respekt gegenüber dem Gegner aufzutreten. Knöbel: "Wer sich prügeln will, sucht sich besser eine Schlägerei auf der Straße – bei uns hat er nichts verloren." Tritt ein Schüler zu aggressiv auf, wird er belehrt. >>

Greift er sich auch danach noch stets schwächere Gegner oder schlägt er unnötig hart zu, fliegt er. "Hatten wir schon mal", bestätigt Knöbel.

Einsteiger werden gut vorbereitet

Geeignet ist MMA für fast jeden Einsteiger. Natürlich fühlt der eine oder andere sich bei einem weniger kontaktbetonten Kampfstil wohler. Aber die meisten wollen sich durchaus mit Gegnern messen. Wenn die wichtigsten Techniken sitzen, geht’s mit dem Sparring los.

Dabei werden die Schüler auch darauf vorbereitet, wie es ihnen bei einem möglichen echten Kampf ergeht. "Wir bereiten sie darauf vor, was mit ihrem Körper passiert, wenn sie – voll Adrenalin – in den Ring klettern. Wie gehen sie damit um, wenn sie erste harte Schläge einstecken müssen? Was hat die Anspannung im Kampf für Folgen? Wie können sie sich zum Beispiel am Boden liegend aus der Defensive wieder herauskämpfen?", so Knöbel. Ein Kampf sei psychologischer Stress. Und der endet nicht immer mit dem Kampf. Für manchen ehrgeizigen Kämpfer sei es ein echtes Problem, wenn er seine erste Niederlage einstecken müsse.

Kampfsport ist Ausgleich zum Alltagsstress

Damit der erste Fight nicht im Desaster endet, wählt Knöbel Anfängerturniere für seine Schützlinge aus, in denen sie auf ebenfalls wenig erfahrene Gegner treffen. Grundsätzlich wollen 95 Prozent seiner Schüler ihre Kräfte im Duell Mann gegen Mann messen. Knöbel: "Ist doch klar: Wenn jemand in seinem beruflichen Alltag Frust aufbaut, dann ist Kampfsport ein guter Ausgleich. Ein Vertreter, der die ganze Woche auf einer Messe unterwegs ist und höflich und freundlich sein muss, obwohl er sich ärgert, kann sich dann beim Pratzentraining oder im Kampf abreagieren und aufgestautes Testosteron abbauen." >>

Nicht immer allerdings klettern Kampfeslustige auch wirklich in den Käfig. "Ärzte oder Außendienstler oder Leute, die in einer Bank arbeiten, müssen oft aufpassen, dass sie kein Veilchen oder sonstige sichtbare Blessuren davontragen – das lässt sich nicht mit ihrem Job vereinbaren."

Zuschauen vermittelt nicht den richtigen Eindruck

Wer Lust hat, ebenfalls in den Ring zu steigen, muss zunächst eine passende Kampfsportschule finden. Sie sollte gut erreichbar und nicht allzu teuer sein. Natürlich muss sie den passenden Kampfstil anbieten. Gut ist es, wenn der Trainer selbst erfolgreicher Kämpfer ist. Als erster Schritt steht dann mindestens ein Probetraining auf dem Programm. Zuschauen allein vermittelt nicht immer den richtigen Eindruck. Und schließlich muss auch das Gefühl stimmen – der Trainer passt, die Stimmung bei den anderen Schülern ist gut, das Ambiente angenehm. Dann kann’s losgehen.

Impressionen von Training und Kämpfen sehen Sie in unserer Fotoshow. Als Orientierungshilfe hat wanted.de ein paar Kampfsportschulen (Dojos) zusammengestellt:

MFFC, www.mff-club.de, Donaueschingen; Mixed Free Defence, Mixed Martial Arts, Brazilian Jiu-Jitsu, Thai-Kickboxen, Boxen

Impact Sport & Fight Academy, www.impact-fightacademy.de, München; Boxen, Kickboxen, Thaiboxen, MMA, Capoeira

Nordisch Fight Club, www.nordischfightclub.com, Hamburg; Boxen, Thaiboxen, Wrestling, MMA

Home of Defense, www.homedefense.com, Dortmund; Krav Maga, MMA, Selbstverteidigung

Combat Club Cologne, www.combatclubcologne.de, Köln; MMA, Boxen, Thaiboxen, Luta Livre

MMA Berlin, www.mma-berlin.de, Berlin; MMA, Kickboxen, Thaiboxen, Grappling

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