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Unfall auf der Skipiste: Wer zahlt, wenn Kinder schuld sind?

Unfall auf der Skipiste: Wer zahlt, wenn ein Kind schuld ist?

02.01.2013, 09:39 Uhr | bp (CF)

Ein Unfall ist auf der Skipiste schnell passiert: Einmal zu schnell unterwegs oder nicht auf Sicht gefahren, droht der Zusammenstoß mit anderen Wintersportlern, einem Fahrzeug oder einem Gegenstand am Pistenrand. Doch wer zahlt die Folgekosten, wenn der Unfallverursacher ein Kind ist?

Haftung hängt von Alter und persönlicher Reife ab

Grundsätzlich obliegt die Haftung der Aufsichtsperson. Damit sind in der Regel die Eltern gemeint, die eine gesetzlich auferlegte Aufsichtspflicht haben. Ist das Kind zum Unfallzeitpunkt mit der Lerngruppe der Skischule unterwegs, obliegt jene Aufsichtspflicht wiederum dem Begleiter oder Skilehrer. In diesem Zusammenhang ist die Haftung also relativ eindeutig geregelt. Wurde der Aufsichtspflicht in vollem Umfang Folge geleistet, wird es für den Geschädigten kritisch: Ist das unfallverursachende Kind nicht älter als sieben Jahre, bleibt er in der Regel auf dem Schaden sitzen.

Bei Kindern zwischen dem siebten und dem 17. Lebensjahr hängt die Haftung von der „persönlichen Entwicklung und Reife“ ab. Beispiel: Ein Ski-Anfänger, der an einer unübersichtlichen Stelle der Skipiste zu schnell fährt, wird nicht für den Schaden einstehen müssen – ein nachweislich skierfahrenes Kind hingegen schon. Wie „persönliche Reife“ letztendlich ausgelegt wird, ist oftmals Gegenstand der richterlichen Würdigung. (Pistenraupe: Das richtige Verhalten von Skifahrern)

Eltern haften bei Verletzungen ihrer Aufsichtspflicht  

Ganz anders sieht die Situation bei einem Unfall aus, wo die Kinder nachweislich unbeaufsichtigt unterwegs waren: Wenn Sie als Elternteil das Kind auf eigene Faust von der Skipiste abkommen oder einfach nur zu weit vorausfahren lassen, könnten Sie im Falle eines Unfalls haftbar gemacht werden. Der Unfallgeschädigte muss in einem solchen Fall die Aufsichtspflichtverletzung nachweisen, was sich allerdings häufig sehr schwierig bis unmöglich gestaltet.

Die Entscheidung wäre in einem solchen Fall von Zeugenaussagen abhängig zu machen. Für Aufsichtspersonen – für Eltern genauso wie für Kinderbetreuer und Skilehrer – gilt: Je jünger das Kind und je geringer die Erfahrung mit dem Skifahren, desto genauer müssen sie auf der Skipiste hinschauen. (So finden Sie die richtigen Skischuhe)

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