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Tauchreisen: Wie kommen Sie zum Tauchschein?

So kommen Unterwasser-Fans zum Tauchschein

22.05.2013, 16:16 Uhr | srt

Tauchreisen: Wie kommen Sie zum Tauchschein?. Tauchen im Meer. (Quelle: Tahiti Tourisme )

Die Unterwasserwelt ist faszinierend. Um entspannt abtauchen zu können, braucht es aber etwas Übung. (Quelle: Tahiti Tourisme )

Der faszinierenden Unterwasserwelt können sich nur wenige entziehen. Bunte Fische, farbenprächtige Korallen oder Schiffswracks vor kargen Felsen treiben Taucher überall auf der Welt ins Wasser. Bis man jedoch sicher und entspannt abtauchen kann, ist etwas Übung und ein ein Tauchschein erforderlich - und dann kann es losgehen zu spannenden Tauchreisen an exotischen Orten! Wie man einen Tauchschein bekommt, erklären wir hier Schritt für Schritt.

Foto-Serie mit 5 Bildern

Tauchen lernen - daheim oder im Urlaub

Wer im tiefblauen Meer zwischen Riffbarschen, Wimpelfischen und farbenprächtigen Korallen schwebt, der kann sich kaum satt sehen. Das ist wie ein großes Unterwasserkino. Denn was sind schon bunte Bilder im Buch, Internet oder Fernsehen gegenüber einem Live-Erlebnis wie im Roten Meer oder in der Karibik.

Aber um faszinierende Unterwasserwelten hautnah zu erleben, muss man mit Druckluftflaschen tauchen. Das heißt: Urlauber, die mehr als nur ein bisschen schnorcheln möchten, brauchen eine detaillierte Einweisung in Technik und Verhalten unter Wasser - sowohl theoretisch als auch praktisch. Die häufig in Küstenorten oder bei Tauchclubs angebotenen Schnuppertauchkurse reichen dazu nicht aus. Wir sagen Ihnen, worauf man bei Tauchreisen achten soll.

Die Tauchschule sorgfältig auswählen

"Ohne Einsteiger-Tauchschein darf bei verantwortungsvollen, seriösen Tauchstationen niemand ins tiefe Wasser", erklärt Fred Schneidewind, Tauchlehrer-Ausbilder bei SSI Scuba Schools International. Die Grundausbildung zum "Open Water Diver" ist zwar nicht einheitlich, aber die Tauchscheine (auch Brevets genannt) der großen internationalen Tauch-Organisationen - etwa PADI, CMAS, SSI und NAUI - werden weltweit anerkannt.

Während das Brevet am Urlaubsort meist in nur wenigen Tagen eingepaukt wird, kann man sich zu Hause mehrere Wochen dafür Zeit lassen. Zur Vorbereitung steht das theoretische Wissen über Tauchzeichensprache, Erste Hilfe, Sicherheitsregeln und vieles mehr kompakt im Internet zur Verfügung. Der Grundkurs dauert insgesamt rund 30 Stunden und kostet je nach Tauchschule und Tauchrevier zwischen 200 und 500 Euro inklusive Leihausrüstung.

ABC der Tauchausrüstung

Nach der Theorie geht es zuerst für einige Tauchgänge ins Schwimmbad oder in den Hotelpool, danach erfolgt die mehrtägige Freiwasserausbildung. Die teure Tauchausrüstung mit Druckluftflasche, Neoprenanzug, Tarierweste, Atemregler, Luftmessinstrument, alternativer Luftversorgung und Tauchcomputer können Einsteiger günstig bei der Tauchschule ausleihen. Wer sich alles selbst anschaffen möchte, der muss ohne Flaschen mit mindestens 1500 Euro rechnen. "Die ABC-Ausstattung mit Maske, Schnorchel und Flossen sollte jeder selbst haben - schon wegen der Passform und Hygiene", empfiehlt Tauchexperte Fred Schneidewind.

Statistisch gesehen ist Tauchen sicherer als viele andere Sportarten. Bevor es ins Wasser geht, verlangen die meisten Schulen und Tauchstationen allerdings eine Tauchtauglichkeitsuntersuchung. Die kann - juristisch gesehen - in Deutschland jeder Arzt vornehmen; allerdings empfiehlt sich der Gang zum Spezialisten mit Zertifizierung durch die Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin (GTÜM, www.gtuem.org).

Wann ist Tauchen gesundheitsschädlich?

"Im Grunde genommen kann fast jeder gesunde Mensch tauchen, wenn er problemlos einen Druckausgleich zwischen Rachen und Mittelohr machen kann. Einschränkungen oder Ausschluss gibt es jedoch unter anderem für Menschen mit Vorerkrankungen an Herz und Lunge, für Diabetiker und stark Übergewichtige", erklärt dazu Christian Heiden, Vorsitzender des Verbandes deutscher Druckkammerzentren. Eine Tauchtauglichkeitsuntersuchung dauert etwa eine Stunde und kostet rund 100 Euro. Es ist sinnvoll, die Tauchtauglichkeitsuntersuchung nach zwei bis drei Jahren zu wiederholen und ab dem 40. sowie unter dem 18. Lebensjahr jährlich zu machen.

Wer schließlich nach erfolgter Tauchscheinprüfung im Urlaub abtauchen möchte, bucht sich ein Pauschalpaket bei einem Tauchreiseveranstalter oder sucht sich eine Tauchstation am Ferienort und kontaktiert diese am besten schon vor Reiseantritt. Hilfestellung geben dazu die heimischen Tauchschulen, meist mit Tipps zur Anreise und Unterkünften (Verband deutscher Sporttaucher, www.vdst.de). Aber ob im Bodensee oder im Mittelmeer, ob im Edersee oder in der Karibik - die Sicherheit sollte stets an erster Stelle stehen. Deshalb gilt überall die eiserne Regel: Tauche nie alleine!

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