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Oktoberfest in München: Strenge Sicherheitsvorkehrungen

Oktoberfest in München - so sicher wie nie?

15.09.2010, 10:44 Uhr | dpa

Oktoberfest in München: Strenge Sicherheitsvorkehrungen. Oktoberfest in München: strenge Sicherheitsvorkehrungen (Foto: dpa)

Oktoberfest in München: strenge Sicherheitsvorkehrungen (Foto: dpa)

Betonstelen, Absperrungen, Videokameras und hunderte Polizisten - mit einem Bündel von Maßnahmen will München für Sicherheit auf dem Oktoberfest sorgen. "Wir haben uns elf Monate vorbereitet und sind froh, wenn es jetzt losgeht", sagte der Münchner Polizeivizepräsident Robert Kopp. Rund 300 Beamte werden auf dem Oktoberfest-Gelände unterwegs sein und bis zu 200 weitere im Umkreis. 17 Videokameras zeichnen das Geschehen auf dem größten Volksfest der Welt auf, das in diesem Jahr sein 200-jähriges Bestehen feiert und am Samstag eröffnet wird.

Die strengsten Sicherheitsvorkehrungen in der Geschichte der Wiesn

"Die Münchner Sicherheitsbehörden sind gut vorbereitet", sagte Kreisverwaltungsreferent Wilfried Blume-Beyerle. Eine hundertprozentige Sicherheit könne es jedoch nicht geben. "Wir haben keine konkreten Hinweise auf irgendwie geartete Anschlagsplanungen", sagte Kopp mit Blick auf Drohungen des Terrornetzwerkes Al-Kaida gegen Deutschland im vergangenen Jahr. Es gebe aber auch diesmal eine "abstrakte Gefährdungslage". Im Umkreis von 3,7 Kilometern herrscht zur Wiesn-Zeit Flugverbot. 50 Betonstelen, als Litfaßsäulen beklebt, sollen verhindern, dass mögliche Attentäter mit einem Auto auf das Gelände rasen. Drei Sperrgürtel wird es insgesamt geben, für den Verkehr sind die Straßen rund um die Wiesn gesperrt, selbst Taxis können nicht direkt heranfahren.

Betretungsverbote für 57 potenzielle Gewalttäter

Eine Überfüllung des Wiesn-Geländes sei kein Thema, könne aber auch nur schwer verhindert werden, sagte Blume-Beyerle mit Blick auf die Katastrophe von Duisburg. Eine mögliche Maßnahme sei es, die U- Bahn durch die Station am Oktoberfest fahren zu lassen, wenn der Bahnhof überfüllt ist. Einen Zaun um die Wiesn wie früher einmal vorgeschlagen lehnte Blume-Beyerle strikt ab. "Es gibt keine Möglichkeit - Gott sei Dank gibt es keine Möglichkeit - die Wiesn abzusperren." Ein Zaun würde nämlich auch bedeuten, dass die Menschen im Gefahrenfall nicht fliehen könnten. Kopp warnte auch vor Schlägereien. "Wenn es nötig ist, werden wir die erhitzten Gemüter sehr schnell zum Abkühlen bringen." Schon jetzt seien Betretungsverbote für 57 potenzielle Gewalttäter und Taschendiebe ausgesprochen worden, und es könnten noch mehr werden. Besucher rief er auf, Dieben keine Gelegenheit zu bieten.

Weitere Information:

Das diesjährige Oktoberfest findet vom 18. September bis zum 4.Oktober statt.
Unter www.oktoberfest.de finden sich nicht nur Informationen rund um die Wiesn, sondern auch lustige Apps für das iPhone zum Download, zum Beispiel ein Wiesn-Wörterbuch, Bestell-Helfer und Promille-Rechner.
Fremdenverkehrsamt München: www.muenchen.de

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