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Mallorcas Buchtenwunder

Hans-Werner Rodrian/srt

30.07.2012Lesedauer: 4 Min.
Portopetro auf Mallorca.
Portopetro auf Mallorca. (Quelle: imago-images-bilder)
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Auch der jahrzehntelange Tourismus hat dem einstigen Fischerort Portopetro an Mallorcas Ostküste seinen Charme nicht geraubt. Wir zeigen seine wunderschönen Buchten in unserer Foto-Show.

Hippie-Mode aus dem VW-Bus

Nachmittags um 17.30 Uhr: Die größte Hitze ist vorbei, Händler und Landwirte bauen unter den Pinien am kleinen Hauptplatz von Portopetro einen winzigen Markt auf. Der eine breitet Artischocken und Paprika aus, der nächste Fleur de Sel vom nahen Strand Es Trenc. Links gibt es Selbstgebasteltes, rechts Bio-Sobrasada, so heißt die typische Mallorquiner Landwurst. Nebenan verkauft die Boutique Pocapoco Hippie-Mode aus einem alten VW-Bulli.

Die Perlenkette Mallorcas

Von Hektik keine Spur. Viele der Anbieter sind schon zwanzig und mehr Jahre da, die meisten kamen ursprünglich selbst als Urlauber auf die Insel und blieben dann an diesem hübschen Flecken hängen. Insel-Liebhaber bezeichnen die Ostküste als Perlenkette Mallorcas. Schließlich läuft dort das bäuerliche Hinterland mit seinen vielen grünen Mandelbäumen flach in eine kleine Sandbucht neben der anderen aus. Und dort, wo diese Küste besonders rustikal gegliedert ist, liegt Portopetro. Wie die Zweige eines knorrigen Weinstocks schieben sich drei kurze Fjorde ins Land. Am Ende des Haupttriebs gruppieren sich ein paar Häuser, ein Supermarkt, diverse Ferienvillen. Dazwischen schiebt sich der putzige kleine Fischer- und Sportboothafen ins Land. An die Hafenkante haben Cafés und Kneipen Stühle und Tische gestellt.

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Küstenwege als Attraktion

Immer schmaler wird die Uferpromenade, schließlich führt sie treppauf, treppab nur noch über Holzplanken. Eine Katze schmiegt sich auf den warmen Stein. Während direkt unter dem Spaziergänger die Wellen rauschen, schaukeln Boote auf dem Wasser, und über den Bergen geht langsam die Sonne unter. Die vielen Küstenwege: Sie sind eine Hauptattraktion von Portopetro. Einer führt vor zum Leuchtturm, mit kurzer Kletterei über die Uferfelsen oder wahlweise hinter der Reihe von Ferienvillen auf der verschlafenen Straße Avinguda de sa Torre. Ganz vorn erreicht man in beiden Fällen die wind- und wellenumtoste Fels-Sitzgruppe unter dem Leuchtfeuer. Meterhoch spritzt dort das Wasser - ein Kraftplatz.

Hotel als Zeichen des Zeitgeistes

Ein halbes Dutzend Teenager kraxelt dort gerade herum. Sie spielen GPS-Cashing, eine Art moderne Schnitzeljagd mit dem Handy. Es ist eine Gruppe von Jugendlichen aus dem nahen Hotel, das die ganze Halbinsel westlich des Dorfs einnimmt. An der Ferienanlage lässt sich gut die Entwicklung von Portopetro und irgendwie auch die der ganzen Region festmachen. In den 70ern als einfacher Club Med erbaut, machte die Mallorquiner Hoteliersfamilie Blau 2005 ein weitläufiges Fünfsternehotel daraus. Seit diesem Jahr läuft die Anlage als "Puravida".

Über das Wasser laufen

Es ist früh um acht. Simone Schmidt lädt zum "Sonnengruß" auf die saftig grüne Wiese vor dem Romantikrestaurant "First Date". Von unten schimmert blau die Bucht, während ein gutes Dutzend Gäste brav die Figuren der Yoga-Lehrerin aus dem Erzgebirge nachmacht, bevor alle zusammen zum Frühstück abziehen und dort unter anderem sieben verschiedene Joghurts und gebackene Ananas probieren können. An Unterhaltung mangelt es nicht. Vormittags trifft man sich zum Zumba-Workout mit Julian, nachmittags zum Stand-up-Paddling mit Manolo. Der steigt zielsicher mit Shorts und Hemd aufs Board und fällt tatsächlich auf der ganzen Strecke rund um die Halbinsel bis zum Dorf nicht ins Wasser. Doch auch seine Zöglinge lernen schnell, wie man auf den Surfbrettern übers Wasser läuft.

Hinter dem Betonklotz wartet ein bildhübscher Strand

Samstagvormittag: Die Animationstruppe des Hotels, die hier "Experience Management" heißt, bietet eine Fahrradtour zum Markt nach Santanyi an. Und natürlich badet man auf dem Rückweg im Naturpark Cala Mondragó mit seinen bilderbuchschönen Pinienstränden und dem glasklaren Wasser. Eine kleine Gruppe aber hat sich abgemeldet und radelt weiter zur Cala Santanyi, einem weiteren Prachtstück des Buchtenwunders an Mallorcas Ostküste. Dort lässt sie sich auch nicht abschrecken von zwei Hotelklötzen an der Straße. Denn dahinter breitet sich ein bildhübscher Strand mit türkisfarbenem Wasser aus. Rechts lockt eine kleine Seitenbucht mit Fischerhäusern fast wie in den Kykladen.

Muscheln zum Niederknien

Das Ziel der kleinen Gruppe aber ist ein unscheinbares Restaurant: die Cafeteria Drac. Ihr Besitzer Paul Wuttke (61) kommt aus Pretzfeld in Oberfranken und war Bildhauer, bis seine spanische Frau mit dem schönen Vornamen "Amor" Heimweh verspürte. Heute kocht Wuttke, wie er früher Skulpturen meißelte: mit Inbrunst. Die Kräuter sammelt er zum großen Teil selbst. Und für die gebratenen Muscheln hat er ein Jahr lang getüftelt, bis wirklich alles passte. Zum Niederknien ist auch seine Nudelsauce: Die nennt er zwar seinen Kunden zuliebe "bolognese". Aber sie duftet wie ein Spaziergang durch die mediterrane Macchia. Und von dort stammt sie schließlich auch.

Weitere Informationen:
Portopetro (manchmal auch Porto Petro geschrieben) liegt knapp 60 km östlich von Mallorcas Flughafen Sont San Juan an der Ostküste. Der nächste größere Ort ist Cala d'Or. Der Bustransfer vom Flughafen dauert etwa 50 Minuten.
Urlaubs-Preisbeispiel: Eine Woche Flug und Halbpension im Hotel Puravida Resort Blau Portopetro kostet pro Erwachsenem je nach Saison ab ca. 730 bis 1150 Euro. Kinderermäßigung: auch in der Hochsaison 50 Prozent.
Cafeteria Drac, Cala Santanyi, Carrer de Sant 94 (das steile Sträßchen auf der linken Seite der Bucht). Geöffnet 1. April bis 31. Oktober, cafeteriadrac@web.de

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