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Offroad mit dem Jeep durch die ungezÀhmte Wildnis

srt, Brigitte von Imhof

17.12.2013Lesedauer: 4 Min.
Rau, wild und doch urgemĂŒtlich: So ist der Winter in Island.
Rau, wild und doch urgemĂŒtlich: So ist der Winter in Island. (Quelle: /Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Die Insel der Gletscher und Geysire entfaltet gerade in der kalten Jahreszeit ungeahnte Reize und ist eine Spielweise fĂŒr abenteuerlustige Naturliebhaber. Entdecken Sie das Winter-Wunderland auch in unserer Foto-Show.

Rrrrrumms macht es, dann stirbt der Motor mit einem unheilvollen Gurgeln ab. "Wir sind eingebrochen!", verkĂŒndet Addi begeistert. Aufgeregt reißt er die WagentĂŒr auf, um sich von der Richtigkeit seiner Diagnose zu ĂŒberzeugen. Wir sind in Addis Superjeep querfeldein unterwegs, und da gehört das Einbrechen auf einem zugefrorenen Fluss irgendwie dazu. Spritztouren durch die in Schnee und Eis verpackte Wildnis sind fĂŒr die motorverliebten IslĂ€nder ein beliebtes WochenendvergnĂŒgen. In ihren hochgerĂŒsteten Allradwagen, aus denen turmhohe Antennen ragen, brettern sie mit Kind und Kegel los, am liebsten im Konvoi und mit reichlich Proviant, gerne auch hochprozentigem.

IslÀndischer Winter mit dem in den Alpen vergleichbar

Island im Winter? Das klingt zunĂ€chst nicht besonders einladend. Doch prĂ€sentiert sich die Insel zur kalten Jahreszeit keineswegs so abweisend, wie es die Lage hoch oben im Nordmeer vermuten lĂ€sst. Golf- und Polarstrom bescheren den IslĂ€ndern einen Winter, der durchaus mit dem Winter in den Alpen vergleichbar ist - mit mal mehr, mal weniger Schnee, mal kĂ€lter, mal milder. StĂŒtzpunkt unserer abenteuerlichen Inseltour ist die Hauptstadt Reykjavik, mit knapp 120.000 Einwohnern eher Kleinstadt als Metropole.

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Auf den Shoppingmeilen im Zentrum herrscht reger Betrieb. In Kneipen, Bistros, CafĂ©s und Bars vertreibt man sich mit einem Buch in der Hand oder beim Plausch mit Freunden die dĂ€mmrigen Winternachmittage. Auf dem Stadtteich vor dem Rathaus ziehen SchlittschuhlĂ€ufer ihre Kreise. In den unzĂ€hligen natĂŒrlichen heißen Quellen zu baden ist im Winter eines der beliebtesten FreizeitvergnĂŒgen. FĂŒr Urlauber gehört ein Bad in dem natĂŒrlichen Thermalfreibad Blaue Lagune zum Pflichtprogramm.

Einreiseverbot fĂŒr Huftiere

An einem sonnigen, knackig kalten Wintermorgen brechen wir in die weiße Wildnis auf. Und die beginnt gleich hinter der Stadtgrenze. Mit jedem Kilometer verwischen sich die Spuren der Zivilisation. Nur noch gelegentlich erspĂ€hen wir in der Ferne ein einsames Gehöft oder eine der vielen alleinstehenden Kirchen. Überall begegnen wir Herden von Islandpferden. 70.000 der robusten Kleinpferde, unter dem (falschen) Namen Islandponys weltberĂŒhmt, leben auf der Insel. Um ihre Rasse rein zu halten, herrscht striktes Einreiseverbot fĂŒr andere Rassen. Neben den bekannten Gangarten Schritt, Trab und Galopp beherrschen sie auch noch den Tölt, einige auch den rasanten Rennpass. Unseren Reitausflug tags zuvor mussten wir wegen starker Winde abbrechen. WĂ€hrend die gutmĂŒtigen Pferde weder bei Schneetreiben noch bei RegengĂŒssen aus der Ruhe zu bringen sind, lassen sie sich vom pfeifenden Wind irritieren.

Auf einer zugeschneiten Straße fahren wir gen SĂŒden. Hier und dort sieht man RauchsĂ€ulen aufsteigen. Da sprudeln heiße Quellen, die davon zeugen, dass es unter der eisigen Erdkruste gewaltig brodelt. 30 Vulkane sind noch aktiv. Selten hat einer von ihnen so viel Chaos angerichtet wie der Eyjafjallajökull, der im April 2010 den gesamten europĂ€ischen Flugverkehr praktisch lahmlegte. Wir halten am Stokkur-Geysir, der alle fĂŒnf Minuten eine SĂ€ule aus Wasser und Dampf bis zu 30 Meter in die Höhe schleudert. Nicht weit davon entfernt die nĂ€chste Attraktion: der in Blaueis erstarrte Gullfoss-Wasserfall, der seinem Beinamen "Goldener Wasserfall" im schrĂ€g einfallenden Licht der Wintersonne alle Ehre macht.

Offroad durch wilde, steile GebirgskÀmme

FĂŒr Addis Geschmack war das jetzt genug Sightseeing. Höchste Zeit, aufs Offroad-Programm umzuschalten. Er reißt das Lenkrad herum und sticht hinein in die weiße Pampa. Wie eine Krake klammert sich der Jeep an Böschungen, frĂ€st sich seinen Weg durch den Schnee und erklimmt steile GebirgskĂ€mme, oft erst beim dritten, vierten Anlauf. Unter violett glĂŒhendem Himmel erreichen wir das Etappenziel, eine SchutzhĂŒtte an einem zugefrorenen See. Die Stille ist Balsam fĂŒrs GemĂŒt. Von der Holzveranda aus starren wir gebannt auf den Horizont, wo die untergehende Sonne mit den Schönwetterwölkchen ein faszinierendes Spiel treibt. Doch dann ruft die Arbeit. Wir mĂŒssen uns um das Feuer kĂŒmmern und um den fix und fertig marinierten Lammschlegel, dessen KrĂ€uter-Knoblauch-Aroma sogleich in jeden Winkel der HĂŒtte dringt.

Am nĂ€chsten Morgen sitzen wir in einer zweimotorischen Maschine, die uns nach Höfn im SĂŒdwesten der Insel fliegt. Aus 8000 Meter Höhe kann man die wahre UnberĂŒhrtheit und Wildheit Islands gut ermessen. Zwei Drittel sind völlig unerschlossen, mit drei Einwohnern pro Quadratmeter ist Island das am dĂŒnnsten besiedelte Land Europas. Gigantisch sind die Ausmaße des Vatnajökull-Gletschers, der mit 8300 Quadratmetern grĂ¶ĂŸer ist, als alle europĂ€ischen Gletscher zusammen. In Höfn, wo Dutzende Islandpferde neben der Landepiste weiden, werden wir vom wortkargen Bjarmi empfangen, keine Stunde spĂ€ter sind wir startklar fĂŒr unsere Snowmobiltour auf dem Gletscher. Die Fahrt ĂŒber schmale GletscherbrĂŒcken und auf spiegelglatter EisoberflĂ€che gestaltet sich schwierig, zumal die Pisten seitlich steil abfallen. Fix und fertig mit KrĂ€ften und Nerven erreichen wir unseren Schlafplatz, eine einsame HĂŒtte mitten auf dem Gletscher. Leider empfĂ€ngt uns kein HĂŒttenwirt mit GlĂŒhwein in der warmen Stube. Als erste Besucher nach vier Monaten mĂŒssen wir uns erst einmal mit Schaufeln und Picken den Weg zur TĂŒr bahnen. Und es dauert lange, bis die Ölöfen die Minusgrade vertreiben und wir zaghaft die Daunenanoraks ablegen.

Tanzende Polarlichter sind der Höhepunkt der Tour

"Rauskommen!" befiehlt Bjarmi plötzlich. Uns widerstrebt der Gedanke, aus der warmen Stube in die KĂ€lte zu mĂŒssen. Aber gleich wissen wir den Grund: Die Show der Polarlichter hat begonnen. Am Himmel tanzen leuchtende Schleier in allen GrĂŒntönen. Ein ĂŒberwĂ€ltigendes Spektakel, mit dem in den Wintermonaten in diesen Breitengraden zu rechnen ist - aber eine Garantie dafĂŒr gibt es nicht. Im Bus zum Flughafen kommen wir mit einer alten Dame aus England ins GesprĂ€ch. Einmal im Leben die Polarlichter zu sehen, war ihr sehnlichster Wunsch. Bei dieser Reise nach Island, ein Geschenk ihrer Töchter zum 80. Geburtstag, sei dieser Wunsch endlich in ErfĂŒllung gegangen. Sie wĂŒrde nun das Reisen aufgeben, weil es zu diesem Erlebnis keine Steigerung geben könne.

Weitere Informationen:

IslÀndisches Fremdenverkehrsamt Visit Iceland: Tel. 030/50504200, www.visiticeland.com
Anreise: Icelandair, z.B. Frankfurt-Reykjavik und zurĂŒck ab ca. 350 Euro.
Drei Übernachtungen mit FrĂŒhstĂŒck und Flug ab MĂŒnchen oder Frankfurt sind ab 349 Euro pro Person ĂŒber Icelandair buchbar (www.icelandair.de).

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