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Eklige Sehenswürdigkeit: Seattle säubert Kaugummi-Wand

Eklige Sehenswürdigkeit  

Seattle säubert die Wand aus Kaugummi

12.11.2015, 10:07 Uhr | dpa, t-online.de

Eklige Sehenswürdigkeit: Seattle säubert Kaugummi-Wand. Noch bis vor kurzem sah die "Wall of Gum" so aus. (Quelle: imago images/Ilva Vadone)

Noch bis vor kurzem sah die "Wall of Gum" so aus. (Quelle: Ilva Vadone/imago images)

Die "Wall of Gum" in Seattle gehört wohl zu den ekligsten Sehenswürdigkeiten weltweit. Die mit Kaugummis übersäte Wand gibt es seit Anfang der 90er Jahre und sie wächst stetig weiter. Jetzt greift die Stadt ein.

Seit Dienstag ist ein dreiköpfiges Team dabei, die Hauswand zu säubern. Bis Donnerstag wollen sie fertig sein, sagte Bezirkssprecherin Emily Crawford.

Auch in Berlin ein Kaugummi-Denkmal

Angefangen hatte das Ritual in der Stadt im Nordwesten der USA im Jahr 1991. Besucher des nahen Market Theaters begannen, ihre benutzten Kaugummis an die Wand zu kleben.

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Auf Nachahmer mussten sie nicht lange warten - mittlerweile pilgern Touristen zu dem bunten Kunstwerk. Natürlich hinterlassen sie selbst auch noch ein Kügelchen. Die fragwürdige Tradition hat es sogar in andere Städte geschafft. In Berlin etwa befindet sich ein mit Kaugummis gespicktes Stück der Berliner Mauer.

Touristen werden Wand wohl neu bestücken

Inzwischen suchten in Seattle die Menschen schon an Nachbarwänden nach einem freien Fleckchen für ihre Kaugummis, sagte Crawford. "Über den Sommer wurden es so viele, dass sie auf dem Boden herumlagen. Und es riecht unangenehm." Von weitem sei das Ganze sicher ein buntes Spektakel. "Doch wenn ich davor stehe, stößt mich das ab. Ein Zigarettenstummel inmitten von Kaugummis ist nicht besonders anziehend." Außerdem gebe es hygienische Probleme.

Für Samstag wurden nun einige Künstler eingeladen, um die gesäuberten Flächen zu gestalten. Die originale Kaugummi-Wand soll jedoch frei bleiben - denn schon bald werden die nächsten Pilger ihre Süßigkeit dort festkleben. "Wir gehen davon aus, dass sie wiederkommen", sagte Crawford. "Die Menschen lieben es."

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