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Urlaub Mexiko: Gespenstiges Unterwassermuseum für Taucher

Unterwassermuseum  

Gespenstige Ausstellung unter Wasser

11.12.2009, 12:22 Uhr | k.seitz/s.ewald, t-online.de

Mexiko: Unterwassermuseum (Foto: www.underwatersculpture.com)Mexiko: Unterwassermuseum (Foto: www.underwatersculpture.com) "Gruselig, irgendwie morbide, aber doch faszinierend" wird dem Taucher durch den bebrillten Kopf geistern, während er unter Wasser durch scheinbar versteinerte Figuren schwebt. Kann man unter einem Neoprenanzug Gänsehaut bekommen? Vermutlich ja, denn die versunkenen Werke wirken tot und lebendig zugleich. Die Idee zum Unterwassermuseum hatte Tauchlehrer und Künstler Jason Taylor, der vor der Küste Grenadas bereits ein Unterwassermuseum installierte. Seit neustem zieht er auch Taucher an die Küste Mexikos. Dort entsteht zurzeit sein zweites Unterwasserprojekt: drei Exponate wurden bereits versenkt, bis zur Fertigstellung des Unterwassermuseums 2011 sollen es 400 werden. Die Skulpturen vor der Küste Mexikos sollen Taucher von den Korallenriffen weg locken, die unter dem massiven Tauchtourismus leiden. Sehen Sie sich die Unterwasserwelten von Grenada und Mexiko in unserer Foto-Serie an.
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Cancuns Unterwassermuseum

Bis zu vier Meter große Menschengestalten tummeln sich vor der Küste Cancuns in Mexiko. Die Skulpturen werden über die Jahre, und das ist Absicht, von allen möglichen Meereslebewesen besiedelt - so gehen sie ganz natürlich in das Ökosystem des Meeres über und stellen einen besonderen künstlerischen Wert dar. Eine Skulptur mit dem Namen "Das verlorene Archiv" stellt ein Unterwasserarchiv dar, inklusive Archivar, der über hunderte Flaschenpost wacht. Bestückt wurden die Flaschen mit Nachrichten von Menschen mit verschiedensten kulturellen und religiösen Hintergründen. Sie sollen aktuelle Werte und Situationen festhalten und sie für spätere Generationen bewahren. Angesiedelt sind die Skulpturen an Stellen wo einst Korallen lebten, die durch Stürme vernichtet wurden.

Grenada: Massentreffen unter Wasser

Der kunstbegeisterte Taucher vor Grenada findet unter der Wasseroberfläche beispielweise einen einsamen Mann an einem Tisch mit Schreibmaschine, der "Lost Correspondent" ("der verlorene Korrespondent") betitelt ist. Eine andere Figur kniet im Sand und im verrosteten Gestänge reflektieren sich die Sonnenstrahlen geheimnisvoll. Fischschwärme umrunden einen Radfahrer, der sich stetig um Bewegung bemüht, aber still an einem Felsen verharrt und aus diversen Riffs beobachten vermooste Köpfe die neugierigen Besucher. Besonders beeindruckend ist das, was Taylor aus 30 Säcken Zement und einer LKW-Ladung Sand erschaffen hat: Einen Kreis aus 26 Statuen mit einem Durchmesser von fünf Metern, die ein Gesamtgewicht von fünf Tonnen auf die Waage bringen. Sogar von der Oberfläche ist diese Installation gut zu erkennen.


Mehrdimensionale Kunst

Die Kunst von Taylor vollzieht sich auf mehreren Ebenen: Die Installationen befinden sich in einem freien Raum und in keiner Galerie. Dennoch wirkt es durch die Wassermassen, als stünden sie in einem geschlossenen System. Zusätzlich herrscht unter Wasser eine andere Visualität und die Werke wirken bis zu einem Drittel größer. Die Spiegelungen der Sonne auf der Wasseroberfläche und am Grund des Meeres tun ihr übriges, um die Figuren in ständig anderem Licht erscheinen zu lassen. Zusätzlich wirken die Figuren hierdurch, als würden sie sich sanft bewegen. Ein Tauchgang auf den Grund des Meeres, umgeben von den stillen Kunstwerken, lässt ein elektrisierendes Kribbeln durch den Körper wandern. Schließlich siegt doch die Faszination für die schweigenden Kreaturen, die starr in die unendlichen Weiten des Meeres blicken und sich unbeeindruckt von Fischen kitzeln lassen.



Weitere Informationen
"Submarine Park" bei "Moliniere Point" (Grenada), vom "Grand Anse Strand" circa 12 Minuten mit dem Boot, in fünf bis sieben Metern Tiefe, www.underwatersculpture.com, info@underwatersculpture.com, +44 (0)7762 829173. Der "Eintritt" ist frei, die Skulpturen sind dauerhaft installiert.

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