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Bereichender Urlaub: Auf den Spuren der Goldwäscher in Deutschland

Goldrausch im Urlaub

29.06.2011, 13:30 Uhr | Rudi Stallein/srt, srt

Bereichender Urlaub: Auf den Spuren der Goldwäscher in Deutschland. Auf Goldsuche im Urlaub (Quelle: dpa)

Auf Goldsuche im Urlaub (Quelle: dpa)

Vielen gilt Gold als relativ krisensichere Geldanlage. Noch besser ist es, wenn man das Gold selbst gewinnt - beispielsweise als Goldschürfer. In vielen Ferienregionen kann man auf den Spuren einstiger Goldwäscher wandeln und selbst fleißig Fluss-Sand sieben. Reich macht es nicht unbedingt. Dafür aber umso mehr Spaß!

In Deutschland kannte man das Goldwaschen bereits in früheren Zeiten. So soll beispielsweise im Thüringer Wald schon im Mittelalter ein wahrer Goldrausch ausgebrochen sein, also lange bevor es in Kalifornien zum großen Goldfieber kam.

In Deutschlands erstem Goldmuseum in Theuern im Landkreis Sonneberg erfahren die Besucher, wie früher nach dem Gold gesucht wurde und welche Prachtexemplare der Bach Grümpen, einst einer der berühmtesten Goldflüsse Thüringens, schon ans Tageslicht geschwemmt hat.

Anschließend können die Besucher an einem Goldwaschbecken selbst aktiv werden oder mit einem Geologen zu Originalfundstellen spazieren. Dabei lernen sie den richtigen Umgang mit der Goldpfanne und sieben sich den Weg durch Sand und Schutt - in der Hoffnung, dass vielleicht ja doch etwas Schönes hängen bleibt.

Goldrausch im Bayerischen Wald

Auch Ostbayern ist seit ein paar Jahren wieder vom Goldrausch infiziert. Scharen von Hobby-Goldwäschern rücken an, um die Bachläufe im Bayerischen Wald nach Goldstückchen zu durchforsten. Zum Beispiel in St. Oswald-Riedlhütte: Dort wurde ein Goldwaschplatz nach historischen Vorlagen nachgebaut, gut zu erreichen über den Themenwanderweg "Besiedlungsgeschichte". Wer seine Chancen auf den großen Fund erhöhen möchte, der schließt sich donnerstags einem geführten Spaziergang an und bekommt von Mai bis Oktober von einem Profi gezeigt, wie der Nugget im Sieb landet.

Goldglanz in der Oberpfalz

Erst seit diesem Frühjahr eingeweiht wurde der Goldlehrpfad bei Oberviechtach. Schon im 14. Jahrhundert wurde im nahen Langau Gold abgebaut. Bis heute erinnern Bodendenkmale, Schürfgruben und Abraumhalden vom Oberpfälzer Goldbergbau. Der neue Lehrpfad führt vom Info-Pavillon am "Gütting" südlich von Unterlangau aus durch die Abbaugebiete.

Gold aus Österreich

So war beispielsweise das Raurisertal in Österreich einst ein Zentrum des Gold-Bergbaus. Bis ins 20. Jahrhundert wurde am Fuß des Hohen Sonnenblicks reinstes Tauerngold abgebaut. In seiner Blütezeit brachte das Tal allein zehn Prozent des Goldweltvorkommen zu Tage. Heute sorgt eine Schatzsuche mit oder ohne fachkundigen Goldwäscher für Spannung bei Familien und Abenteurern. Wer wissen möchte, wie man die Goldwaschschüssel mit dem richtigen Schwung einsetzt, damit man "Gold ziehen" kann, sollte einen der drei Goldwaschplätze in der Region aufsuchen. In der Goldwaschgebühr sind Leihsieb und Kelle ebenso enthalten wie ein Glasröhrchen, um die glitzernden Funde sicher nach Hause zu tragen.


Ein Urlaubshit ist das Goldwaschen auch im Schweizer Bergdorf Disentis in der Nähe der Rheinquelle. Die Ufer des Vorderrheins gehört zu den ertragreichsten Goldfundstätten des Landes. Hier wurden schon Nuggets von mehr als 100 Gramm gefunden - und auch der größte Goldfund in den Alpen überhaupt, ein 1,4 Kilogramm schwerer Brocken aus dem Jahr 2000 stammt von hier. Da wundert es kaum, dass in dem Bergdorf ein kleiner Goldrausch ausgebrochen ist. Gleich drei Anbieter zeigen goldsüchtigen Urlaubern bei Ausflügen vom Stundenkurs bis zur Tagesexkursion, wie sie mit Goldwaschpfanne und Schleuse richtig umgehen. Bis zum 15. Oktober dauert die "Goldwaschsaison", vom 1. Juni bis 31. August finden täglich Goldwaschkurse statt. Wer weiß, vielleicht hat ja tatsächlich mal ein Urlauber so ein Glück wie "Gold-Gusti": Der professionelle Goldsucher machte 1997 in einer Schlucht bei Disentis einen ordentlichen Fund - ein immerhin knapp 50 Gramm schweres Nugget.

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