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Biertouren: die besten Ausflüge zu Brauereien

Die besten Genusstouren zu Bierbrauereien

16.05.2012, 14:06 Uhr | Sibylle von Kamptz/srt, srt

Biertouren: die besten Ausflüge zu Brauereien. Zum Wohle! Auf der Biertour bleibt kein Gaumen trocken.  (Quelle: zoonar)

Zum Wohle! Auf der Biertour bleibt kein Gaumen trocken. (Quelle: zoonar)

Ob kühles Blondes oder würzig Dunkles - Bier steht auf der Liste der Lieblingsgetränke ganz weit oben. Warum nicht mal dahin reisen, wo das Bier herkommt? In München, Köln oder Bamberg lässt sich der Gerstensaft bestens genießen. Und auch das Ausland hat einiges an leckerem Gebräu zu bieten. Impressionen der verschiedenen Biertouren finden Sie in der Foto-Show.

Seinen großen Brauereien, dem Hofbräuhaus und dem Oktoberfest, verdankt München seinen internationalen Ruf als Bierstadt. Vor allem ausländische Besucher beeindrucken die einen Liter fassenden Maßkrüge, in denen das Bier auf der Wiesn, aber auch in Biergärten ausgeschenkt wird.

Am Chinesischen Turm, im Englischen Garten, am Viktualienmarkt oder auch im Hirschgarten schmeckt eine bayerische Brotzeit besonders gut.

Alte Traditionen werden im Münchner Bier- und Oktoberfestmuseum lebendig. Neue Akzente setzt das Bierlaboratorium in Untergiesing. In der kleinen Brauerei werden neben Hellem und Weizen auch Fruchtbiere mit Kirsch-, Blaubeer-, Apfel-, Pfirsich- und Mangogeschmack hergestellt. Bei Kursen schauen Interessierte dem Braumeister über die Schulter.

Köln: Stadttour von Brauhaus zu Brauhaus

Ob das Brauhaus Sion, Gaffel am Dom, der Bier-Esel oder das Haxenhaus - Brauhäuser wie diese sind Beispiele für die Kölner Biertradition. In manchen Wirtschaften wird seit Jahrhunderten an rustikalen Holztischen Kölsch vom Fass ausgeschenkt und zwar aus schmalen Stangengläsern mit 0,2 Litern Inhalt. Was auswärtige Biertrinker bisweilen wundert oder belustigt, hat einen einfachen Grund: Das Bier soll immer möglichst frisch getrunken werden - und der "Köbes" genannte Keller ist mit dem Nachschenken schnell bei der Hand.

Der Kölner Brauhaus-Wanderweg führt durch winklige Gassen, vorbei an eindrucksvollen Kirchen und geschichtsträchtigen Plätzen. Eine zweistündige Dämmerschoppen-Kölschtour wird ab dem 2.4. jeden Samstag um 16 Uhr von Köln Tourismus angeboten (12 Euro pro Person Reservierung unter Tel. 0221/221-30400).

Bamberg, Dublin und Kopenhagen

Mit knapp 100 Brauereien im Landkreis gilt Bamberg als heimliche deutsche Bierhauptstadt. Mit einem Steinkrug sind Urlauber durch die mittelalterlichen Gassen der Unesco-Welterbe-Stadt unterwegs, wenn sie zu einer Bierschmecker-Tour starten. Stationen sind neben dem Fränkischen Brauereimuseum verschiedene Brauhäuser wie der Brauereiausschank Schlenkerla mit seinem Gewölbekeller oder das Mahr's Bräu. Neben dem berühmten Bamberger Rauchbier - ein untergäriges Märzenbier - werden auch Braunbier und Weizen ausgeschenkt. Ab Mai sind die Biergärten auf den Hügeln der Stadt wie der Wilde Rose-Keller beliebte Treffpunkte für Jung und Alt.

Die gebräuchliche Bezeichnung Guinness für irisches Stout-Bier geht auf Sir Arthur Guinness zurück, der 1759 seine berühmte gleichnamige Brauerei in Dublin gründete. Heute werden dort täglich 2,5 Millionen Pints produziert. Die Form eines überdimensionalen Pintglases hat auch das Guinness Storehouse, das in einer früheren Gäranlage untergebracht ist. Das Museum erzählt - multimedial aufbereitet - die Geschichte der Brauerei. Nach dem Rundgang können Besucher versuchen, selbst ein Glas Guinness zu zapfen. Zu einer Pause lädt die Museumsbar im 7. Stock mit eindrucksvollem Rundblick ein - oder einer der traditionsreichen und urigen Pubs Dublins wie dem "Messrs. Maguire", in dem seit 1808 Bier gebraut wird.

In Kopenhagen wartet eine Biersammlung mit 20.000 Flaschen

Die Carlsberg Brauerei, einer der größten Brauereikonzerne der Welt, hat ihren Sitz in Kopenhagen. Ein Rundgang durch das Besucherzentrum im Stadtteil Valby vermittelt nicht nur einen Blick in die Unternehmensgeschichte, sondern führt auch in die Ställe, in denen heute noch etliche stattliche Brauereipferde stehen. Zu sehen ist außerdem eine Bierflaschen-Sammlung, die fast 20.000 Exemplare umfasst: Die älteste Flasche wurde 1911 in England abgefüllt. Im Aroma-Raum schnuppern sich die Besucher durch Düfte von Kaffee bis Zitrone, um dann entsprechend ihrer Vorlieben das passende Bier an der Bar zu wählen. Auch außerhalb des Brauereigeländes begegnet man der Bier-Dynastie in der dänischen Hauptstadt auf Schritt und Tritt: Carl Jacobsen, Sohn des Firmengründers, stiftete beispielsweise die berühmte Skulptur der "Kleinen Meerjungfrau" und unterstützte den Bau der Glyptothek, das Museum für Kunst und Design und den Botanischen Garten.

Wo das Pilsner herstammt

Was den Bierkonsum angeht, liegen die Tschechen mit 160 Litern pro Jahr an der Weltspitze. Eines der kleinsten, aber auch bekanntesten Brauhäuser in Prag ist das "U Fleku". Seit 1499 wird "Beim Fleck" ein dunkles Lagerbier gebraut. Neben dem Restaurant und einem Garten beherbergt der Komplex sehenswerte historische Räume wie den Rittersaal oder die Akademie.

Auch der Geburtsort der Pilsner Brauart ist einen Besuch wert: In Pilsen, 90 Kilometer westlich von Prag, braute Josef Groll 1842 das erste Pilsner Urquell, ein untergäriges helles Lagerbier, das zum Urtyp aller anderen hellen Biere wurde. Während einer Führung durch die Brauerei "Plzenzký prazdroj" werden sowohl die modernen Sud- und Abfüllanlagen als auch historische Keller besichtigt.

Bei einem Bier in einem der urigen Kneipen der Stadt wie dem "Uctívaný velbloud" (Verehrtes Kamel) oder in der Alten Mälzerei (Stará Sladovna) kann man darüber nachdenken, ob das Pilsner nicht doch eigentlich eine bayerische Erfindung ist - schließlich stammte Groll aus Vilshofen.

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