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Wavegarden: Mehr Surfspaß auf dem Badesee

Mehr Surfspass auf dem Badesee

16.05.2012, 14:05 Uhr | Markus Roman, wanted.de

Wavegarden: Mehr Surfspaß auf dem Badesee. Mehr Surfspaß zu Hause dank "Wavegarden" (Quelle: imago)

Mehr Surfspaß zu Hause dank "Wavegarden" (Quelle: imago)

Mit den haushohen Wellen vor der Küste von Hawaii oder Australien kann sich der Badesee um die Ecke leider nicht messen. Dem will das spanische Unternehmen Instant abhelfen. Mittels eines neuen Wellen-Generators soll auch im beschaulichen Waldsee bald eine stürmische Brandung möglich sein. Sehen Sie den "Wavegarden" auch in unserer Foto-Show.

Foto-Serie mit 5 Bildern

Die Bilder des Prototypen, der nahe des spanischen San Sebastians steht, lassen fast vergessen, dass die Welle sich in einem künstlichen See auftürmt. Lediglich die dunkle, grünliche Färbung des Wassers weist darauf hin, dass das hier nicht der Ozean ist. Laut Aussage von Karin Frisch, Sprecherin von "Wavegarden" funktioniert das System analog einer brechenden Welle im Meer. "Eine Wassermasse wird systematisch über eine Fläche bewegt, woraus die zu formende Welle entsteht", erklärt Frisch gegenüber t-online.de. Das Prinzip sei das Gleiche wie bei natürlichen Wellen, die sich an einem Riff oder auf einer Sandbank brechen. Allerdings könne man Höhe und Geschwindigkeit der Welle anpassen und so sowohl Anfängern als auch Profis gute Surfbedingungen bieten. Der Prototyp in San Sebastian kann bislang Wellen in einer Höhe von 1,20 Metern erzeugen. Laut Frisch sei mit der Technologie fast jede Wellenhöhe möglich. Damit die Anlage jedoch rentabel bleibt, empfiehlt sie eine Wellenhöhe von 1,60 Metern.

Positives Feedback für das Projekt gibt es von professionellen Surfern, die künstlichen Wellen oft kritisch gegenüberstehen. Der baskische Wellenreiter Aritz Aranburu durfte das System testen und sagte: "Die Welle ist großartig, um Surfen zu lernen und seine Technik zu verbessern." Als Einsatzort haben die Erfinder Seen, künstliche Becken, Resorts oder Surfparks im Sinn.

Seit der Präsentation des Prototypen gebe es mehr als 1000 Anfragen, sagt die Sprecherin des Unternehmens. Eine erste Anlage entsteht voraussichtlich in Guipuzcoa, eine der drei baskischen Provinzen. Und das, obwohl die Erstinvestition für die Anlage nicht billig ist. Mindestens drei Millionen Euro muss ein Investor laut Frisch für einen "Wavegarden" investieren. Trotzdem betont die Firma Instant die Wirtschaftlichkeit der Anlage. "Wavegarden ist wesentlich günstiger in der Installation und Wartung, darüber hinaus ist seine Energieeffizienz jedem anderen System auf dem Markt haushoch überlegen", sagte José Manuel Odriozola, leitender Ingenieur und Mitbegründer von Instant.

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