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Surfurlaub der Superlative: Wellenreiten auf den Malediven

Surfurlaub der Superlative

26.07.2011, 11:40 Uhr | Marion Schalk, wanted.de

Surfurlaub der Superlative: Wellenreiten auf den Malediven. Wellenreiten auf den Malediven (Quelle: enDo Surf)

Wellenreiten auf den Malediven (Quelle: enDo Surf)

Sie lieben das Surfen, haben aber keine Lust auf den Streit um die nächste Welle auf Hawaii und der Atlantik ist Ihnen zu kalt? Dann haben wir das Richtige für Sie: die Malediven. Das Tauchparadies gilt unter Kennern schon länger als absolutes Traumziel für Wellenreiter. Der deutsche Surfmeister Gerrit Handl gewährte uns Einblicke in den wohl exquisitesten Surfurlaub. Klicken Sie sich auch durch unsere Foto-Show.

Der Traum beginnt bereits bei der Ankunft auf dem Malé International Airport auf Hulhulé. 29 Grad Lufttemperatur, ein laues Lüftchen, gut gelaunte Menschen und keinerlei Organisationsstress: „Vom Flughafen geht’s per kleinem Boot direkt auf die Yacht“, beschreibt Handl den Start der Reise. 14 Tage lang wohnen die Surfer auf dem Luxusboot und ankern direkt am Line-Up, die Wellen immer in Sichtweite. „Erst am Abflugtag haben alle wieder festen Boden unter den Füßen.

„Die perfekte Wellenmaschine“

Das bedeutet 14 Tage Wellenreiten bis zum Maximum: „Surfen auf den Malediven ist absolut geil, wie ein Rausch. Dort surft man innerhalb von zwei Wochen so viele qualitativ perfekte Wellen wie sonst vielleicht in einem ganzen Jahr“, schwärmt der 36-Jährige.

Er muss es wissen: Gerrit Handl ist ein Pionier des deutschen Surfsports. 1991 begann er in den USA mit dem Wellenreiten, da steckte der Sport hierzulande noch nicht einmal in den Kinderschuhen. Der deutsche Meister wurde als Mitglied des Nationalteams unter anderem zu zwei Europa- und Weltmeisterschaften eingeladen.

Auf den Malediven springt Handl bis zu vier Mal am Tag mit seinem Board ins angenehm temperierte Wasser. Sogar er als absolut erfahrener Wellenreiter muss in diesem Rauschzustand darauf achten, dass er seinem Körper nicht zu viel abverlangt.

Ab sechs Personen geht es los

Weil Gerrit Handl diesen Endorphinkick auch anderen ermöglichen will, organisieren er und sein Partner Steffen Landgraf von enDo Surf regelmäßig Surftrips auf die Inselgruppe. Ab sechs Personen geht es zum Wunschtermin los.

Laut Handl empfiehlt sich für deutsche Surfer vor allem März oder November, zum Ende der jeweiligen Monsun-Saison. „Da sind die Wellen nicht zu hoch und nicht gefährlich, weil weniger Dünung ankommt“. Wer nach Wellen mit bis zu drei Metern Höhe sucht, sollte in den Monaten des Süd-West-Monsuns von Mitte Mai bis Anfang November buchen.

Die beiden Surflehrer suchen Programm und Yacht ganz nach den Wünschen der Gäste aus. Das Standardangebot startet ab 99 Euro pro Tag und Person, nach oben gibt es dabei keine Grenzen: „Wir haben unterschiedliche Kategorien an Booten, luxuriös sind sie alle – die eine Yacht eben mehr als die andere.“ Das reicht von der Kabinengröße bis hin zu Whirlpool, Salon mit Flatscreen oder einem großen Vorderdeck mit Couches und Sonnenliegen.

Immer mit dabei ist die siebenköpfige Crew. Sie kocht, kellnert, putzt und wäscht für die Surfer, hält die technischen Geräte in Schuss und fährt sie zu den besten Spots am Außenriff des Nord-Malé-Atolls. Der Surfguide unterstützt die Wellenreiter im Line-Up. „Dabei surfen die wenigsten die ganze Zeit“, sagt Handl. Dazu locken viel zu viele andere Aktivitäten: Schnorcheln mit Manta-Rochen, Tauchen am Riff, Fischen mit der Handleine, oder einfach auf dem Sonnendeck relaxen und sich von der Crew mit Cocktails verwöhnen lassen. Wer Lust hat, kann mit dem Beiboot auch eine der rund 50 Inseln des Malé-Atolls besuchen.

„Wichtig ist für uns vor allem: Die Gäste sollen sich wohl fühlen. Beim Surfen sollte deshalb jeder ungefähr das gleiche Level haben, dann bringt es am meisten Spaß für alle. Außerdem sollten keine absoluten Anfänger dabei sein, man sollte parallel fahren und die grüne Welle anpaddeln können“, so Handl.

Nicht ohne Risiko

Denn die Malediven sehen zwar harmlos aus, doch die Wellen sind nicht ohne Risiko. Das macht auch den exquisiten Reiz des Surftrips aus: Die 26 Atolle sind umgeben von tausenden Kilometern Wasser des Indischen Ozeans, das ungebremst auf die klare und tief abfallende Riffkante der Inseln prallt. „Die Welle läuft dann wie an einer Mauer entlang“, beschreibt Handl den Prozess.

Dadurch brechen die Wellen oft hohl, es entstehen so genannte Tubes und Pointbreaks. „Und das in so regelmäßigen Abständen wie nirgends sonst auf der Welt“, sagt der Surfer. Denn je länger der Weg des Wassers, desto beständiger der Wellengang. Das zieht auch viele Profisurfer an, die man ab und an auf benachbarten Yachten bei den Dreharbeiten zu ihren neuesten Filmen beobachten kann. „Die kommen oft mit dem Heli auf das Boot geflogen und haben Kamerateams dabei, die auf Jetskis filmen.“

14-tägiger Rauschzustand

Die gleichen Wellen gesurft zu haben wie die Profisurfer – mit diesem Gedanken und mit unbezahlbaren Erfahrungen im Gepäck betreten die Wellenreiter nach 14 Tagen wieder den festen Boden von Hululé. Antreten zur Heimreise. Abschied vom Rauschzustand. Auf baldiges Wiedersehen, ihr perfekten Wellen. Klicken Sie sich auch durch unsere Foto-Show oder erfahren Sie mehr über Surfmeister Gerrit Handl im Portrait.

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