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Skiurlaub für Gourmets

Skiurlaub für Gourmets

20.12.2011, 13:54 Uhr | Lilo Solcher/Raufeld, Raufeld

Skiurlaub für Gourmets. Die Galzig Verwallstube in der Bergstation der Galzigbahn ist Europas höchstgelegenes Gourmet-Restaurant. (Quelle: Galzig Verwallstube)

Die Galzig Verwallstube in der Bergstation der Galzigbahn ist Europas höchstgelegenes Gourmet-Restaurant. (Quelle: Galzig Verwallstube)

Skifahren macht bekanntlich hungrig - und deshalb wird am Rande der Piste auch manch kulinarische Entgleisung toleriert. Um einen Reinfall zu vermeiden, haben wir einige Hütten getestet und stellen Ihnen hier diejenigen vor, in denen es sich lohnt, eine Mittagspause einzulegen. Bilder zu den einzelnen Hütten gibt es in unserer Foto-Show.

Im Ski-Karussell von Dolomiti Superski ist der Einkehrschwung für Schlemmer schon lange Tradition. Die Hütten am Pistenrand verwöhnen die sportlichen Gäste mit einer Küche, die das Beste aus zwei Ländern kombiniert: österreichische Üppigkeit gepaart mit italienischer Leichtigkeit. Die Gostner Schwaige auf der Seiser Alm ist zwar winzig, aber was Franz Mulser in seiner Drei-Quadratmeter-Küche zaubert, ist ganz große Klasse. Seine Schmankerln wurzeln in der Tradition der Südtiroler Berge, werden aber durch erstklassige Zutaten geadelt.

"Das Archaische, das Lebendige", so Kritiker, hole der junge Koch mit dem Filzhut aus den Speisen heraus. Mulsers alpine und innovative Kochkunst hat sich inzwischen weit herumgesprochen: Zum Degustationsmenü am Abend muss man sich anmelden. Schließlich haben in der kleinen Hütte gerade mal 25 Feinschmecker Platz. >>

Und Heusuppe mit Trüffel, mit Waldhonig glasierte Wachtel oder einheimischen Hirsch kocht der Franz nur auf Vorbestellung. Mittags, wenn hungrige Skifahrer oder Snowboarder in das Schlemmerreich einfallen, kann es schon mal eng werden. Aber der hausgemachte Graukas, der echte Südtiroler Speck oder das Rindswangerl in Lagrein-Sauce auf Kräuterpolenta lohnen auch längere Wartezeiten.

Ein weiterer Geheimtipp für Feinschmecker liegt in der Schweiz. Es ist sozusagen die Mutter aller winterweißen Gourmet-Festivals: das vor 18 Jahren ins Leben gerufene
 St. Moritz Gourmet Festival. "Culinary Stars and Icons", so lautet das Motto, wenn vom 30. Januar bis 3. Februar in dem noblen Skiort wieder ein kulinarisches Feuerwerk gezündet wird. Sterneköche und Ikonen der internationalen Spitzengastronomie aus Deutschland, Dubai, Frankreich, Italien, Österreich, Portugal und der Schweiz reisen dazu an. >>

Und diesmal wird das Festival auf ganz Oberengadin ausgeweitet. Neben erstklassigen Häusern wie dem Kronenhof in Pontresina und der Chesa Guardalej in Champfèr sind auch innovative Restaurants und Locations dabei. Etwa das Berghotel Muottas Muragl, wo der Küchenchef zum Sonnenuntergang ein köstliches "Mountain Dinner" zaubert.

Mittags verwöhnt Reto Mathis seine gut betuchten Ski fahrenden Gäste auf der Corviglia in 2.486 Metern Höhe mit hochkarätigen Genüssen wie Trüffel und Kaviar. Unersättliche Schleckermäuler treffen sich am Nachmittag im Badrutt’s Palace zu Chocolate Cult, einer süßen Reise durch die Welt der Schokolade. "Dresscode: dunkler Anzug und Krawatte" heißt es bei der Gourmet Safari am Abend - ungewöhnlich für einen Skiort. Doch welcher Gourmet lässt sich schon von Kleidervorschriften abschrecken?
Das Gourmet Festival Package 2012 für drei Tage inklusive Frühstück und zwei Gourmet-Dinner kostet im Fünf-Sterne-Hotel 1.655 Franken pro Person (gut 1.300 Euro).

Zwei Hauben für eine Hütte

Mitten im Schneeparadies in St. Anton am Arlberg zwischen Saum- und Kuchenspitze, Parseier und Valluga liegt Europas höchst gelegenes Gourmet-Restaurant. In der Verwallstube auf 2.185 Metern Höhe an der Bergstation der Galzigbahn ist der Einkehrschwung mit Bouillabaisse oder Loup de Mer im wahrsten Sinn ein Hochgenuss. Und was Küchenchef Bernhard Neuhold auf den Tisch bringt, hat auch die Gault-Millau-Tester überzeugt: Österreichs höchst gelegenes Zwei-Hauben-Restaurant ist denn auch keine Hütte im klassischen Sinn, sondern eine gastliche Stätte, wie man sie von den amerikanischen Skigebieten her kennt - mit stilvoll gedeckten Tischen. Hier sitzen die Gäste in voller Skimontur, genießen edle Weine und die exquisite Küche. Vladimir Putin speiste schon hier, Gerhard Schröder und sein österreichischer Kollege Wolfgang Schüssel. Auch aus den noblen Nachbarorten Lech und Zürs kommt die Kundschaft.

Weil die Verwallstube bis auf den Freitag nur mittags geöffnet hat, fahren die meisten Gäste vormittags ausgiebig Ski. Denn nach einem der köstlichen Menüs, noch dazu in Begleitung passender Weine, wird das Skifahren zur Nebensache. Anders ist es am Freitag. Dann erwartet die Gäste der Verwallstube ein romantischer Abend mit feinem Dinner samt Feuerwerk und Piano-Spieler. Die Krawatte kann übrigens im Koffer bleiben. Soweit ist die Verwallstube dann doch Berghütte geblieben.

Weitere Informationen zu den einzelnen Hütten bekommen Sie unter: www.seiseralm.it, www.stmoritz-gourmetfestival.ch und www.stantonamarlberg.com.

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