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Eiffelturm: Pariser Wahrzeichen

Eiffelturm: Pariser Wahrzeichen

16.05.2012, 10:57 Uhr | kk (CF)

Er ist eines der bekanntesten Wahrzeichen der Welt. Der Pariser Eiffelturm erfüllt einerseits seine Aufgabe als Fernsehturm und dient andererseits Verliebten als Kulisse für romantische Liebesschwüre – mit atemberaubenden Ausblick.

Paris ohne den Eiffelturm? Das kann sich heute kaum einer vorstellen. Doch beinahe wäre es so gekommen: Das 1889 fertiggestellte Bauwerk war eigentlich nur als Wahrzeichen auf Zeit geplant. Anlass war die Weltausstellung in Paris zum 100-jährigen Jahrestag der Französischen Revolution. Zunächst 20 Jahre lang sollte das unter der Leitung von Gustave Eiffel geschaffene und mittlerweile 324 Meter hohe Monument bestehen. Doch der erkannte militärische und technische Nutzen sorgte dafür, dass der Eiffelturm auch heute noch seinen Platz im Herzen der französischen Hauptstadt einnimmt und sich zu einem der weltweit meistbesuchten Wahrzeichen entwickelt hat. Bis zum Jahr 2011 haben rund 260 Millionen Menschen den Stahlkoloss besichtigt. Das Wahrzeichen bietet etwa 500 Menschen einen Arbeitsplatz in den verschiedensten Bereichen: Das Personal arbeitet in den Bereichen Technik, Verwaltung und Empfang, außerdem in der Gastronomie wie dem Sternerestaurant auf der zweiten Etage in 115 Meter Höhe. Hinzu kommen noch Arbeitsplätze bei Post und Polizei. Der Turm ist zu 100 Prozent im Besitz der Stadt Paris. Trotz der nicht zu verachtenden Betriebskosten ist der Eiffelturm eines der wenigen französischen Monumente, die ohne staatliche Subventionen betrieben werden.

Aufgrund der gigantischen Besucherströme ist dies aber auch kein Wunder: Im Jahr 2011 konnte man mit erstmals über sieben Millionen Besuchern einen vorläufigen Rekord aufstellen. Für den Eintrittspreis von derzeit 14 Euro kommen Sie mit dem Aufzug bis in die oberste Etage in luftigen 276 Metern und werden mit einem einmaligen Blick über Paris belohnt. Eine höhere öffentlich zugängliche Aussichtsplattform gibt es in Europa derzeit nur in Moskau. Wenn Sie nicht ganz so hoch hinaus wollen, steigen Sie bereits in der zweiten Etage aus. In immer noch beeindruckenden 115 Metern können Sie im Sternerestaurant "Jules Vernes" speisen. Einen Tisch sollten Sie allerdings bereits reserviert haben. Sie finden hier außerdem noch einen Schnellimbiss sowie einen Souvenir-Shop. Falls das eingenommene Mahl üppig war, können Sie für den Rückweg auch die insgesamt 704 Treppenstufen hinabnehmen. Auf den Weg hinab kommen Sie an der untersten Etage vorbei, die Platz für 3.000 Besucher bietet. Hier finden Sie ein Selbstbedienungsrestaurant, einen Konferenzsaal und sogar einen Kinosaal namens "Cineiffel". Sobald Sie wieder auf dem Boden der Tatsachen angekommen sind, befinden Sie sich am nordwestlichen Rand des Marsfeldes. An- und Abreise gelingen mit den Metro-Linien 6 und 8, der S-Bahn-Linie C oder diversen Buslinien.

Urheberrechtlich geschützt: Farbe und Nachtaufnahmen

Wissen Sie eigentlich, welche Farbe der Eiffelturm hat? Seit seiner Eröffnung hat man bereits häufiger die Farbtöne gewechselt. Von Rot über Braun bis hin zu einem Orangegelb war bereits alles dabei. Seit 1968 trägt das Wahrzeichen von Paris jedoch seine ganz eigene Farbe namens "Eiffelturmbraun". Durchschnittlich alle sieben Jahre erfolgt ein kompletter Neuanstrich – per Hand. Kosten: Drei Millionen Euro. Die Farbe ist übrigens genauso urheberrechtlich geschützt wie nächtliche Bildaufnahmen, wenn der Eiffelturm beleuchtet ist. Zwar gibt es auf den Turm selbst keine Urheberrechte mehr, doch bei den oft aufwendigen Lichtinszenierungen sind vor einer kommerziellen Veröffentlichung Abgaben an die Betreibergesellschaft zu zahlen. Private Urlaubsaufnahmen sind davon nicht betroffen. Sie müssen Sie sich übrigens nicht auf bestimmte Öffnungszeiten einstellen – egal, zu welcher Jahreszeit Sie in die Stadt der Liebe reisen: Der Turm ist an 365 Tagen im Jahr geöffnet. Einzig Wind und Wetter könnten Ihnen beim Aufstieg einen Strich durch die Rechnung machen. In den Sommermonaten vom 15. Juni bis zum 1. September ist der letzte Aufstieg um Mitternacht möglich, ehe der Eiffelturm eine Dreiviertelstunde später schließt.

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