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Fraser Island: Weltgrößte Sandinsel

Fraser Island: Weltgrößte Sandinsel

25.05.2012, 18:00 Uhr | tj (CF)

Sie haben Lust auf Strandurlaub? Na dann auf nach Fraser Island. Auf keiner Insel der Welt gibt es mehr Sand als hier. Dafür gibt es hier sonst nicht so viel, zumindest kaum Spuren menschlicher Zivilisation – dafür aber Natur pur.

So ganz stimmt die Behauptung mit der fehlenden Zivilisation vielleicht doch nicht, denn natürlich hält er sich selbst gerne auf Fraser Island auf: Der Mensch. Unzählige Touristen machen sich aus dem etwa 190 Kilometer weiter südlich an der australischen Ostküste gelegenen Brisbane auf den Weg nach Fraser Island, um die unberührte Natur zu erleben. Denn die gibt es hier tatsächlich reichlich: Hotels gibt es nur wenige, dafür um so mehr Campingplätze. Befestigte Straßen: Fehlanzeige. Die Hauptverkehrsroute von Norden nach Süden ist – wie sollte es anders sein – der Strand. Dieser führt eine gefühlt unendliche Länge von über 120 Kilometern die Ostküste entlang. Natürlich gelten auch hier Linksverkehr sowie die üblichen anderen Verkehrsregeln Australiens. Nur eines ist anders: Flugzeugen haben Sie Vorfahrt zu gewähren, denn der Strand ist gleichzeitig Highway sowie Start- und Landebahn für Inselrundflüge. Mit dem Flugzeug geht natürlich alles etwas schneller auf Fraser Island, trotzdem können Sie das Landesinnere der Sandinsel nur mit Allradfahrzeugen erreichen. Immer auf der Hut, dass das Fahrzeug nicht im Sand stecken bleibt. Und das mitten im Dschungel. Im Dschungel? Obwohl die Insel aus Sand besteht, der sich über Millionen Jahre auf Vulkangestein angesammelt hat, ist sie üppig bewachsen.

Grund dafür sind die knapp 200 Süßwasserseen, die Fraser Island ganze sieben verschiedene Vegetationszonen beschert haben: Neben den sandigen Heidelandschaften finden Sie hier Regenwälder, Mangrovensümpfe und sogar Eukalyptuswälder. Die ganze Insel ist ein kompliziertes und einmaliges Ökosystem, sodass es die UNESCO 1992 zum Weltnaturerbe ernannt hat. Den Aborigines ist diese Einzigartigkeit und Schönheit der Natur bereits seit Tausenden von Jahren bewusst, sie nennen die Insel mit dem kilometerlangen Strand schlicht und einfach K'gari, was so viel wie Paradies heißt. Urlaub im Paradies, das hört sich doch verlockend an. Ob Sie lieber ein festes Dach über den Kopf haben oder im Zelt auf einen der Campingplätze nächtigen, müssen Sie selbst entscheiden. Doch warum bei so viel Natur nicht auch einmal eine naturnahe Unterkunft? In mancher Hinsicht sollten Sie der Natur auf Fraser Island allerdings nicht zu nahe kommen. So leider auch am Sandstrand an der Ostküste. Haie, die sich nahe ans Ufer wagen, machen das Schwimmen hier unmöglich. Die Strand-Alternativen im Landesinneren stehen der Idylle aber in nichts nach: Der beliebteste unter Ihnen – der Lake McKenzie – lockt mit angenehmen Temperaturen und feinstem Sandstrand. Gefährliche Tiere finden Sie hier nicht.

Fraser Island: Willkommen im Paradies

Es sei denn, Sie begegnen einem der etwa zehn Dingo-Rudel, die auf Fraser Island leben. Diese sollten Sie nicht füttern, sondern den Dingos lieber aus dem Weg gehen. Unnötige Zwischenfälle enden für die Tiere meist tödlich, in einem Fall allerdings auch für ein Kind. Ungefährlicher ist es hingegen, Wale und Delfine zu beobachten, die in der Zeit von August bis November die warmen Gewässer der Harvey Bay aufsuchen, um ihren Nachwuchs großzuziehen. Die Nordspitze von Fraser Island bietet die beste Gelegenheit, die imposanten Meeressäuger zu beobachten. Neben den zahlreichen Tierarten – ein Leguan auf der Picknickdecke gefälligst? – lädt auch eines der wenigen zivilisatorischen Zeugnisse zu einem Ausflug ein: Das Wrack der MS Maheno, das in der Nähe von Eli Creek am Strand an der Ostküste liegt. Allerdings ragen nur noch die oberen zwei Decks aus dem Sand hervor. Urlaub auf Fraser Island ist eben doch nicht der typische Strandurlaub – und das ist auch gut so, denn wo sonst ist es heutzutage noch möglich, die schönsten Tage des Jahres in einem verhältnismäßig unberührten Naturparadies zu verbringen? Wer ohnehin nach Australien reist, sollte hier mindestens für einen Kurztrip haltmachen.

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