Sie sind hier: Home > Leben > Reisen >

Madrid erwacht bei Nacht

Madrid erwacht bei Nacht

25.05.2012, 18:00 Uhr | pk (CF)

Was wäre Madrid ohne Kultur? Während tagsüber die bedeutenden Museen mit ihren Kunstschätzen locken, können Sie sich abends vom Nachtleben der spanischen Hauptstadt mit seiner unbändigen Feierkultur verführen lassen.

Mit seinen knapp 3,3 Millionen Einwohnern ist Madrid die drittgrößte Stadt der Europäischen Union. Im Zentrum der Iberischen Halbinsel gelegen, lässt sich nicht nur in Sachen Fußball eine gewisse Rivalität zwischen der spanischen Hauptstadt und Barcelona feststellen. Trotz aller Bemühungen vermag die Mittelmeerstadt einen moderneren Eindruck zu hinterlassen – trotz aller Bemühungen der Madrilenen, diesen Eindruck zu verwischen. Doch auch, wenn hier vieles konservativer erscheint, muss man ihnen eines lassen: Vor allem nachts pulsiert in der Metropole das pure Leben. Gelebt wird nicht zu Hause, sondern am liebsten auf der Straße und öffentlichen Plätzen. Hier zieht man von Bar zu Bar oder tanzt von einem der zahlreichen Club in den nächsten. So manches Mal ist es sogar schwer, diese voneinander zu unterscheiden. Doch die Lokalitäten sind dabei auch gar nicht so wichtig: In Madrid auszugehen, heißt, um die Häuser zu ziehen. Eine Bar dient da meist nur als Zwischenstopp für das nächste Bier, zu dem Sie häufig auch kostenlos Tappas gereicht bekommen. Zentrum des Geschehens ist der Puerta del Sol, der nicht nur tatsächlich das städtische Zentrum Madrids ist, sondern an dem sich auch der Nullpunkt befindet, von dem aus alle großen Fernstraßen Spaniens beginnen.

Wer sich gleich am ersten Tag die Nacht um die Ohren schlägt, sollte es die nächsten Tage vielleicht etwas ruhiger angehen lassen. Um die Stadt zu erkunden, sollten Sie sich insgesamt schon gut drei Tage Zeit lassen – in dem Wissen, dass Sie selbst dann immer noch nicht alles gesehen haben. Darum planen Sie auch mindestens einen Nachmittag für die Kunst im "Goldenen Dreieck" ein: Die international bedeutungsvollen Museen Prado, Thyssen-Bornemisza-Museum und die Reina Sofía laden dazu ein, sich im musealen Bermudadreieck zu verlieren. Ob die Meisterwerke Goyas, El Grecos oder Rembrandts im Prado oder Picassos Guernica im Kunstmuseum Reina Sofía – nicht nur Kunstliebhaber kommen hier auf ihre Kosten. Einen Besuch wert ist auch der prunkvolle Königspalast sowie der Retiro Park, der in zentraler Lage zur Erholung nach einem ereignisreichen Tag einlädt. Wenn Sie sich an der Kunst noch nicht sattgesehen haben, locken hier diverse weitere Ausstellungsorte. Alternativ lädt ein See zu einer Bootstour ein oder Sie versuchen sich in einer Partie Schach mit einem der Einheimischen. Nicht zuletzt können Sie auch einfach nur entspannen, das bunte Treiben beobachten und sich auf eine neue Runde im Nachtleben von Madrid vorbereiten.

Madrid: Vom Dorf zur spanischen Hauptstadt

Die heutige Weltstadt Madrid gehört übrigens zu den eher jüngeren europäischen Metropolen. Zwar erlangte Madrid seinen Titel als spanische Hauptstadt bereits 1561 unter König Philipp II., doch von einem pulsierenden Zentrum der Iberischen Halbinsel war es noch weit entfernt – stattdessen war Madrid ein unbedeutendes Dorf, das noch nicht einmal das Stadtrecht besaß. Mit der Entscheidung, seine Residenz an diesen Ort zu verlagern, begann dann der Aufstieg Madrids, das innerhalb von weniger als 150 Jahren zur fünftgrößten Stadt Europas aufstieg. Um sich zu der modernen und weltoffenen Großstadt zu entwickeln, bedurfte es jedoch noch etlicher Jahre. Erst nach der Franco-Diktatur 1975 erlangte man viele der weltlichen Freiheiten, die Madrid nur zu einem Ziel für Kulturschaffende und -kenner machten, sondern auch für die Freunde des ausschweifenden Nachtlebens. Wie praktisch, dass sich dies alles zu Fuß erledigen lässt, denn Feiern und Kunst liegen in Madrid eben ganz nah beieinander: Im Zentrum der Stadt. Wer bei seinem zweiten Besuch den Rest der Stadt erkunden will, nimmt dafür einfach die Metro. Das U-Bahn-Netz ist das viertlängste der Welt.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Mehr zu den Themen

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Highspeed mit Hightech: mit MagentaZuhause surfen!
hier MagentaZuhause M sichern
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal