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Brooklyn: Kleine Weltstadt in New York

Brooklyn: Kleine Weltstadt in New York

31.05.2012, 15:36 Uhr | ks (CF)

Die Dominanz Manhattans schwindet. Immer mehr Menschen, egal ob Einwohner oder Touristen, entdecken Brooklyn für sich. Mag Manhattan auch das Geld haben, Brooklyn hat die Kreativität, ein eigenes Flair und eine entspanntere Atmosphäre.

Brooklyn ist im Kommen. Immer mehr Neubauten von Hotels legen beredtes Zeugnis davon ab. Hier sind die Grundstückspreise billiger und die Preise für Übernachtungen auch. Hundert Dollar müssen Sie im Schnitt für eine Übernachtung in Brooklyn weniger zahlen als in Manhattan. Auch junge Familien schätzen das Viertel. In den Backstein- und Sandsteinhäusern des 19. Jahrhunderts lässt es sich schließlich behaglicher und heimeliger leben als in den schicken, aber teuren Appartments von Manhattan. Doch es wäre verfehlt, Brooklyn deswegen als das langweilige Familienviertel New Yorks zu bezeichnen. Vielmehr tummeln sich hier ebenfalls Menschen der verschiedensten Nationen und Kulturen und sorgen so für eine inspirierende Melting-Pot-Atmosphäre. So sind von den 2,5 Millionen Einwohnern Brooklyns ein Drittel Weiße, ein Drittel Farbige und das übrige Drittel teilen sich Hispanics und Asiaten. Dabei bilden die Weißen keine homogene Einheit, sondern zerfallen wiederum in Untergruppen wie Russen, Juden, Iren oder Amerikaner, die schon mehr im Melting Pot der gemeinsamen amerikanischen Identität aufgegangen sind. >>

Dabei konzentrieren sich manche Minderheiten in bestimmten Stadtteilen wie Borough Park (Juden) oder Brighton Beach (Russen).
So können Sie beim Schlendern also leicht von russischen Kaviarauslagen zu orientalischen Gewürzen kommen, um sich am Ende dann doch für Chinanudeln als Mittagsgericht zu entscheiden, bevor Sie den Sonntagnachmittag entweder auf dem Flohmarkt beenden, wo Sie viele Vintage-Perlen oder Antiquitäten erwerben können, oder im Ägyptischen Museum von Brooklyn ausklingen lassen, wo es überraschenderweise eines der größten Museen für altägyptische Antiquitäten gibt. Aber das sagt wohl mehr etwas über den Stellenwert der Ägyptologie aus als über den von Brooklyn als Museumszentrum, denn die wirklich wichtigen Museen New Yorks wie das MoMA oder das Guggenheim sind natürlich in Manhattan. Doch das heißt nicht, dass es in Brooklyn nicht abseits der Museumsklassiker keine Kleinode zu entdecken gäbe. So befindet sich in Brooklyn beispielsweise auch das älteste Kindermuseum der Welt, in dem die Kleinen spielerisch die Rätsel unserer Alltagsgegenwart entdecken und mehr über das Leben von Kindern in anderen Kulturen erfahren können. Außerdem gibt es in einem alten U-Bahn-Schacht ein U-Bahn-Museum. Wer da nicht Lust auf eine Reise kriegt, wollte als Kind wohl nie Lokführer werden.

Die lange Reise nach Brooklyn

Die lange Reise nach Brooklyn führt über die berühmte Brooklyn Bridge. Doch während man über die Hängebrücke flaniert und neben sich die Autos rauschen hört und auf die Upper Bay und Governor's Island schaut, werden die Gedanken Zeit haben, eine eigene Reise anzutreten. Lang ist die Geschichte Brooklyns. 1646 schon gründeten die Holländer gegenüber von Nieuw Amsterdam Breukelen, das sie nach einer Stadt bei Utrecht benannten. 1776 schlugen hier die Engländer die Truppen der amerikanischen Unabhängigkeitsbewegung und ganz New York blieb bis zum Frieden von Paris 1783 in englischer Hand. Brooklyn selbst wuchs in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts rasant und gliederte viele selbstständige Orte wie Williamsburgh ein, war Ziel vieler Einwanderer und Zuhause vieler Arbeiter, ehe sich die Brooklyner 1898 dafür entschieden, zu New York gehören zu wollen. Doch da endet auch schon der Spaziergang, der Wind pfeift und ab geht's ins DUMBO (Down under Manhattan Bridge) in eines der vielen Restaurants oder später vielleicht noch in eine Bar. Woody Allen drehte hier viele Filme. Es muss also nicht immer Manhattan sein, wenn Sie nach New York reisen.

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