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Monaco: Das Fürstentum der Reichen

Monaco: Das Fürstentum der Reichen

31.05.2012, 13:36 Uhr | kb (CF)

Wer Gala und Bunte mit ihrer Bewunderung für den Adel belächelt, wird vielleicht auch dem Fürstentum Monaco nicht die Aufmerksamkeit zollen, die es verdient. Denn die kleine Stadt am Mittelmeer hat viele Reize und ist eine Reise wert.

Monaco ist ein winziger Flecken Erde, auf dem so einiges zusammenkommt. Hier vermischen sich verschiedene Ingredienzien zu einer einzigartigen Kombination. Wenn Sie davon auch nur einen Schluck gekostet haben, werden Sie verstehen, worin der Reiz des Adels liegen kann. Adel hat natürlich zuvorderst immer etwas mit einer alten Abstammung zu tun. Im Falle von Monaco liegt die auch sehr weit zurück. So war der Ort schon von Phöniziern, Griechen und Römern besiedelt, bevor die Genuesen dort eine Festung errichteten. Diese erstürmte der Raubritter Grimaldi und seine Nachfahren setzten sich dort schließlich nach mehreren Rückeroberungen erfolgreich fest. Doch die Reise zur völligen Unabhängigkeit war für die Stadt natürlich noch weit, und Monaco ist auch erst 1993 den Vereinten Nationen beigetreten. Mit seinen bloß zwei Quadratkilometern ist Monaco denn auch der zweitkleinste Staat der Welt (nach dem Vatikan), hat mit 16.319 Einwohnern pro Quadratkilometer aber die höchste Bevölkerungsdichte aller Staaten. Und wohl auch die höchste Ausländerdichte, denn es gibt nur 7600 Monegassen. Doch halten sich die sozialen Probleme in Grenzen und Monaco erhebt nicht einmal eine Einkommenssteuer. Doch das reicht natürlich noch nicht aus, um den Reiz des Adels und Monacos zu ergründen.

Dafür muss man sich in die Arena oder auf die Rennbahn begeben. Alljährlich findet in Monaco nämlich das größte Zirkusfestival der Welt, das "Zirkusfestival von Monte Carlo", statt, wo auch der Zirkusoscar, der "Goldene Clown", verliehen wird. Ob dort nun der Cirque du Soleil oder der legendäre Oleg Popov auftritt: Hier vereinen sich Artistik und Akrobatik des fahrenden Volkes mit dem Glanz und Gloria einer mondänen Fürstendynastie. Und dann natürlich der Große Preis von Monte Carlo, dieses legendärste aller Formel-1-Straßenrennen. In den engen Straßen des Stadtteils von Monaco ist das "wie Hubschrauberfliegen im Wohnzimmer", wie sich ein Formel-1-Pilot ausdrückte. Wer bei solchen Events noch nicht dem Rausch des Adels verfällt, muss vielleicht seine Rolle als Zuschauer abstreifen und selbst Akteur werden. Im legendären Casino von Monte Carlo. Dieses ist ein extrem eleganter und luxuriöser Prachtbau aus dem 19. Jahrhundert, dessen Architekt Charles Garnier übrigens auch die Pariser Oper entworfen hat. Nirgendwo ist es so stilvoll, sein Vermögen durchzubringen wie an diesem Ort – und nirgends so triumphal, sich eines zu erspielen. Genügend vermögende Mitspieler gibt es auf jeden Fall. Da lohnt sich die Reise.

Monaco – eine ruhelose Stadt?

Natürlich kann Monaco hoffnungslos überlaufen sein, vor allem, wenn die Kreuzfahrtschiffe anlegen und die Seereisen für einen Landgang unterbrochen werden. Doch es gibt auch Oasen der Ruhe. So war ein Grimaldi ein leidenschaftlicher Tiefseeforscher (auch so was kommt beim Adel vor) und gründete ein Ozeanarium, in dem es viele spektakuläre Souvenirs seiner Reisen zu besichtigen gibt. Ein anderer Grimaldi begeisterte sich dagegen für Gärten – und so gibt es in der Stadt einen Jardin exotique und einen nicht minder exotischen Japanischen Garten. Doch wirklich berühmt wurden die Grimaldis für eine andere Leidenschaft. Für die Leidenschaft Fürst Rainiers zu Grace Kelly, der legendären Filmdiva, die 1980 bei einem Autounfall starb. Damals trauerte die halbe Welt - und die Stadt Monaco legte einen großen – Rosengarten zum Andenken an. Damit hörte die ebenfalls weltbekannte Oper von Monte Carlo auf, der einzige Ort in der Stadt zu sein, in dem die große Tragik des Lebens zelebriert wird. Doch die Reise des Lebens ging weiter. 1999 heiratete Prinzessin Caroline Ernst August, den Prügel- und Pinkelprinzen von Hannover. Auch das ist Adel.

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