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Singapur: Geprägt von Sauberkeit

Singapur: Geprägt von Sauberkeit

31.05.2012, 15:36 Uhr | ae (CF)

Andere Länder, andere Sitten. Selten hat diese Weisheit so auf ein Land gepasst wie auf Singapur. Vieles mag unverständlich sein, doch wenn man die Regeln beherzigt, wird man mit einem unvergesslichen Ausflug in den Stadtstaat belohnt.

Singapur ist mit einer Größe, die in etwa der Hamburgs entspricht, der kleinste Staat Südostasiens und hat eine Bevölkerung von fünf Millionen Einwohnern. Dabei ist Singapur eine multiethnische Stadt: Mit 76 Prozent machen Chinesen den weitaus größten Teil der Bevölkerung aus, doch auch Malaien (14 Prozent) und Inder (8 Prozent) gehören zur angestammten Bevölkerung. Gegründet wurde Singapur im Jahre 1819 als britische Handelskolonie und die britische Herrschaft endete – neben einer kurzen Unterbrechung während der japanischen Besatzung – erst 1963. Allerdings wurde Singapur nicht unmittelbar darauf unabhängig, sondern Teil einer Föderation mit Malaysia, Sabah und Sarawak (die heute Bundesstaaten von Malaysia sind). Normalerweise würde man erwarten, dass es dann so etwas wie eine Unabhängigkeitsbewegung in Singapur gegeben hätte – doch weit gefehlt. Singapur ist der vielleicht einzige Staat der Erde, der dadurch entstand, weil ihn ein anderer Staat nicht mehr haben wollte und ausgeschlossen hat. Entsprechend brach der Premier von Singapur am Unabhängigkeitstag in Tränen aus. Und damit so was nicht noch mal passiert, helfen nur strenge Regeln und gutes Benehmen.

Die Gesetze in Singapur gehören zu den härtesten der Welt. Auch wenn Sie nur für einen Zwischenaufenthalt den Flughafen verlassen, sollten Sie darauf achten, dass Sie weniger als 17 Zigaretten dabei haben. Wenn Sie aus Versehen eine ganze Stange mitbringen würden, müssten Sie als Strafe das Zehnfache des örtlichen Preises, also rund 550 Euro bezahlen. Doch achten Sie darauf, dass Sie nicht am falschen Ort rauchen oder achtlos eine Kippe wegschnippen: Sozialstunden in neonfarbener Weste mit einer Aufschrift à la "Sünder" sind die Folge. Und wenn Sie sich dann darüber aufregen würden, wären Sie wegen "Vandalismus" dran. Und das setzt dann Schläge mit dem Rohrstock. Bei Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 160 Kilometern in der Stunde rast die Rute dabei aufs Gesäß des Delinquenten und hinterlässt übelste Narben. Nach so einem Schock hat wohl jeder das Bedürfnis, erst einmal runterzukommen. Marihuana ist da aber eine ganz schlechte Idee. Hat man davon eine, sagen wir, "mittlere" Menge von 500 Gramm dabei, wartet der Strick. Über das "normale" Maß hinausgehende Sexpraktiken wurden aber neuerdings legalisiert. Dass die Busfahrer der Stadt angehalten sind, prinzipiell kein Wechselgeld herauszugeben, ist da sicherlich nur noch eine lässliche Kuriosität. Neben dem Zivilrecht hat Singapur aber noch andere Sehenswürdigkeiten.

Singapur – die sauberste Stadt der Welt

Zum Beispiel eine, die Sie nicht sehen: Müll und Dreck. Die Stadt wird täglich von Putzkolonnen geschrubbt und geputzt. Es blitzt und blinkt wie die Skyline der Stadt, die vor Hochhäusern nur so strotzt. Außerdem wimmelt es von Tempeln, Kirchen und Moscheen, die friedlich oft in unmittelbarer Nachbarschaft zueinander stehen. Doch was am meisten verblüfft: Singapur hat auch ein reges Nachtleben und sogar einige Rotlichtbezirke wie den Geylang District. Bars und Restaurants (die Küchen Singapurs sind ausgezeichnet und haben viele Einflüsse) finden Sie dagegen eher in Boat und Clarke Quai am Singapore River. Auch ein China- und ein India-Town gibt es. Wem das zu viel Stadt ist, sollte dem botanischen Garten einen Besuch abstatten. Hier gibt es mehr als 3.000 Orchideen-Arten, darunter eine weiße Orchidee, die nach Angela Merkel benannt ist. Auch gibt es zwei Nationalparks, in denen Sie unter anderem Mangrovenwälder bestaunen können und die Sentosa Ausflugsinsel mit einem Vergnügungspark. In der neuesten architektonischen Sehenswürdigkeit können Sie sogar übernachten: Das Marina Bay Sands Hotel ist 200 Meter hoch und hat ein Dach wie ein Surfbrett. "Easy Going" hat also doch einen Platz in der Stadt – wenn auch nur als Symbol.

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