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Nizza: Ewige Sonne an der Küstenstadt

Nizza: Ewige Sonne an der Küstenstadt

31.05.2012, 13:36 Uhr | tm (CF)

Nizza ist eine der Städte, bei denen man unmöglich "Nein" sagen kann. Zu schön ist die Altstadt, zu pittoresk die Umgebung und zu angenehm das Klima. Warum da also nicht einfach "Ja" sagen und die Koffer packen?

Nizza liegt zwischen Cannes und Monaco an der Côte d'Azur in der Nähe der italienischen Grenze. Die Stadt befindet sich an den Ausläufern der Seealpen und wird vom Var-Tal und dem Mont Boron eingefasst. Durch diese außerordentlich geschützte Lage weist Nizza ein sehr angenehmes Klima auf. Der August hat erträgliche Höchsttemperaturen und im Winter ist es nicht zu kalt. Da wundert es nicht, dass die Stadt früh schon zu einem beliebten Reiseziel avancierte. Zuerst kamen im 19. Jahrhundert die Engländer und bald schon folgten ihnen die Russen. In der Hochphase des Nizza-Tourismus kurz vorm Ersten Weltkrieg verbrachten sensationelle 150.000 Gäste den ganzen Winter in Nizza. Unter ihnen waren oft auch gekrönte Häupter, so die russische Zarenfamilie, Königin Victoria und Franz Joseph und Sissi. Doch nicht allen half das angenehme Klima: So verstarb 1865 in Nizza der erst 22 jährige Zarensohn Nikolai Alexandrowitsch, der nach einer damals sehr beschwerlichen Rundreise durch Russland so sehr an Kräften verloren hatte, dass ihn auch das mediterrane Klima nicht mehr auf die Beine brachte. An seinem Sterbeort wurde später die prächtige russisch orthodoxe Kathedrale Saint Nicolas errichtet.

Doch auch die Engländer hinterließen bleibende Spuren im Stadtbild. So wurde auf Initiative des Engländers Lewis Way ein schmaler Kieselweg am Strand zur Promenade ausgebaut, die heute offiziell den Namen "Promenade des Anglais" führt, von den Einheimischen aber schlicht "Prom" genannt wird. Dieser Ort des Sehens und Gesehenwerdens erfüllte völlig die Bedürfnisse des wasserscheuen 19. Jahrhunderts. Heutzutage liebt man es dann aber doch ein wenig nasser oder zumindest beachiger. Doch der Strand ist Nizzas einziger Wermutstropfen. Es ist nämlich kein Sand-, sondern nur ein Kiesel- beziehungsweise Steinstrand. Dafür können Sie, wenn's Ihnen langweilig wird, praktisch unbegrenzt Kieselsteine ins Wasser werfen. Aber das ist ein sehr schwacher Trost. Besser ist da dann schon ein Spaziergang durch die Stadt: Die großenteils unzerstört gebliebene Altstadt – Nizza war im Zweiten Weltkrieg besetzt – wird von vielen barocken Gebäuden gesäumt, darunter sowohl Wohnhäuser als auch Kirchen wie die Kathedrale Saint-Réparate. Die Neustadt, die sich bis zum früher außerhalb gelegenen Bahnhof hinzieht, ist ebenfalls sehenswert, denn hier errichtete der (Geld-)Adel des 19. Jahrhunderts seine Winterdomizile im Belle-Epoque- oder Art-déco-Stil.

Der Nerd und die Kunst

Doch auch wenn in Nizza heute sogar wieder eine Straßenbahn ihren Betrieb aufgenommen hat, heißt das nicht, dass in Nizza die Zeit stehen geblieben ist. Heute wird Nizza von einer überwiegend jungen Bevölkerung bewohnt, darunter viele Studenten und junge High-Potentials aus dem nahen Sophia Antipolis, dem französischen Silicon Valley. Und in Frankreich verstehen sich sogar die Nerds aufs Savoir vivre. In unzähligen Restaurants wird so ziemlich alles verköstigt, was schmeckt: Von lokaler provenzalischer Küche bis hin zur experimentellen Gourmetküche modernen Stils. Des Weiteren ist Nizza auch für seine Modeboutiquen bekannt. So finden Sie in der Rue Paradis so manchen "dernier cri". Überhaupt war Nizza immer auch Kunstmetropole. Henri Matisse lebte hier von 1917 bis zu seinem Tod 1954. Auch Chagall war oft vor Ort. Viele seiner Werke und die seiner nicht minder berühmter Kollegen sind in den vielen örtlichen Museen zu sehen. Wer dagegen am kulturellen Puls der Gegenwart sein möchte, sollte in Nizza das Center Cinématographique besuchen, das ein Treffpunkt der örtlichen Kulturszene ist. Anreisen können Sie übrigens bequem per Flugzeug.

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