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Oslo: Teuer, aber hyggelig

Oslo: Teuer, aber hyggelig

18.06.2012, 10:33 Uhr | mp (CF)

Oslo ist eine weltoffene Stadt – aber eine Weltstadt? Nein, dafür fehlt Norwegens Hauptstadt das urbane Flair. Fast alles ist hier eine Nummer kleiner, aber trotzdem teurer als anderswo in der Welt. Dafür ist Oslo vor allem eines: Hyggelig.

Mit Hügeln hat diese norwegische Umschreibung allerdings nichts zu tun, auch wenn sich beispielsweise mit dem Holmenkollen ein Berg im Osloer Stadtgebiet befindet, der vor allem Wintersportfreunden ein Begriff sein wird. Hier steht eine der bekanntesten Skisprunganlagen der Welt. Aber nein, hyggelig beschreibt vielmehr eine Art Lebensgefühl, das sich am ehesten mit dem deutschen "gemütlich", "angenehm" oder "entspannt" übersetzen ließe. Denn genau das macht Oslo aus: Die Stadt bietet alles, was man sich von einer Großstadt erwartet: Kultur, Architektur und ein aufregendes Nachtleben – doch all dies ohne die Hektik vieler anderer Großstädte. Vielleicht liegt dies an den Menschen, die hier wohnen: Von den etwa 600.000 Einwohnern sind rund ein Viertel Ausländer. Das Zusammenleben läuft hier im Großen und Ganzen sehr, nun ja, entspannt ab. Wofür nicht zuletzt vielleicht auch der große Reichtum des Landes verantwortlich ist, der die Integration in mancherlei Hinsicht etwas einfacher macht. Doch auch die Natur, die die Stadt umgibt, trägt maßgeblich zur Entspannung bei. >>

Wer das geografische Zentrum Oslos aufsuchen will, sollte sich nicht Wundern, dass dieses mitten im Wald liegt. Fjorde, Berge, Wälder, Wasser, Strände: Die Natur hat es einfach gut gemeint mit Oslo, das an der Spitze eines mehr als 100 Kilometer langen Fjordes liegt.
Um sich hierauf einzustellen, empfiehlt sich eine Anreise mit einem der Fährschiffe aus Kiel. In den letzten Jahren wurde die Flotte auf dieser Route durch Schiffe ersetzt, die eher Kreuzfahrtschiffen gleichen. So können Sie sich hinreichend auf das "Hyggelig-Gefühl" einstellen. Nahezu majestätisch mutet die morgendliche Einfahrt in den Oslofjord an. Doch man täte Norwegens Hauptstadt unrecht, wenn man Sie nur auf die Natur und den schnöden Mammon beschränken würde. In Sachen Kultur lässt sich hier nämlich auch so einiges erleben. Die im Jahr 2008 eröffnete Oper lockt nicht nur mit großartigen Darbietungen, sondern auch mit einer einzigartigen Architektur sowie seiner exponierten Lage direkt am Fjord. In Oslo konzentrieren sich ansonsten nahezu sämtliche Museen zu Norwegens größten Kulturschaffenden. Ob Ibsen, Munch oder Vigeland. Der Skulpturenpark Vigeland gehört sogar zu Norwegens meistbesuchten Sehenswürdigkeiten und ist mit über 200 Skulpturen das Lebenswerk des Bildhauers. Ein Besuch lohnt sich allemal – und schließlich muss es ja nicht immer der letzte Schrei sein. Falls doch: Munchs Meisterwerk hängt in drei Versionen in Oslo. Zwei im Munch-Museum und eines in der Nationalgalerie.

Ob Mode oder Munch: Der letzte Schrei in Oslo

Wenn Sie den letzten Schrei allerdings in modischer Hinsicht suchen, sollten Sie sich in den Bogstadveien begeben, wo Sie allerhand Geschäfte und Märkte finden, die einen Besuch wert sind. Beeindruckend ist aber auch das Einkaufszentrum "Paleet" in Oslos bekanntester Pracht- und Einkaufsstraße, der Karl-Johans-Gate. Und wenn Sie schon mal hier sind, können Sie auch gleich einen Blick auf das königliche Schloss werfen, das sich am Ende der Straße befindet. Am besten, Sie mieten sich im Grand Hotel ein, das ebenfalls am Boulevard liegt. In dem dazugehörigen Café machte es sich sogar schon Henrik Ibsen gemütlich, um vielleicht Ideen für seine nicht ganz so hyggeligen Dramen zu sammeln. Nicht ganz so prächtig, dafür aber immerhin geschichtsträchtig, ist das Osloer Rathaus. Hier wird jedes Jahr der wohl renommierteste aller Nobelpreise vergeben – der Friedensnobelpreis. Und friedlich geht es in der Stadt tatsächlich zu, wenn Sie sich beispielsweise an das Ufer des Fjordes setzen und auf die zahlreichen Inseln blicken. Zwischen den vielen Schiffen im Hafen gesellt sich vielleicht schon bald das nächste Fährschiff und entlässt seine Passagiere in die Hyggeligkeit der Stadt.

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