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Kopenhagen: Kleine Weltstadt

Kopenhagen: Kleine Weltstadt

18.06.2012, 10:34 Uhr | ks (CF)

Kopenhagen ist zwar die größte aller skandinavischen Städte, hat sich aber dennoch den Charme einer Kleinstadt erhalten. Viel Grün, viele Fahrräder und noch mehr Kultur. Die Kleine Meerjungfrau entpuppt sich allerdings wirklich als klein.

Einst war Kopenhagen die wohl bedeutendste Stadt im Ostseeraum: Als Hauptstadt des dänischen Königreiches liefen hier lange Zeit viele Fäden zusammen. Dänemark war schließlich einer der Big Player im europäischen, aber auch weltweiten Handelsgeschäft. Daher auch der naheliegende Name Kopenhagen, der sich aus der dänischen Bezeichnung für Kaufmannshafen herleitet. Seine internationale Größe verlor das Königreich erst nach den Napoleonischen Kriegen und der anschließenden Neuordnung Europas. Kopenhagen scheint ein Spiegelbild dieser historischen Entwicklung zu sein: Denn eine gewisse Größe ist der Stadt keinesfalls abzusprechen. In der Metropolregion wohnen immerhin über eine Million Menschen (im eigentlichen Stadtgebiet etwas mehr als die Hälfte). Auch an repräsentativen Bauten mangelt es nicht: Das Schloss Christiansborg, in dem alle dänischen Staatsgewalten untergebracht sind, oder das Königshaus Schloss Amalienborg, in dem Königin Margrethe II. residiert, sowie das Königliche Theater gehören zu den beeindruckendsten Bauten aus vergangenen Tagen, in denen Kopenhagens Wort noch großes Gewicht in Europa besaß. Das heißt natürlich nicht, dass seither nichts Großartiges mehr gebaut wurde, allerdings mit etwas weniger Prunk, sondern im zurückhaltenden dänischen Design, das weltweit Anerkennung findet.

So zum Beispiel die Königliche Oper direkt im Hafen sowie das neue Schauspielhaus. Wenn Sie nach kulturellen Highlights suchen, sind Sie in diesen Häusern gut aufgehoben, wobei Kopenhagen natürlich noch weitere ausgezeichnete Spielhäuser hat, wie beispielsweise das Mermaid-Theater, in dem alle Stücke in englischer Sprache aufgeführt werden. Mit der berühmten Kleinen Meerjungfrau hat dies allerdings nur entfernt etwas zu tun. Die bronzene Statue aus dem bekannten Märchen des Dichters Hans Christian Andersen ist das wohl berühmteste Wahrzeichen der Stadt. Blöd nur, dass fast jeder Besucher am Ende etwas enttäuscht ob der mickrigen Größe ist. Die Lille Havfrue an der Hafenpromenade Langelinie ist eben wirklich klein – mit 1,25 Metern sogar eines der kleinsten Wahrzeichen der Welt. Übrigens handelt es sich um eine Kopie. Das Original befindet sich an einem unbekannten Ort. Welch ein Glück, denn die Bronze-Nixe wurde bereits mehrfach Opfer von Vandalismus. Mal entfernte man ihr den Kopf, mal den Arm, ein anderes Mal verunstaltete man die gute Frau mit rosa Farbe. Zu den bleibendsten Eindrücken gehört die kleine Skulptur jedenfalls nicht.

Die Stadt in der Stadt: Christiania in Kopenhagen

Interessanter ist da schon ein Besuch der selbst ernannten Freistadt Christiania, die Sie mit einem Schild mit der Aufschrift "Sie verlassen jetzt die EU" begrüßt. Die geduldete autonome Kommune befindet sich auf den historischen Wallanlagen im Osten der dänischen Hauptstadt und ist Heimat von rund 1.000 Christianiern. Neben dem Drogenhandel finden Sie hier malerische Ecken mit individuell gestalteten Häusern und viel Natur. Prägen Sie sich alles gut ein, denn das Schießen von Fotos ist ausdrücklich nicht erwünscht. Und sollte man Ihnen den Fotoapparat abnehmen, können Sie sich nicht darauf verlassen, dass die Polizei zur Unterstützung eilt. In Christiania gelten eben ganz eigene Regeln, an die Sie sich aus Respekt, aber auch zur eigenen Sicherheit halten sollten. Wenn Sie es lieber etwas ruhiger angehen wollen, lohnt sich ein Besuch des alten Hafens, der irreführenderweise Nyhavn, also Neuer Hafen, heißt. Aber im 17. Jahrhundert waren die historischen Giebelhäuser eben noch neu. Entspannen Sie hier in den zahlreichen Cafés und Restaurants und beobachten Sie das rege Treiben der Schiffe auf dem Wasser.

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