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Kapstadt: Zwischen Meeren und Bergen

Kapstadt: Zwischen Meeren und Bergen

25.06.2012, 10:50 Uhr | pc (CF)

Die Metropole am Kap der Guten Hoffnung vereint maritimes Flair, pittoreske Architektur und ein wunderschönes Hinterland. Damit ist Kapstadt eine der attraktivsten Städte Südafrikas und ein Schmelztiegel der Kulturen.

Kapstadt wirbt damit, dass es die einzige Weltstadt sei, die an zwei Ozeanen liegt. Zwar liegen der Atlantische und der Indische Ozean eigentlich etwa 200 Kilometer auseinander, doch andererseits fluteten hier Einflüsse der westlichen und der östlichen Hemisphäre aufeinander – und nicht zuletzt die des afrikanischen Kontinents. Zwar wurde das Kap der Guten Hoffnung bereits 1488 zum ersten Mal in der Neuzeit von einem Europäer umsegelt, doch Kapstadt selbst wurde erst 1652 vom Holländer Jan van Riebeeck als Versorgungsstation für die holländische Ostindien-Kompanie gegründet. Aus dieser Zeit stammt noch das mächtige, sternförmige Kastell der guten Hoffnung. Neben martialischem Kriegsgerät gibt es dort allerdings auch einige Prunksäle zu besichtigen. Ab 1806 wurde das Kapland dann englische Kronkolonie und ein Großteil der holländischen Bewohner, die sich selbst Buren nannten und deren Sprache sich mittlerweile sogar vom Niederländischen getrennt hatte und heute "Afrikaans" genannt wird, wanderte ins Hinterland ab. >>

Erst nach dem zweiten Burenkrieg konnte das Vereinigte Königreich ganz Südafrika dann ins Empire integrieren. Trotz der harten Kämpfe gelang schnell eine Versöhnung, und heute sind Afrikaans und Englisch gleichberechtigte Sprachen. 

Übrigens ist Afrikaans auch zur Muttersprache vieler Farbiger geworden. Doch bis diese gleichberechtigt waren und das Apartheidsregime überwunden werden konnte, sollte es noch bis 1994 dauern. Maßgeblichen Anteil daran hatte Nelson Mandela vom Afrikanischen National Congress. Dieses Engagement büßte er mit einer 20-jährigen Haftstrafe auf Robben Island, dem Alcatraz Südafrikas. Ein Besuch empfiehlt sich da dringend: Nirgendwo sonst können Sie die beklemmende Atmosphäre der Unterdrückung so hautnah spüren. Denn bei Fahrten in die Townships, wo die farbige Bevölkerung gettoisiert wurde, ist nach wie vor Vorsicht geboten. Eine weit harmlosere Sehenswürdigkeit ist der Tafelberg, der mit 1100 Metern Höhe die Silhouette Kapstadts dominiert. Diesen können Sie entweder zu Fuß erklimmen oder bequem mit der Seilbahn hinauf fahren. Falls er nicht mit Wolken verhangen ist, können Sie von hier aus wirklich eine wundervolle Aussicht genießen – und zwei Ozeane sehen. Natürlich dienen die Ozeane dabei nicht nur zum Angucken: Sie können auch schwimmen gehen. Am beliebtesten ist die False Bay mit dem wärmeren Wasser des Indischen Ozeans. Die Atlantik-Strände überzeugen dagegen grade Surfer mit Wind und Wellengang.

Architektonische Vielfalt und ein pulsierendes Nachtleben

Kapstadt selbst, mit 3,5 Millionen Einwohnern drittgrößte Stadt Südafrikas, besticht mit vielen Sehenswürdigkeiten. Häuser und Kirchen wie die Groote Kerk oder das Old Town House aus der holländischen Zeit ergänzen sich wunderbar mit der viktorianischen Kolonialarchitektur der Engländer. Auch leben in Kapstadt viele Malaien und das malaiische Viertel verströmt mit seinen Moscheen und Märkten asiatisches Flair. Der heruntergekommene Hafen, die Waterfront, wurde liebevoll gentrifiziert und aufgewertet und ist heute einer der beliebtesten Ausgehlocations ganz Südafrikas. Gut möglich, dass Sie da auf den Weingeschmack kommen und anderntags noch einen Ausflug in die Weinanbaugebiete der Umgebung unternehmen, in der sich auch viele Hugenotten angesiedelt hatten. Die beiden beliebtesten Straßen sind die Adderley Street und die Long Street. Erstere ist eher zum Einkaufen, Letztere eher zum Feiern geeignet. Der Greenmarket Square beherbergt dagegen einen der besten Flohmärkte Südafrikas, wo Sie manchen Trödel finden können, der es nicht ganz in eines der vielen Museen Kapstadts wie das Kulturhistorische oder Naturkundliche geschafft hat. 

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