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Stockholm: Eine Stadt aus Inseln

Stockholm: Eine Stadt aus Inseln

25.06.2012, 10:50 Uhr | fs (CF)

Die Hauptstadt Schwedens ist vielleicht die grünste und blaueste Hauptstadt der Welt. Stockholm ist ein regelrechtes Atoll, wie es paradiesischer nicht sein könnte. Da würde selbst Robinson Crusoe gerne noch mal stranden.

In Stockholm und Umgebung gibt es sage und schreibe 24.000 Inseln, die Schären genannt werden. Allerdings liegen die meisten davon außerhalb des eigentlichen Stadtgebietes und sind auch so klein, dass sie keine weitere Rolle spielen und insofern kommt die Stadt mit lediglich 50 Brücken aus, was die Superlative wieder ein wenig relativiert. Gott sei Dank wird Stockholm wegen der bescheidenen Brückenanzahl dann auch nicht "Venedig des Nordens" genannt. Der Name Stockholms leitet sich dabei übrigens von Pfählen ab, die in den Boden gerammt wurden, um darauf Häuser bauen zu können. Auf diese Idee kamen die Schweden erstmals im 13. Jahrhundert. Zweihundert Jahre später wurde dann der dänische König ebenfalls unter die Erde befördert und Stockholm wurde Hauptstadt eines unabhängigen Königreichs, das bald zur Großmacht im Ostseeraum aufstieg. Nach den Nordischen Kriegen war es aber mit der Herrlichkeit der Wasa-Könige wieder vorbei und so kommt es, dass die wichtigste Zeit der schwedischen Geschichte die frühe Neuzeit ist, der denn auch einige der wichtigsten Museen gewidmet sind, wie das Nationalmuseum, wo es neben schwedischem Kunsthandwerk aber auch europäische Kunst zu sehen gibt, das Wasa-Museum (mit einer sehr imposanten Kogge) und das Mittelalter-Museum.

Das Herzstück Stockholms ist zweifellos die auf einer kleinen Insel gelegene Altstadt, die "Gamla Stan". Hier verlaufen schmale Gassen zwischen prächtigen mittelalterlichen Gebäuden. Hauptsehenswürdigkeiten sind die deutsche Kirche (zur Zeit der Hanse lebten hier sehr viele Deutsche), das Ritterhaus und das königliche Schloss. Unmittelbar an Gamla Stan grenzen die beiden kleinen Inseln Riddarholmen und Helgeandsholmen an. Hier finden sich der Reichstag, das Wrangelsche Palais und die Riddarholmskirche. Nördlich davon, auf dem Festland, befindet sich Norrmalm, das auch mal so schön wie die Gamla Stan war, dann aber in den Sechzigern zugunsten von Hochhäusern abgerissen wurde. Allerdings ist es keineswegs so, dass ganz Norrmalm deswegen eine leblose Trabantenstadt wäre: Vielmehr befinden sich hier die wichtigsten Einkaufsstraßen, Cafés, der Bahnhof und und und. Und wer sich mitten im Leben tummelt, braucht auch vielleicht gar keine hübschen Fassaden mehr. Und wenn doch, lohnt sich ein Ausflug zur Insel Södermalm, wo es sogar noch kuschelige Holzhäuser aus dem 17. Jahrhundert gibt. Repräsentativer geht es auf Östermalm zu, wo Häuser aus der Gründerzeit das Stadtbild dominieren. Hier befinden sich übrigens auch viele Clubs.

Stockholm: Eine Großstadt mit Besonderheiten

Die Stadtfläche Stockholms teilt sich übrigens recht gleichmäißg auf bebaute Fläche, Grünfläche und Wasser auf. Da es außerdem auch eine Pkw-Maut gibt, ist die Luft in Stockholm angenehm frisch. Doch nicht nur das: Auch die Wasserqualität ist ausgezeichnet. Und so wimmelt Stockholm von Anglern, die – Trommelwirbel! – Lachse aus dem Wasser ziehen. Doch auch wenn die Laichzeit vorbei ist, ist das Wasser noch für Vergnügungen gut: In den frostigen Wintern friert es nämlich zu und dann ist Stockholm das Mekka der Schlittschuhläufer. Im Sommer bleibt es dafür länger hell, oft bis zwölf, und Sie können dann am mondänen "Nacht"leben der Stadt teilnehmen. Seit Pippi Langstrumpf ist die anarchische Seite der Schweden ja wohlbekannt, und neben Östermalm toben sich die Skandinavier vor allem auf Restaurantbooten oder in Beachclubs wie dem Josefina aus. Doch Vorsicht: Der Ølpreis ist in Schweden schon ziemlich in die Höhe geschnellt, sieben Euro müssen Sie für ein kleines Barrel hinlegen. Doch der Genießer will ja nur beschwippst und nicht betrunken sein. 

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