Sie sind hier: Home > Leben > Reisen >

Bangkok: Stadt der Gegensätze

Bangkok: Stadt der Gegensätze

29.06.2012, 18:13 Uhr | ng (CF)

Bangkok wird Ihnen im wahrsten Sinne des Wortes den Atem verschlagen. Doch neben dem Smog kann das Wirrwarr der Stadt genau so benebelnd sein. Gut, dass es auch Oasen der Ruhe gibt – und Moloche der Lust und des Rausches.

Die thailändische Hauptstadt wird eigentlich fast nur von Ausländern Bangkok genannt, was so viel wie "Dorf im Pflaumenhain" bedeutet und auf den Namen eines kleinen chinesischen Dorfes zurückgeht. An dessen Stelle wurde 1782 die neue Hauptstadt Thailands von König Rama I gegründet, nachdem die alte Hauptstadt in einem Krieg zerstört wurde. Die Thailänder selbst nennen Bangkok "Krung Thep": Die Stadt der Engel. Als wenn das noch nicht poetisch genug wäre, ist es doch nur die Kurzform eines 160 Zeichen langen Namens, in dem ein lyrischer Superlativ auf den nächsten folgt. Die harte Wirklichkeit der ehemaligen Hauptstadt des Sextourismus ist da aber bedeutend schmutziger. Der Smog beeinträchtigt bereits die Gesundheit von einem Siebtel der Bevölkerung. Gepaart mit der hohen Luftfeuchtigkeit und der mangelnden Ventilation kann das ein echtes Risiko darstellen. Auch die Wasserversorgung steckt noch in den Kinderschuhen: Mit dem Bau eines Abwassersystems wurde erst in den Neunzigern begonnen. Auch gibt es noch viele Slums. Infektionskrankheiten wie Typhus, Diarrhöe und auch Cholera sind keine Seltenheit. Kurz: Die Stadt wurde nicht von langer Hand geplant, sondern ist das Ergebnis eines chaotischen Wildwuchses. Sieben Millionen leben jetzt hier – und ein Ende ist nicht abzusehen.

Bangkok hat auch kein richtiges Zentrum, wenn auch eine Skyline mit vielen Hochhäusern. Des Weiteren ist der Verkehr chaotisch: Viele der Ausfallstraßen, für die die alten Kanäle zugeschüttet wurden (mit dem positiven Effekt, dass Bangkok jetzt nicht mehr als das "Venedig des Ostens" gilt), sind nicht miteinander verbunden. Wenigstens wurde aber mit dem Aufbau einer Metro und einer Hochbahn begonnen. Bangkok ist ein Moloch, aus dem sich so mancher sofort wieder heraus wünscht. "One night in Bangkok makes a hard man humble", war schon in den Achtzigern bekannt. Seither hat sich das Rotlichtviertel von der Patpong Road allerdings etwas verlagert: Dort finden jetzt eher "erotische" Freakshows statt. Doch ist das Treiben auf den Straßen so bunt durchgemischt, dass Sie sich auch völlig unversehens an zwielichtigen Orten wiederfinden können, auch wenn die große Zeit der Opiumhöhlen vorbei ist. Wohnhäuser, Geschäfte, Büros, Garküchen und Restaurants sind überall wild durchgemischt. Wenn Ihnen das zu chaotisch wird und Sie das Bedürfnis nach einem "echten Touristenviertel" haben, steuern Sie die Sukhumvit Road an: Den dortigen Restaurants können Sie auch eher vertrauen als den Garküchen, die einfach nicht jedermanns Sache sind.

Die Ruhe im Sturm

Auch wenn Bangkok eine junge Stadt ist, hat sie doch viele Sehenswürdigkeiten. Allen voran sei hier das Wat Phra Kaeo erwähnt, ein Tempelkomplex mit vielen Pagoden und dem smaragdenen Buddha, der das größte Heiligtum Thailands ist. Die Tempelanlage mit ihren vergoldeten Dächern und unzähligen Figuren ist in der Tat schon auf den ersten Blick imposant, während der smaragdene Buddha seinen Reiz erst auf den zweiten entfaltet: Nicht nur ist er sehr klein (66 Zentimeter), er ist auch nicht aus Smaragd, sondern aus Jade. Da es in Bangkok über 400 Tempel gibt, ist stets einer zur Hand, wenn das Gewimmel in den Straßen mal wieder zu trubelig wird und Sie abschalten möchten. Ganz besonders empfehlenswert ist da der 80 Meter hohe "Goldene Berg", auf dem sich ein Kloster befindet, von dem aus Sie einen herrlichen Rundblick über die Stadt haben und wo vor allem am frühen Morgen absolute Stille herrscht. Wenn die Zeit weiter plätschert, können Sie Bangkok auch vom Wasser aus erkunden, denn nicht alle Kanäle (Khlong) wurden zugeschüttet und nicht alle Pfahlhäuser abgerissen. Auch der Königspalast und das Nationalmuseum sind eine Besichtigung wert. 

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Mehr zu den Themen

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Sie können alles tragen, wenn Sie Sie sind
MY TRUE ME - Mode ab Größe 44
Anzeige
Jetzt bei der Telekom: Surfen mit bis zu 50 MBit/s!
z. B. mit MagentaZuhause M
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal