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Peking: Zentrum im Reich der Mitte

Peking: Zentrum im Reich der Mitte

29.06.2012, 18:13 Uhr | sd (CF)

Chinas Hauptstadt Peking ist Stadt der Moderne und Vergangenheit zugleich. Kein Wunder, hat Sie doch bereits gut 2.500 Jahre auf dem Buckel und erlebt derzeit einen wirtschaftlichen und politischen Aufschwung. Das sieht man ihr auch an.

Spätestens im Jahr 2008 zu den Olympischen Spielen blickte alle Welt auf Peking – zumindest so gut es ging, denn die Sicht in der Stadt ist in der Regel alles andere als gut. Eine Abgaswolke, die einem im wahrsten Sinne des Wortes den Atem raubt, thront über der Stadt und verdeutlicht – wenn auch auf abschreckende Weise – den Status Chinas als aufstrebende Wirtschaftsmacht. Schlechtere Luft gibt es laut der Weltgesundheitsorganisation eigentlich nirgendwo sonst in der Welt. Klare Sicht herrscht in der Stadt entsprechend vor allem nach Regen, und der fällt vorrangig in den Sommermonaten. Die stickige Hitze in dieser Zeit macht einen Besuch allerdings kaum erträglich und so bieten sich der späte Frühling oder der Herbst viel eher für eine Reise an. Dank milder Temperaturen und buntem Laub zeigt sich Peking dann von seiner besten Seite und gibt den Blick frei auf seine Vielfältigkeit, die eben auch durch den Verlauf der Geschichte geprägt worden ist. Neben Architektur aus der Kaiserzeit finden sich kommunistische Monumental- sowie Zweckbauten. Mittlerweile gesellen sich dazu noch zahlreiche moderne Gebäude, die sich einerseits an westlichen Vorbildern orientieren, aber trotzdem in der chinesischen Tradition stehen.

Und so erscheint Peking dem Besucher in Form eines gigantischen Latte Macchiatos, dessen Schichten aus Caffè, Milch und Schaum noch fein säuberlich getrennt sind, aber insgesamt doch ein Gesamtkunstwerk abgeben. Die Schichten sind in Peking die Geschichte, die sich wie bereits erwähnt sehr grob und vereinfachend in drei historische Phasen einteilen lässt. Eine Schnittstelle dieser Phasen und somit einen guten Vorgeschmack für Stadtrundgänge bildet der Tian'anmen-Platz, auch Platz des himmlischen Friedens genannt. Bekannt ist die größte Platzanlage der Welt allerdings weniger für den Frieden als für die Massenproteste, die hier 1989 gewaltsam vom Militär niedergeschlagen wurden. Im Norden des Platzes grenzt die "Verbotene Stadt". Der Kaiserpalast im Zentrum Pekings aus dem 15. Jahrhundert ist das Ergebnis der Arbeitskraft unter anderem von Millionen von Sklaven und war Heimat von insgesamt 24 chinesischen Kaisern, von denen der letzte 1911 den Palast verlassen musste, ehe die chinesische Republik ausgerufen wurde. War die Anlage mit insgesamt knapp 900 Palästen dem einfachen Volk bis dahin nicht zugänglich, können heute Touristen der chinesischen Hauptstadt das UNESCO-Weltkulturerbe und hier untergebrachte Palastmuseum besichtigen.

Tian'anmen-Platz als kulturelle Schnittstelle

Wer seinen Blick auf dem Tian'anmen-Platz nach Westen richtet, bleibt unweigerlich an der Großen Halle des Volkes hängen, in dem internationale Staatsgäste empfangen und nationale Feiertage begangen werden. Der Bau im Stil des sozialistischen Klassizismus wurde 1959 nach nur zehn Monaten Bauzeit fertiggestellt und ist ein Paradebeispiel für den monumentalen Baustil. Noch etwas weiter im Westen befindet sich mit dem 2007 fertiggestellten chinesischen Nationaltheater ein Gebäude, das westliche Architektur und fernöstliche Tradition miteinander vereint. Wie eine Muschel eine Perle umspannt eine beeindruckende Kuppel aus Glas und Titan einen goldenen Zylinder, der in seinem Inneren die Oper für bis zu 2.500 Besucher beherbergt. So lässt sich allein auf dem Platz im Zentrum Pekings erkennen, welche kulturellen Einflüsse auf die Stadt gewirkt haben und immer noch wirken. Ähnlich setzt sich diese Dreiteilung in der übrigen Stadt fort, wenn auch natürlich nur vereinzelt in Form solch gigantischer Prachtbauten wie am Tian'anmen-Platz. Wenn Sie eine Reise nach Peking planen, können Sie sich aber bereits hier auf das einstellen, was Sie erwartet.

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