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Venedig: Die Lagunenstadt

Venedig: Die Lagunenstadt

23.07.2012, 10:29 Uhr | fo (CF)

Venedig ist einzigartig – anders kann man die Lagunenstadt, die den Beinamen "La Serenissima" trägt, nicht beschreiben. Seit 1987 zählt sie zum UNESCO-Weltkulturerbe und manchmal scheint es, als wäre die Zeit dort stehen geblieben.

Kaum vorstellbar, dass eine derart kunst- und kulturträchtige Stadt ursprünglich einmal aus Schlamminseln bestand, die nur durch Holzbrücken miteinander verbunden waren. Im sechsten Jahrhundert flohen die Veneter vor Hunnen und Langobarden in die Lagune und errichteten dort in 400 Jahren ein kleines Wunder. Heute besteht Venedig aus 116 Inseln, die durch über 400 Brücken miteinander verbunden sind – die berühmteste davon die Seufzerbrücke am Dogenpalast. Während der Renaissance hat sich "La Serenissima" vor allem durch begnadete Händler bekannt gemacht, und auch das berühmte Muranoglas stammt von hier. Und sagen Sie selbst, wer hat noch nicht vom venezianischen Karneval gehört? Das zehn Tage andauernde Fest endet jedes Jahr am Aschermittwoch. Während dieser Zeit strömen unzählige Besucher durch die Gassen der "Sestieri", den sechs Stadtvierteln Venedigs. Auch zu Weihnachten und in der Hochsaison während der Sommermonate müssen Sie mit hohem Touristenaufkommen rechnen. Die Wochen vor Ostern bieten die beste Gelegenheit, die Lagunenstadt ohne störende Menschenmassen bei angenehm mildem Klima zu erkunden. >>

Außerhalb der Saison offenbart die Lagunenstadt bei winterlichem Nebel ihre mystische Schönheit. Zu dieser Zeit müssen Sie aber auch mit Hochwasser rechnen, das den Markusplatz in einen kleinen See verwandelt.

Die Gebäude sind teilweise vierhundert Jahre alt und die Venezianer sind stolz auf ihre Architektur. An jeder Ecke werden Sie etwas zum Staunen und Bewundern finden und sich oft genug vorkommen, als seien Sie gerade in ein Gemälde geklettert, die von mehr oder minder begabten Künstlern auch in vielen Teilen der Stadt verkauft werden. In Venedig gibt es keine Autos, zur Fortbewegung müssen Sie Boote oder die eigenen Füße nutzen. Besonders luxuriös – und natürlich stilecht – fährt es sich in einer eigenen Gondel. Dabei gehört es beinahe zum guten Ton, während der Fahrt mit dem Gondoliere über den Preis zu verhandeln. Deutlich günstiger, aber weniger komfortabel, sind einfache Motorboote als Wassertaxen. Zu Fuß können Sie Venedig in 35 Minuten von Norden nach Süden durchqueren, dabei entgehen Ihnen aber die zahlreichen Schätze, die die Gassen zu bieten haben. Einfache Volkskunst können Sie hier ebenso erstehen wie kostbar verarbeitete Goldketten oder wachteleigroße Perlen. Auch das Nachtleben der Stadt hat viel zu bieten: In zahlreichen Lokalen, die von einer "echten" Seeräuberschenke bis hin zu irischen Pubs keine Wünsche offen lassen, wird Live-Musik gespielt. In verschiedenen Diskotheken können Sie die Nacht zum Tag machen. Oder Sie besuchen das Casinò Municipale, eines der schönsten Kasinos der Welt.

La Piazza: Markusplatz als Herzschlag Venedigs

Das Herz Venedigs ist eindeutig der Markusplatz – "La Piazza" nennen ihn die Venezianer. Umgeben von Cafés, den Prokuratien, dem Dogenpalast und der Markuskirche sind Sie hier am Pulsschlag der Stadt. Täglich werden Führungen durch den Dom angeboten und dort seine Reichtümer offenbart – nicht alle sind damals auf legalem Wege in den Besitz der Stadt gelangt. Der prunkvolle Dogenpalast steht als Zeugnis der früheren Herren von Venedig. Künstler und Händler sind auf dem Markusplatz fast so zahlreich wie die Touristen. Viele Fotografen bieten ihre Dienste an – einige noch ganz klassisch mit einem verhüllten Stativ, die jüngere Generation arbeitet dagegen mit Digitalkamera und CD-Brenner vor Ort. Lassen Sie sich doch an einem Ort verewigen, an dem auch schon Männer wie Mark Twain, Ernest Hemingway und Goethe standen. Die Schattenseiten der Stadt sollten Sie nicht beirren. Wie überall gibt es auch in Venedig zahlreiche Taschendiebe und in den Sommermonaten kann aus den Kanälen ein übler Geruch emporsteigen. Da die Gezeiten den Fundamenten zu schaffen machen, droht "La Serenissima" eines Tages im Meer zu versinken. Mehr als genug Gründe gibt es also, Venedig beizeiten einen Besuch abzustatten.

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