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Die Küste von Estoril lockt mit azurblauem Wasser

Tief im Westen  

Die Küste von Estoril lockt mit azurblauem Wasser

24.06.2014, 13:42 Uhr | Falk Zielke, dpa

Die Küste von Estoril lockt mit azurblauem Wasser. Beliebt und exklusiv: die Badeorte Cascais und Estoril an der Westküste Portugals. (Quelle: dpa/Estoril Coast/Rui Cunha)

Beliebt und exklusiv: die Badeorte Cascais und Estoril an der Westküste Portugals. (Quelle: Estoril Coast/Rui Cunha/dpa)

Prachtvolle Villen, Jachthafen, Golfplätze und zudem wunderschöne Strände. Kein Wunder, dass zahlreiche gut betuchte Badegäste in Estoril und Cascais ihren Urlaub verbringen. Die Gemeinden in Portugal haben sich ihren Charme bewahrt. Große Hotelburgen sucht man vergebens. Dafür gibt es kleine Cafés, Golfplätze und tolle Strände.

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Berührungsängste darf man nicht haben. Wer sich an einem Sonntagnachmittag in eines der zahlreichen Straßencafés in Cascais setzt, ist mittendrin. Der kleine, malerische Ort an der Costa Estoril ist ein beliebtes Ausflugziel. Durch die Gässchen und über die Plätze ziehen nicht nur Touristen. Auch Einheimische gehen gerne auf einen Plausch ins nächste Café. Und dabei unterhalten sich Freunde, Verwandte oder Nachbarn gerne auch mal entspannt über Tischgrenzen hinweg, egal, ob gerade jemand im Weg sitzt.

Von der Königsresidenz zum mondänen Badeort

Von Touristen jedenfalls lassen sich die Einheimischen nicht so schnell aus der Ruhe bringen. Schließlich sind sie den Umgang mit ihnen schon lange gewohnt.

Lange Zeit waren Cascais und Estoril die letzten Orte, die die portugiesischen Entdecker sahen, wenn sie von Lissabon aus zu ihren Reisen aufbrachen, und die ersten bei ihrer Rückkehr.

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Der Wandel vom Fischerdorf zum mondänen Badeort begann erst später: Im Jahr 1870 verlegte der portugiesische König Luis I. seine Sommerresidenz in die Zitadelle von Cascais, angezogen vom milden Klima, den schönen Stränden und den dichten Wäldern der Berge von Sintra. Von da an kamen immer mehr gut betuchte Badegäste in die kleinen Orte nahe der Hauptstadt Lissabon.

Hier beginnt die große weite Welt

Alternativen zum Sonnenbaden gibt es aber genug. Lohnenswert ist zum Beispiel eine Fahrradtour über den gut ausgebauten und gepflegten Radweg entlang der Küste. Schön zu wissen: Die Stadt bietet im Sommer tagsüber einen kostenlosen Fahrradverleih an. Die BiCas genannten Räder gibt es an verschiedenen Standorten. Ein Ausflug mit dem Rad lohnt sich - auch wenn der Gegenwind das Strampeln manchmal anstrengend macht..

Die Aussicht entschädigt allerdings vielfach. Wer von der steilen Küste auf das tiefblaue Meer blickt, kann erahnen, wie sich die portugiesischen Seefahrer gefühlt haben müssen. Denn hier beginnt die große weite Welt.

Der westlichste Festlandspunkt Europas Nicht links liegen lassen sollten Touristen Cabo da Roca, den westlichsten Festlandspunkt Europas. An warmen Wochenenden ist der Aussichtspunkt beliebtes Ziel von Motorradfahrern, die vor allem die Fahrt über die Landstraße genießen, die sich zu dem Leuchtturm schlängelt. Naturliebhaber kommen im Naturpark Quinta do Pisão auf ihre Kosten. Vor allem an heißen Tagen bieten sich Mountainbike- oder Wandertouren durch die dichten und dadurch vergleichsweise kühlen Wälder in den Bergen an. Weitere Informationen:

Anreise: Täglich gibt es Direktflüge aus Deutschland nach Lissabon. Cascais und Estoril erreicht man vom Flughafen aus mit dem Taxi oder dem Mietwagen über die Autobahn A 5 in: etwa einer halben Stunde. Züge nach Cascais und Estoril starten am Bahnhof Cais do Sodre. Reisezeit: Gute Reisezeiten sind im Frühjahr oder Herbst. Zu dieser Zeit ist das Klima angenehm warm. Informationen: Portuguese National Tourist Office Zimmerstraße 56, 10117 Berlin (Tel.: 030/25 41 06 72, www.visitportugal.com , www.visiteestoril.com).

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