Sie sind hier: Home > Leben > Reisen >

Baleareninsel Mallorca mit dem Rennrad erfahren

Training wie die Profis  

Mallorca auf dem Rennrad erkunden

16.02.2015, 09:10 Uhr | Armin Herb, srt

Baleareninsel Mallorca mit dem Rennrad erfahren. Zwischen Februar und Mai machen sich Radurlauber zwischen Palma und Pollenca fit für die Saison daheim. (Quelle: srt/Armin Herb)

Zwischen Februar und Mai machen sich Radurlauber zwischen Palma und Pollenca fit für die Saison daheim. (Quelle: Armin Herb/srt)

Mallorca eignet sich mit seinen vielen Luxushotels nicht nur zum Entspannen, sondern auch hervorragend zum Trainieren. Die Baleareninsel ist nämlich neben ihren Partys und Buchten auch bekannt für ihre Radstrecken. In der Nebensaison machen hier diejenigen Urlaub, die sich auf zwei Rädern auf die Bike-Saison zu Hause vorbereiten wollen.

Foto-Serie mit 11 Bildern

Neuankömmlinge reiben sich verdutzt die Augen. Wo kommen denn die ganzen Radfahrer her? Immer wieder flitzen kleine Pulks vorbei: Hobbyrennradler in bunten Trikots und engen Hosen, bevorzugt im eigens bedruckten Team-Trikot. Ihr Fahrerlager konzentriert sich an Mallorcas längstem Strand in der Bucht von Alcudia. Dort herrschen an jedem Frühlingsmorgen Stimmung und Gewusel wie im Olympischen Dorf während der Spiele: Fahrräder werden gecheckt, Proviant gebunkert, Trinkflaschen gefüllt, Radcomputer eingestellt und die Muskeln noch etwas gedehnt.

Die größte Leihrad-Station der Welt

Die Strandhotels bieten die perfekte Infrastruktur für Radbegeisterte. Auch Hobbyracer schätzen die professionelle Vorbereitung etwa im "Sporthotel Playa de Muro".

Die angeschlossene Radstation ist mit rund 2000 Leihrädern angeblich die größte der Welt, die meisten dieser Bikes sind Rennräder, dazu kommen ein paar Tourenräder und eine Handvoll Mountainbikes.

Für so manchen Urlauber folgt dann die hektische Suche nach der richtigen Gruppe. Beim Ex-Weltmeister Max Huerzeler, dem mit Abstand größten Radsport-Veranstalter der Insel, fährt man in sechs oder sieben unterschiedlichen Levels. Der Firmengründer hat sich zwar mittlerweile weitgehend aus dem Tagesgeschäft zurückgezogen. Er lässt es sich aber nicht nehmen, hin und wieder Ausfahrten zu begleiten. "Man will ja fit bleiben!"

Die "Einsteiger"-Gruppe begnügt sich mit 20 bis 50 Kilometern am Tag bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 16 bis 18 km/h. Die Cracks schwitzen in der Speed-Gruppe, legen stolze 100 bis 190 Kilometer zurück bei durchschnittlich mehr als 27 km/h. Wahre Racer halten dabei nur zum Pinkeln oder bei einer Panne. Alle Radler schätzen die Atmosphäre, die Gruppendynamik und >>

die tollen Strecken. Mallorcas Vorteil für die Radler sind die unzähligen guten Straßen in herrlicher Landschaft. "Jetzt sind auf Mallorca die Straßen sensationell. Und die Autobahn entlastet zudem die Landstraßen. Anfangs waren die Radler von den Schlaglöchern kaputt und nicht von den Trainingskilometern", erklärt Huerzeler. "Der Radboom wird anhalten. In guten Jahren kommen schon fast 100.000 Radfahrer."

Mallorca scheint sich mit den Fahrradfahrern zu arrangieren. Einheimische Autofahrer und die Polizei zeigen sich meist rücksichtsvoll. Nur die spanische Helmpflicht sollte nicht vernachlässigt werden. Wer ohne erwischt wird, muss mit einem Bußgeld von etwa 150 Euro rechnen.

Auch für weniger sportliche Fahrer Es geht übrigens auch gemütlich. Längst nicht alle Radurlauber auf Mallorca wähnen sich im Massen-Trainingscamp. Der Tipp dazu lautet bei Huerzeler "Plausch-Gruppe". Nomen est omen. Der Guide wählt die Geschwindigkeit gerade so hoch, dass seine Schäflein on tour auch noch etwas Smalltalk halten können. Mindestens ein Café-Stopp ist obligatorisch. Und es darf auch mit dem etwas langsameren, aber bequemeren Tourenrad gefahren werden. Tour ins Städtchen Pollenca

Radguide Günter zählt zu den erfahrenen Tourguides im Huerzeler-Team. Der Radsportler macht den Neulingen Appetit auf mehr durch eine gemütliche Tour zur Cala Sant Vincenc. Hauptsächlich auf kleinen Sträßchen vorbei an Olivenbaumreihen, grasenden Schafen, dicken schwarzen Schweinen und alten Fincas geht's ins alte Städtchen Pollenca. An der langen Treppe hinauf zum Kalvarienberg wartet ein sonniges Plätzchen zum Cafe-con-leche-Stopp.

Günter stoppt lieber hier gemütlich, denn oft besetzen schon genügend andere Radler die wenigen Plätze in der schnuckeligen Strandbar an der Bucht. Nach einer Runde an dem kleinen Felsfjord rollt die Gruppe zur von Palmen gesäumten Strandpromenade in Puerto Pollenca. Das bedeutet noch mal halten: zum Tapas-Stopp mit Meerblick. An der Bucht von Pollenca entlang führt der Radelausflug zurück zum Playa de Muro.

Die Berg-und-Tal-Tour

Viele Teilnehmer kommen dabei wirklich erst richtig auf den Geschmack und nehmen sich für den folgenden Tag gleich eine Steigerung vor - etwa die landschaftlich lohnende Berg-und-Tal-Tour zum Cap Formentor am nördlichen Ende Mallorcas. Spätestens Ende Mai wandelt sich auf Mallorca das Bild: Dann werden die Radler deutlich weniger. Surfer, Segler und Badegäste übernehmen das Regiment. Die großen Radstationen fahren von Juni bis Anfang September ihre Aktivitäten auf Sommer-Modus herunter. Die Hitze und den starken Urlauberverkehr verkraften dann nur noch die hart gesottenen Radfahrer. Sehen Sie die bei Radfahrern beliebte Insel Mallorca auch in unserer Foto-Show.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
15,- € Gutschein für Sie - nur bis zum 22.09.2019
bei MADELEINE

shopping-portal