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Sicherheitsrisiken bei der Lufthansa

Magazin "Panorama"  

Sicherheitsrisiken bei der Lufthansa

17.04.2008, 19:27 Uhr | t-online.de

Bei den Lufthansa-Maschinen vom Typ AVRO RJ85 gibt es laut "Panorama" Sicherheitsrisiken (Foto: imago)Bei den Lufthansa-Maschinen vom Typ AVRO RJ85 gibt es laut "Panorama" Sicherheitsrisiken (Foto: imago) Bei den 18 Flugzeugen vom Typ AVRO RJ85 der Lufthansa-Cityline, einer hundertprozentigen Konzerntochter der Deutschen Lufthansa AG, gibt es offenbar erhebliche Sicherheitsrisiken. Das berichtet das NDR-Magazin "Panorama". Das Magazin beruft sich auf ein ihm vorliegendes internes Lufthansa-Papier. In diesem analysiert der zuständige Lufthansa-Prüfer die Notlandung einer Maschine vom Typ AVRO mit 86 Passagieren an Bord am 21. März 2008 in Stuttgart. Während die Lufthansa nach der Notlandung verbreitet hatte, für die Passagiere habe zu keinem Zeitpunkt Gefahr bestanden, schildert der Lufthansa-Prüfer die Situation wesentlich dramatischer. So heißt es, die Crew habe große Probleme gehabt, den Flieger zu kontrollieren. "Wir waren nicht sicher, wie das ausgeht." Laut "Panorama" bestand offensichtlich ein Absturzrisiko, da in dem Schreiben auch vom "worst case" und einem erhöhten Risiko für alle Menschen und Objekte des überflogenen Gebietes die Rede sei.

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Flugzeugtyp AVRO hatte bereits 2005 Probleme

Während des Fluges kam es zu einer Blockade des Höhenruders. Der Verfasser des Berichts weist in diesem Zusammenhang auf Rückstände von Enteisungsmitteln am Leitwerk hin, die offenbar nicht entfernt worden waren. Der Prüfer warnt eindringlich vor einer Wiederholung der Situation. Nach seiner Einschätzung bleibe es unter  Beibehaltung der bisherigen Abläufe in Zukunft bei einem gleich hohen "Risiko des Wiederauftretens". Hintergrund: Der Flugzeugtyp AVRO hatte bereits 2005, mitbedingt durch seine Konstruktion, Probleme mit Rückständen von Enteisungsmitteln, die zu Blockaden und Notlandungen geführt hatten.


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"Risiko, das die Lufthansa nicht eingehen hätte dürfen"

Der Luftfahrt-Journalist Jens Flottau kritisierte gegenüber "Panorama" die Lufthansa: "Die Probleme waren seit 2005 bekannt. Die Lufthansa hat trotzdem am 21. März 2008 dieses Flugzeug mit den Rückständen fliegen lassen. Im Nachhinein muss man ihr vorwerfen, dass das ein Risiko war, das sie nicht hätte eingehen dürfen." Auch Klaus Büttner von der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung in Braunschweig fordert eine wesentlich gründlichere Reinigung der AVRO-Maschinen: "Unsere Untersuchung hat gezeigt, dass man nach jeder Anwendung waschen und reinigen müsste." Auf Nachfrage gab er an, die Lufthansa habe sich zu einer "periodischen" Kontrolle entschieden.

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Immer wieder Kritik von Lufthansa-Mitarbeitern

Immer wieder äußern Lufthansa-Mitarbeiter die Kritik, das Unternehmen spare an der Wartung seiner Maschinen. So liegt "Panorama" auch das Protokoll einer Betriebsversammlung vom 14. Februar dieses Jahres in Hamburg vor. Darin heißt es: "Die Mitarbeiter sehen den technischen Zustand der Lufthansa-Cityline mit großer Sorge." Auch zu diesem Protokoll wollte sich die Lufthansa gegenüber "Panorama" nicht äußern. Die Lufthansa-Cityline beförderte nach eigenen Angaben im Jahr 2007 rund 7,3 Millionen Fluggäste. Die "Panorama"-Sendung mit dem entsprechenden Bericht wird am 17. April 2008 um 21.45 Uhr in der ARD ausgestrahlt.

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