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Wellness: Die Top-Wellness-Angebote der Krankenkassen

Wellness auf Kasse  

Die Top-Wellness-Angebote der Kassen

19.02.2010, 15:04 Uhr | Katrin Müller/Urlaub Perfekt

Wellness: Die Top-Wellness-Angebote der Krankenkassen. Die Top Wellness Angebote der Kassen (Symbolbild: Archiv)

Die Top Wellness Angebote der Kassen (Symbolbild: Archiv)

Eine Woche Verwöhnferien mit Tai-Chi und Aquafitness für gerade mal 300 Euro? So günstig buchen Urlauber einen Wellness-Trip – wenn sie die Zuschüsse der gesetzlichen Krankenkassen nutzen. Die Zeitschrift "Urlaub Perfekt" verrät, wie sich jeder die Zuzahlung sichert und hat die besten Angebote für Sie zusammengestellt. Die Angebote der Krankenkassen im Überblick.

Präventionsreise mit der Krankenkasse

"Das sind keine Spazierstöcke, das sind Sportgeräte!“, ermahnt Trainer Benni seine Gruppe. „Denkt an die richtige Armhaltung, immer nah am Körper entlang.“ Susann Schulz, 59-jährige Direktionsassistentin, umfasst ihre Nordic-Walking-Stöcke fester. Rechtes Bein und linker Arm vor, dann linkes Bein und rechter Arm – im Gleichschritt geht es vorbei an Wiesen und Feldern. Der angrenzende Wald leuchtet in herbstlichen Rot- und Gelbtönen. Der Einführungskurs Nordic Walking gehört zu der siebentägigen Aktivwoche in Bad Dürrheim im Schwarzwald. Gebucht hat Susann Schulz sie über ihre Krankenkasse. Nicht etwa, weil sie gesundheitliche Probleme hat, sondern weil sie genau diesen vorbeugen möchte. Ihre Krankenkasse bezuschusst die so genannte Präventionsreise mit 160 Euro.

Gesetzliche Krankenkassen unterstützen den Wellness-Urlaub

Eine Zuzahlung zum Wellness-Urlaub kann jeder Versicherte einer gesetzlichen Krankenkasse grundsätzlich erhalten. Seit 2000 fällt die Gesundheitsvorbeugung in den Aufgabenbereich der Krankenversicherung. Allerdings gibt es das Geld der Kassen nicht für Hotel oder Verpflegung, sondern für spezielle Gesundheitskurse. Sie müssen die Richtlinien des Leitfadens Prävention der Spitzenverbände der Krankenkassen erfüllen. Das heißt unter anderem: Die Kurse werden nur von ausgebildeten Fachkräften wie Physiotherapeuten geleitet.

Aktivwochen liegen im Trend

Eine aktuelle Studie des Münchner Instituts für Freizeitwirtschaft zeigt, dass sich die Zahl der gesundheitsorientierten Reisen der Deutschen bis 2020 von jetzt 1,7 Mill. auf 3,3 Mill. fast verdoppeln soll. Laut der Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung haben die Deutschen im Tourismusjahr 2006/07 ungefähr 5,3 Millionen Wellness-Reisen und drei Millionen Reisen mit Sportprogramm gemacht. Der Tag von Susann Schulz startet mit 45 Minuten Rückentraining, weiter geht’s mit einer halben Stunde Aquafitness im Hallenbad, fünf Gehminuten vom Hotel entfernt. „Hier ist man ganz schön in Action, aber das Programm macht richtig viel Spaß“, sagt die 59-Jährige. „Und die Trainer sind sehr aufmerksam.“ Nordic-Walking-Experte Benni lässt sich das nicht zweimal sagen: „Frau Schulz, konzentrieren Sie sich, Ihre Schritte sind zu klein. Und nehmen Sie die Arme weit genug nach hinten.“

Ein weiterer Vorteil des Präventionsurlaubs

Die Gäste lernen innerhalb von wenigen Tagen, wie sie fitter werden und auch zu Hause etwas für ihre Gesundheit tun können. Die meisten Kassen fördern auch Kurse am Wohnort. Diese dauern aber häufig acht Wochen und passen nicht immer in den hektischen Alltag. „Wer zu Hause viel Stress hat, möchte ganz bewusst im Urlaub etwas für seine Gesundheit tun“, weiß Claudia Wagner, Geschäftsführerin des Veranstalters Fit Reisen. „Die Nachfrage nach Gesundheitsreisen nimmt zu. Deshalb bauen wir unsere Angebote ständig aus. Viele Krankenkassen bezuschussen unsere Präventionsangebote.“

Wie erhält ein Urlauber den Wellness-Zuschuss?

Er hat zunächst die Wahl zwischen Kursen aus den Bereichen Bewegung, Ernährung und Entspannung. Einige Kassen wie die BKK von Susann Schulz legen eigene Kataloge mit Reisen auf. Ihr wurde die Zuzahlung von 160 Euro direkt vom Urlaubspreis abgezogen. Das ist auch oft der Fall, wenn die jeweilige Kasse mit einem Gesundheitsreise-Spezialisten wie Dr. Holiday oder Akon Aktivkonzept kooperiert. Die Buchung wird dann über sie abgewickelt. Große Reiseveranstalter wie TUI oder Dertour bieten ebenfalls bezuschussbare Angebote. Sie sind in den Katalogen gekennzeichnet. Die meisten Krankenkassen unterstützen sogar Kurse, die nicht explizit von ihnen ausgeschrieben oder von ihren Partnern angeboten werden. Wichtig: Vor der Buchung unbedingt mit der Krankenkasse klären, ob und was sie dazugibt. Nach der Reise legt der Gast seine Teilnahmebescheinigung vor. Nur wer wirklich etwas für seine Gesundheit tut, bekommt Geld: Teilnehmer müssen 80 Prozent der Kurstermine besuchen, dann werden bis zu 80 Prozent der Kurskosten nachträglich erstattet.

Die Höhe der Zuschüsse variiert allerdings

Im Schnitt zahlen die Kassen rund 75 Euro pro Kurs beziehungsweise maximal 150 Euro pro Reise und Jahr. Einige Kassen wie die AOK Hessen geben sogar bis zu 200 Euro dazu. Tipp: Urlauber sollten darauf achten, dass das Wellness-Angebot zwei Kurse umfasst, zum Beispiel aus den Bereichen Bewegung und Entspannung. Dann fällt der Zuschuss höher aus. Auch bei Susann Schulz steht am vorletzten Urlaubstag Relaxen auf dem Programm. Der Vormittag beginnt mit einem Vortrag zum Thema Stressbewältigung. Abends lässt sie sich mit einer Rückenmassage verwöhnen. „Die Massage war super gegen meine Nackenverspannungen. Schade, dass sie nur 15 Minuten gedauert hat. Alle aus der Gruppe meinten, sie hätte ruhig doppelt so lang sein können“, sagt sie schmunzelnd. Insgesamt ist sie von der Aktivwoche begeistert. Das vielseitige Programm und die gute Einführung durch die Trainer haben sie überzeugt. Und wie war die Stimmung unter den Urlaubern? „Sehr gut. Die Gruppe war bunt gemischt im Alter von Mitte 30 bis Anfang 70. Ich würde sofort wieder so eine Reise buchen. Toll war, dass der Eintritt in das Erlebnisbad Solemar an drei Tagen im Preis inbegriffen war.“ Abwechslungsreiche Kurse, eine schöne Umgebung und attraktive Zusatzleistungen – damit sich der Wellness-Urlaub mit Kassenzuschuss wirklich rechnet, sollte das Gesamtpaket stimmen.

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