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UNESCO-Weltkulturerbe: Soll das Oktoberfest auf die Welterbeliste?

Kulturgut  

Soll die Wiesn auf die Welterbeliste?

13.01.2009, 15:20 Uhr | dpa

Wird die Wiesn Kulturerbe? (Foto: ddp)Wird die Wiesn Kulturerbe? (Foto: ddp) "Oans, zwo, gsuffa!" - Ein Satz von kulturellem Wert. Zumindest für die Schausteller des Oktoberfests, denn die finden: Die deutschen Volksfeste sollten als "immaterielles UNESCO-Weltkulturerbe" anerkannt werden. Zum Auftakt der Jahrestagung des Deutschen Schaustellerbundes in Berlin forderten die Mitglieder eine Aufnahme in diese besondere UNESCO-Liste. Was halten Sie von der Forderung? Stimmen Sie rechts ab!


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Kein Bedarf an völkerrechtlicher Bewahrung

Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU), der die "besondere kulturelle Bedeutung" von Volksfesten hervorhob und die Jahrmärkte als "Kultur für alle" würdigte, äußerte sich jedoch zurückhaltend zu der Welterbe-Forderung. Das entsprechende UNESCO-Übereinkommen zur "Bewahrung des immateriellen Kulturerbes" vom Oktober 2003 schützt und unterstützt beispielsweise bedrohte Sprachen, mündliche Literaturformen, Musik, Tanz, Spiele, handwerkliche Fähigkeiten und Bräuche. Deutschland wie auch zahlreiche andere EU-Staaten haben das Übereinkommen bisher nicht unterzeichnet, weil noch einige wichtige Fragen zu klären seien. "Für einen Beitritt gibt es keine Eilbedürftigkeit, zumal es gerade in Deutschland keinen zwingenden Bedarf an einem solchen völkerrechtlichen Instrumentarium gibt", sagte Neumann auf dem Verbandstag nach Angaben seines Büros.


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Volksfeste machen Milliardenumsätze

Für Neumann gehören Volksfeste "zu unserer Kultur wie Musik, Architektur und Literatur". Weit über die Hälfte aller Deutschen besucht statistisch gesehen dreimal jährlich eins von zahlreichen Volksfesten, die Umsätze in Milliardenhöhe verzeichnen. Die deutsche Kultur- und Kreativwirtschaft, zu der auch das Schaustellergewerbe zähle, stehe mit 124 Milliarden Euro Umsatz und rund einer Million Beschäftigten europaweit "ganz vorn", betonte der Staatsminister.

So wertvoll wie die chinesische Oper?

Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) führt seit 1975 eine fortlaufende Liste mit Kultur- und Naturerbe, die aufgrund ihres einzigartigen Charakters eine außergewöhnliche Bedeutung für die Menschheit darstellen und daher erhalten werden müssen. Die finanzielle Zuwendung für Welterbestätten und Kulturgüter ist dabei nicht unerheblich. Das Oktoberfest als deutsches Brauchtum müsste sich als "immaterielles Weltkulturerbe" mit Traditionen wie der chinesischen Oper oder seltenen Indianersprachen Lateinamerikas messen lassen. Als touristisches Event zieht die Wiesn jährlich mehr als sechs Millionen Besucher aus dem In- und Ausland nach München und gilt als eine der beliebtesten deutschen Sehenswürdigkeiten.

Weitere Informationen

www.unesco.de

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