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Urlaub Türkei: Tourist wegen behauenem Stein im Gefängnis

Türkei  

Mann wegen altem Stein im Knast

13.07.2009, 19:31 Uhr | AFP, t-online.de

Dominic Murugan drohen laut seinem Anwalt bis zu zehn Jahre Haft (Foto: afp)Dominic Murugan drohen laut seinem Anwalt bis zu zehn Jahre Haft (Foto: afp)

Weil er einen alten behauenen Stein als Souvenir gekauft hat, sitzt ein Tourist aus Frankreich seit mehr als zwei Monaten im südtürkischen Antalya in Haft. Dieser aktuelle Fall zeigt, welch ernste Folgen vermeintlich kleine Vergehen im Ausland haben können. In unserer Klick-Show verraten wir, was Sie auf keinen Fall machen sollten.


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Behauener Stein für 20 Euro bringt Mechaniker in den Knast

Der ursprünglich aus Mauretanien stammende Mechaniker Dominic Murugan sei am 2. Mai am Flughafen von Antalya verhaftet worden, nachdem Zöllner in seinem Gepäck einen antiken Stein entdeckt hätten, teilte sein Anwalt mit. Murugan, seine Frau und seine vier Kinder hatten demnach den Stein wenige Tage zuvor bei einem Straßenverkäufer für etwa 20 Euro als Andenken gekauft. Einen Tag später wurde der in Nordfrankreich lebende Mechaniker wegen Schmuggels antiker Kunstschätze angeklagt und wegen Fluchtgefahr inhaftiert. Derzeit teilt er sich die Zelle mit 15 weiteren Ausländern.

Bis zu zehn Jahren Haft drohen

Das Urteil soll am 28. August fallen, Murugan drohen laut seinem Anwalt bis zu zehn Jahre Haft. Die Türkei wacht strikt über ihr antikes Erbe; Festnahmen von Touristen wegen Schmuggels sind keine Seltenheit. Reiseveranstalter und Botschafter warnen deshalb Urlauber immer wieder davor, alte Stücke als Ferien-Souvenir mitzunehmen, welcher Art auch immer sie sein mögen.

Deutsche Urlauber: Immer die gleichen Delikte

Auch deutsche Urlauber müssen im Ausland immer wieder vor Gericht, meist aus Unwissenheit oder Unvorsichtigkeit. Die Diplomaten im Auswärtigen Amt stöhnen: Es sind immer die gleichen Delikte, die deutsche Urlauber im Ausland vor den Kadi bringen. Drogenbesitz und -konsum kommen häufig vor. Dann geht es immer wieder ums Thema Sex, das in anderen Kulturen völlig anders bewertet wird als hierzulande. Auch die Jagd nach Souvenirs führt regelmäßig hinter schwedische (und sonstige) Gardinen. Und schließlich sind es in den gängigen Urlaubsgebieten vor allem Verkehrsverstöße, die von deutschen Reisenden in ihren Konsequenzen unterschätzt werden.

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Weitere Informationen
Das Auswärtige Amt (www.diplo.de) informiert in seinen Reise- und Sicherheitshinweisen auch über "besondere strafrechtliche Bestimmungen". Hinweise gibt es auch am Bürgerservice der Behörde unter Tel. 030/50002000 (Montag bis Donnerstag 8.30 bis 16.30, Freitag bis 15 Uhr).

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