Sie sind hier: Home > Leben > Reisen > Reisetipps >

Niederlande: Coffeeshops machen für Ausländer dicht

Coffeeshops machen für Ausländer dicht

28.05.2011, 11:54 Uhr | dpa

Niederlande: Coffeeshops machen für Ausländer dicht. Coffee Shop in Amsterdam: Bislang ein beliebtes Ziel ausländischer - auch deutscher - Touristen. Damit soll bald Schluss sein (Foto: imago) (Quelle: imago images)

Coffee Shop in Amsterdam: Bislang ein beliebtes Ziel ausländischer - auch deutscher - Touristen. Damit soll bald Schluss sein (Foto: imago) (Quelle: imago images)

Ausländer dürfen in den Niederlanden künftig in Haschisch-Kneipen, den berühmt-berüchtigten Coffeeshops, nicht mehr bedient werden. Damit will die konservative Regierung in Den Haag dem Drogentourismus das Wasser abgraben.

Für die anreisenden Kiffer - unter ihnen auch jedes Jahr auch Tausende von Deutschen - gibt es allerdings noch eine Gnadenfrist: Mit der Umsetzung der jetzt vom Kabinett beschlossenen Anti-Drogen-Maßnahmen soll erst nach dem Sommer begonnen werden. Das bestätigte das Justizministerium am Samstag.

Dann müssen schrittweise sämtliche rund 670 Coffeeshops, in denen bislang der Verkauf und Verzehr von Marihuana, Haschisch und anderen Softdrogen offiziell geduldet wird, in geschlossene Clubs umgewandelt werden. Sie können ihre berauschenden Hanfprodukte dann zwar an Clubmitglieder verkaufen, Ausländer sollen davon aber ausgeschlossen sein.

    Club statt Shop

    Nur volljährige Niederländer dürfen als Mitglieder aufgenommen werden, erläuterte Justizminister Ivo Opstelten von der rechtsliberalen Volkspartei für Freiheit und Demokratie (VVD). Sie müssten künftig Mitgliedskarte und Ausweis vorzeigen, um eingelassen zu werden. Zudem werde die Zahl der zulässigen Mitglieder pro Haschisch-Club auf 1000 bis 1500 begrenzt.

    Der Regierung sei klar, dass dadurch weniger ausländische Touristen die Niederlande besuchen werden, erklärte der Minister. Hauptziel sei aber die Eindämmung der organisierten Kriminalität, die sich in den letzten Jahren rings um die Coffeeshops entwickelt habe. Politiker der Opposition warnten, die Maßnahmen würden dazu führen, dass der illegale Straßenhandel mit Drogen wieder aufblüht.

    Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie ein Fan von t-online.de Reisen!

    Liebe Leserinnen und Leser,

    Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

    Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

    Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

    Ihr Community-Team

    Leserbrief schreiben

    Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

    Name
    E-Mail
    Betreff
    Nachricht
    Artikel versenden

    Empfänger

    Absender

    Name
    Name
    E-Mail
    E-Mail

    Anzeige
    15,- € Gutschein für Sie - nur bis zum 22.09.2019
    bei MADELEINE

    shopping-portal