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Luxushotel Tunesien: Hotelgast klagt wegen nerviger Mitreisender

Rülpsende Hotelgäste sind kein Reisemangel

A. Jäger

09.12.2011, 15:54 Uhr
Luxushotel Tunesien: Hotelgast klagt wegen nerviger Mitreisender. Nervige Hotelgäste sind kein Reisemangel (Symbolbild: Imago)

Nervige Hotelgäste sind kein Reisemangel (Symbolbild: Imago)

Gerade im Urlaub, wenn Reisende Erholung suchen und ungeliebten Mitmenschen aus dem Weg gehen wollen, können andere Mitreisende besonders nerven. So erging es nun auch einem Reisebüro-Kunden, der für sich und seine Familie Urlaub in einem tunesischen Luxushotel gebucht hatte. Der Kunde fühlte sich belästigt klagte - ohne Erfolg. Denn: Rülpsende Mitreisende könnten kein Gegenstand eines Reisemangels sein. Das habe das Amtsgericht Hamburg entschieden und die Klage abgewiesen, berichtet das Portal "kostenlose-urteile.de". Lesen Sie hier die ganze Geschichte.

Körpergeruch, Rülpsen, Essen in Badekleidung

Der Kläger hatte den Urlaub in einem Reisebüro unter Vorlage des Kataloges gebucht, in dem das Hotel als Luxushotel deklariert wurde. Die Reise wurde ihm zu einem geringeren Preis als Sonderangebot verkauft. Das Hotel sollte zudem über ein Spielcasino verfügen. Als die Familie jedoch in ihrem Hotel in Tunesien ankam, war das Casino geschlossen. Zusätzlich war ein benachbartes Dreisternehotel zu dem Zeitpunkt der Reise überbucht, sodass Hotelgäste umgebucht werden mussten und in dem Luxushotel nächtigten. Laut Kläger seien die Gäste aus den minderwertigen Hotels vor allem durch Körpergeruch, Rülpsen und Essen in Badekleidung negativ aufgefallen.

Knackpunkt Sonderangebot

Vom Reiseveranstalter forderte der Kläger daher den halben Reisepreis zurück. Diesen wollte er als Schadensersatz für die von ihm als Reisemangel gewerteten Umstände, berichtet "kostenlose-urteile.de". Doch das Amtsgericht Hamburg wies die Klage ab. Die Begründung: Jede Bevölkerungsschicht dürfe Luxushotels besuchen, insbesondere jene, die als Sonderangebote buchbar wären. Das Sondergebot war auch bezüglich des geschlossenen Casinos der Knackpunkt: Ein solches Angebot mit deutlich geringerem Preis müsste nicht ausdrücklich auf die Schließung des Casinos hinweisen. Der Kläger ging somit leer aus.

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