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Frankreich schummelt mit falschem Strand: Bild zeigt Südafrika statt Bretagne

Frankreich schummelt mit falschem Strand

28.03.2012, 12:14 Uhr | Spiegel Online, Spiegel Online

Frankreich schummelt mit falschem Strand: Bild zeigt Südafrika statt Bretagne. Screenshot von der Daily Mail: Der Strand, der englische Touristen nach Frankreich locken soll, stammt in Wahrheit aus Südafrika. (Quelle: Daily Mail)

Screenshot von der Daily Mail: Der Strand, der englische Touristen nach Frankreich locken soll, stammt in Wahrheit aus Südafrika. (Quelle: Daily Mail)

Peinlicher Fauxpas: Großflächige Anzeigen, die Lust auf einen Urlaub in Nordfrankreich machen sollten, zeigten nicht die Bretagne, sondern einen Strand in Südafrika. Die Kampagne kostete das französische Fremdenverkehrsamt 600.000 Euro.

Teure Werbekampagne samt Pfusch

Ein traumhafter Strand, strahlend blauer Himmel, ruhiges Wasser und eine junge Familie, die glücklich durch den Sand läuft - mit diesem Bild warb das französische Fremdenverkehrsamt in den vergangenen Wochen in London um englische Touristen. Dumm nur, dass das ausgewählte Foto nicht die Bretagne zeigte, sondern einen Strand nahe Kapstadt, Südafrika. Die peinliche Anzeige erschien großformatig in mehreren britischen Tageszeitungen, auf der Webseite gotofrancenow.com sowie auf Plakatwänden in der Londoner U-Bahn. Ein zweites Motiv der Franzosen entpuppte sich ebenfalls als fehlerhaft, auch hier wurde der südafrikanische Traumstrand gezeigt. Der Kostenpunkt für die Werbekampagne: knapp 600.000 Euro.

Wütende Kunden

Aufgefallen war der Fauxpas einem Londoner Modefotografen, der jahrelang an ebendiesem Strand bei Kapstadt gewohnt hatte. Der Mann fotografierte das Plakat in einer U-Bahnstation und stellte das Bild auf seiner Facebook-Seite online. Sein lapidarer Kommentar unter dem Foto: "Stimmt mit dieser Anzeige irgendetwas nicht?". Die für die Werbekampagne verantwortliche britische Agentur The Line Agency entschuldigte sich inzwischen für die Panne. Man habe bei der Bildersuche einen dummen Fehler gemacht. "Ich weiß allerdings nicht, warum den Auftraggebern in der Bretagne der falsche Strand nicht aufgefallen ist", wird ein Vertreter der Agentur in südafrikanischen Medien zitiert. Das wütende Geschrei der französischen Kunden hätte ihn um zehn Jahre altern lassen.

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