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Auswandern für die Karriere: Arbeiten im Ausland

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Auswandern für die Karriere: Arbeiten im Ausland

06.06.2013, 17:18 Uhr | tm (CF)

Auswandern für die Karriere: Arbeiten im Ausland. Beruflich kann sich der Blick über den Großen Teich lohnen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Beruflich kann sich der Blick über den Großen Teich lohnen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ob als vorübergehende Station oder als dauerhafte Entscheidung: Arbeiten im Ausland erscheint für viele Menschen reizvoll. Bevor Sie sich jedoch zum Auswandern entschließen, sollten Sie realistisch abwägen, ob sich der Schritt beruflich wie privat lohnt. Folgende Tipps helfen Ihnen dabei.

Für das eigene Unternehmen auswandern

Arbeiten im Ausland ist vor allem langfristig attraktiver geworden. Laut einer aktuellen Studie (Stand 2013) der internationalen Personalberatung Mercer, über die "Focus.de" berichtet, hat sich die Zahl der Langzeit-Auswanderer, die mindestens fünf Jahre lang bleiben, seit 2009 fast verdoppelt. Auch der Prozentsatz der Angestellten, die für ihr Unternehmen häufiger den Wohnort wechseln, hat sich leicht erhöht.

Auslandsaufenthalt positiv bewertet

Wie Steffen Wachter, Management-Leiter beim Automobilkonzern Daimler, gegenüber der "Welt" zusammenfasst, empfindet der Großteil der entsandten Angestellten Arbeiten im Ausland als positiv: "Eine sehr große Mehrheit unserer Mitarbeiter und ihrer Familienangehörigen bezeichnet in internen Umfragen ihre Jahre im Ausland als gewinnbringend und Erkenntnis steigernd." Sowohl bei Daimler als auch bei Volkswagen seien die Abbrecherquoten sehr gering. 

Arbeiten im Ausland: Tipps für die Jobsuche

Auch nach Meinung von Elke Lücke, Leiterin des Auslands-Teams bei Volkswagen, sind Auslandserfahrungen generell "für die Karriere förderlich". Wer nicht bei einem großen Konzern mit Außenstellen in verschiedenen Ländern arbeitet und trotzdem auswandern möchte, muss sich eigenständig um einen Jobwechsel bemühen.

Zunächst ist dafür wichtig, dass Sie die jeweilige Landessprache, zumindest aber Englisch flüssig beherrschen. Informieren Sie sich außerdem über Lohnansprüche, Arbeitsrecht und -schutz. Steuern müssen Sie übrigens nur in dem Land zahlen, in dem Sie auch arbeiten.

Tipp: Ist noch ungewiss, wo Sie dauerhaft leben möchten, sollten Sie Ihre Wohnung in Deutschland nur untervermieten und nicht ganz aufgeben.

Arbeiten im Ausland: Nur mit den richtigen Papieren

Außerdem sollten Sie klären, ob Ihr Ausbildungsabschluss und sonstige Qualifikationen anerkannt werden. Zwar brauchen Arbeitnehmer heutzutage innerhalb der EU keine Arbeitserlaubnis mehr, planen Sie jedoch, ins außereuropäische Ausland auszuwandern, müssen Sie sich rechtzeitig um die jeweiligen Visa, Einreisepapiere und Arbeitsgenehmigungen kümmern.

Tipp: Lassen Sie sich Arbeitszeugnisse und Urkunden nicht nur auf Deutsch, sondern auch auf Englisch ausstellen.

Zum Arbeiten im Ausland benötigen Sie außerdem eine geeignete Auslandskrankenversicherung sowie ein ausländisches Bankkonto für Ihre Gehaltszahlungen. Viele Arbeitgeber verlangen auch einen internationalen Führerschein mit Lichtbild.

Tipp: Viele dieser Dokumente können Sie mittlerweile online beantragen.

Ein weiterer Tipp: Führen Sie jederzeit ein normales und ein biometrisches Passfoto in Ihrem Portemonnaie mit sich, um Behördengänge schneller abwickeln zu können.

Auswandern mit der Familie: Eine harte Belastungsprobe

Ob dauerhaft oder nur vorübergehend: Arbeiten im Ausland kann nicht immer mit den Bedürfnissen einer Partnerschaft und einer Familie vereint werden. Dass beide Partner auf Anhieb eine Arbeitsstelle in der neuen Heimat finden, ist eher eine Seltenheit. Häufiger muss einer von beiden eine Pause in der eigenen beruflichen Karriere einlegen.

Tipp: Versuchen Sie realistisch abzuschätzen, wie weit Ihre finanziellen Mittel reichen. Wer mit zu kleinem Budget auf gut Glück auswandern will, riskiert einen harten Karriereeinschnitt und schlimmsten Falls ein Scheitern der Beziehung.

Arbeiten im Ausland kann selbst dann zur Belastungsprobe werden, wenn der Arbeitsplatz gesichert ist: "Gerade in den ersten Wochen stürmt vieles auf die Mitarbeiter und ihre Familien ein", so Wachter. "Sie müssen sich an eine neue Kultur, an eine neue Tätigkeit, an neue Kollegen und an ein neues soziales Umfeld anpassen."

Wer mit dem Partner oder der Familie auswandern will, sollte daher vorab klären, welche Prioritäten bestehen und wer an welchen Stellen zumindest kurzfristig zurückstecken muss.

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