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Billigflieger-Sparpläne: Ryanair-Flugzeuge fliegen langsamer

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Billigflieger-Sparpläne  

Ryanair-Flugzeuge fliegen langsamer

31.07.2013, 15:55 Uhr | dpa, mro

Billigflieger-Sparpläne: Ryanair-Flugzeuge fliegen langsamer. Der irische Billigflieger Ryanair. (Quelle: dpa)

Der irische Billigflieger Ryanair. (Quelle: dpa)

Gerade erst musste der irische Billigflieger einen Gewinnrückgang vermelden, der unter anderem den hohen Kerosinpreisen geschuldet ist. Doch in der Ryanair-Führungsetage hat man schon eine Antwort: Die Piloten sollen einfach langsamer fliegen. Außerdem wolle man künftig die Ryanair-Maschinen als riesige Werbeträger verkaufen. Das berichtet die "Daily Mail".

Zwei Minuten mehr Zeit pro Flugstunde

Laut der Zeitung habe die Airline ihre Crews angewiesen, durch einen langsameren Flug Kerosin einzusparen. "Wir fliegen etwas langsamer, aber verbrennen weniger Treibstoff", sagte der stellvertretende Ryanair-Chef Howard Millar. Das Unternehmen gibt an, nun pro Flugstunde zwei Minuten länger zu brauchen - nach eigenen Angaben spare man dadurch 15 Prozent an Kerosinkosten. "Treibstoff ist bei weitem unser größter Kostenpunkt, also haben wir hier ein größeres Problem als unsere Mitbewerber", sagte Millar. Um in der Vergangenheit Treibstoffkosten durch weniger Gewicht zu sparen, hatte der Billigflieger bereits sein Bordmagazin verkleinert, weniger Eiswürfel mit an Bord genommen und sogar seine Crews angehalten, auf ihr Gewicht zu achten.

Ryanair-Maschinen werden fliegende Litfaßsäulen

Als weitere Einnahmequelle will der Billigflieger zudem künftig seine Flugzeuge als fliegende Litfaßsäulen vermarkten. Unternehmen sollen Flächen an den Flügelspitzen sowie vorne und hinten am Rumpf der Ryanair-Flugzeuge als Werbeflächen buchen können, sagte ein Sprecher. Laufzeit der Kampagnen sollen zwölf Monate sein. Der Ryanair-Sprecher sagte, man biete Unternehmen "Europas größten - und billigsten - Outdoor-Werbeträger".

Aufgegebenes Gepäck soll "unbezahlbar" werden

Außerdem will Ryanair die Preise für aufgegebenes Gepäck so lange erhöhen, bis niemand mehr welches mitnimmt. "Wir werden so lange die Gebühren anheben, bis wir das aufgegebene Gepäck los sind", sagte Ryanair-Chef Michael O'Leary. Ryanair habe die Zahl der Passagiere, die Gepäck aufgeben, bereits auf 19 Prozent reduziert und spare dadurch "ein Vermögen". Der für seine provokanten Aussagen bekannte Ire gab allerdings zu, dass es wohl immer Passagiere geben werde, die so viel Gepäck hätten, dass es nicht mit in die Kabine genommen werden könne. Er überlege zudem, wie auch auf Handgepäck Gebühren erhoben werden könnten, sagte aber: "Ich denke, es ist unwahrscheinlich, dass wir das machen."

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