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Nacktscanner kommen auch an Flughäfen in Deutschland

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Sicherheit ohne Anfassen  

"Nacktscanner" kommen auch nach Deutschland

01.11.2014, 10:13 Uhr | Kerstin Seitz/afp

Nacktscanner kommen auch an Flughäfen in Deutschland. So sieht das Bild auf dem Monitor aus. (Quelle: dpa)

So sieht das Bild auf dem Monitor aus. (Quelle: dpa)

Manche Passagiere finden sie extrem praktisch, andere sehen in ihnen einen Eingriff in die Privatsphäre: Die Körperscanner an Flughäfen. Lange wurde der Einsatz in Deutschland diskutiert, es gab freiwillige Tests und nun scheint es soweit zu sein. Wie "Der Tagesspiegel" berichtet, wurden bereits 89 der Geräte für deutsche Flughäfen bestellt.

Noch in diesem Jahr würden 14 Geräte vom Typ "ProVision 2" angeschafft und in Düsseldorf, Köln/Bonn und Stuttgart installiert. Im kommenden Jahr sollten dann 75 weitere Scanner für Flughäfen mit internationalen Verbindungen beschafft werden. Nachdem auch die Fehlerquote der Scanner gesenkt werden konnte, sind einige Geräte bereits beispielsweise in Berlin-Schönefeld, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart im Einsatz. 

Gegenüber "Spiegel Online" bestätigte Tobias Plate, ein Sprecher des Bundesinnenministeriums (BMI) den Bericht des Tagesspiegels im Allgemeinen. Grund sei eine geänderte Sicherheitslage. Für die Passagiere bleibe die Nutzung aber freiwillig, sagte Plate. Wer will, kann sich also auch wie bisher nach dem Gang durch den Metalldetektor einer Leibesvisitation durch die Sicherheitskräfte unterziehen.

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Scanner ersetzt das Abtasten

Umgangssprachlich werden die Körperscanner "Nacktscanner" genannt. Das lag allerdings vor allem an der ersten Generation der Geräte, die ein detailgetreues Abbild des Fluggsates zeigten. Neuere Scanner zeigen ein nicht lebensechtes Piktogramm des Fluggasts, auf dem verdächtige Stellen markiert sind.

Der Fluggast betritt den Scanner, hebt die Arme und nach zwei Sekunden ist die Prozedur vorbei. Abgetastet werden die Passagiere dann nur noch, sollte es irgendwelche Auffälligkeiten geben.

Durch die Einführung der Geräte steht eine neue Technologie zur Verfügung. Die jetzt bestellten Geräte sollen zudem zuverlässiger sein als diejenigen, die in den vergangenen Jahren testweise zum einsatz kamen und relativ häufig Fehlalarm auslösten.

Dank weiterer neuer Technologien wie spezieller Flüssigkeitsscanner sollen Passagiere vermutlich ab 2016 wieder Flüssigkeiten ohne Beschränkung mit an Bord nehmen können, berichtet der Tagesspiegel weiter. Außerdem soll das BMI laut "Tagesspiegel" zusammen mit deutschen Unternehmen an sogenannten "Walk-Through-Security-Scannern" arbeiten, die Passagiere quasi im Vorbeigehen durchleuchten würden.

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So funktionieren "Nacktscanner"

Körperscanner funktionieren ähnlich wie Infrarotkameras. Die Geräte nutzen sogenannte Millimeterwellen, die zum natürlichen Spektrum der Wärmestrahlung gehören und auch vom menschlichen Körper abgegeben werden. Scanner bestrahlen Passagiere damit und können anhand der Reflexion jene Stellen identifizieren, an denen Gegenstände die Haut bedecken. Dadurch können sie am Körper versteckte neuartige Sprengstofffolien oder Keramikmesser finden, die bisher an Flughäfen eingesetzten Metalldetektoren nicht erkennen. Die jetzt bestellten Geräte sollen auch in der Lage sein, Sprengstoff oder mit 3-D-Druckern hergestellte Waffen zu erkennen.

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