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Wenn der Fernbus Verspätung hat: Ihre Fahrgastrechte

Reiserecht  

Wenn der Fernbus Verspätung hat: Ihre Fahrgastrechte

15.09.2015, 13:30 Uhr | rk (CF)

Wenn der Fernbus Verspätung hat: Ihre Fahrgastrechte.  Als Fahrgast sollten Sie über Verspätungen durch das Unternehmen informiert werden. (Quelle: imago images/Ralph Peters)

Als Fahrgast sollten Sie über Verspätungen durch das Unternehmen informiert werden. (Quelle: Ralph Peters/imago images)

Eine Fernbus-Verspätung ist zwar ärgerlich, als Kunde müssen Sie diese jedoch nicht in jedem Fall akzeptieren. Unter gewissen Umständen ist es möglich, eine Entschädigung vom Busunternehmen zu erhalten. Welche Bedingungen hierfür erfüllt sein müssen, erfahren Sie im Folgenden.

Fernbus-Verspätung: EU-Regelung besteht seit Anfang 2013

Eine Entschädigung nach einem verzögerten Flug ist keine Besonderheit. Doch was, wenn es bei einer Reise mit dem Fernbus zu einer Verspätung kommt? Seit März 2013 gibt es auch hierfür eine offizielle EU-Verordnung (Nr. 181/2011). Laut Rechtsakt muss die Wegstrecke zwischen den beiden Orten dabei mindestens 250 Kilometer betragen, sonst greifen die Regelungen nicht. Zum Vergleich: Von Hamburg nach Berlin sind es etwa 290 Kilometer.

Hat ein Fernbus Verspätung oder muss ganz gestrichen werden, besteht vonseiten des Anbieters erst einmal eine Informationspflicht. Das heißt, er muss Sie als Passagier schnellstmöglich in Kenntnis setzen über die Unpässlichkeiten.

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Entschädigung unter bestimmen Bedingungen

Bei einer Verspätung von mehr als zwei Stunden, einer Überbuchung oder einer Streichung ist der Fernbus-Anbieter laut EU-Verordnung zu einer Entschädigung verpflichtet. Entweder bekommen Sie vom Unternehmen Ihr Geld zurück oder es veranlasst eine Weiterreise mit geänderter Streckenführung.

Sollte die Gesellschaft im Falle einer Verspätung von über 120 Minuten weder eine Rückerstattung noch eine alternative Reiseroute anbieten, haben Sie das Recht auf eine zusätzliche Entschädigung: eine Zahlung in Höhe des halben Fahrpreises.

Bei Verzögerung gibt es "Hilfeleistungen"

Ebenso ist das Fernbus-Unternehmen unter gewissen Umständen zu "angemessenen Hilfeleistungen" verpflichtet. Unter diesen Sammelbegriff fallen beispielsweise kleine Mahlzeiten, aber auch bis zu zwei Hotelübernachtungen. Diese Regel greift dann, wenn sich eine Fahrt, die für mehr als drei Stunden angesetzt ist, um über 90 Minuten verzögert oder annulliert wird.

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